Eichenprozessionsspinner

Saison der Giftraupen beginnt jetzt

Spritzfahrzeuge setzt Straßen NRW gegen Eichenprozessionsspinner in Straßen ein. Stadt setzt auf Bekämpfung der Nester. Foto: Straßen NRW
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Spritzfahrzeuge setzt Straßen NRW gegen Eichenprozessionsspinner in Straßen ein. Stadt setzt auf Bekämpfung der Nester.

Stadt und Straßen NRW bekämpfen die Raupe. Auf Spielplätzen sind bei Befall Warnhinweise geplant. Land setzt Biozid-Spritzen an Straßen ein.

Von Philipp Müller

Solingen. Entlang der Land- und Bundesstraßen in Solingen steigt jetzt immer dort ein Biozid-Nebel auf, wo Eichen stehen. Der Landesbetrieb Straßen NRW setzt die Spritzfahrzeuge im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner ein. Die Raupe des Schmetterlings bildet kleine Härchen aus, die zu allergischen Reaktionen der Haut führen und auch die Atemorgane befallen können.

Auch die Stadt Solingen stellt sich dem Problem. „Das fachmännische Absaugen ist ein probates Mittel. Eine andere Möglichkeit ist, die Nester zu fixieren und einzusammeln. Auf dem Friedhof am Hermann-Löns-Weg beispielsweise ist die Zahl der Nester von 21 in 2018 auf zehn in 2019 zurückgegangen“, berichtet Stadtsprecherin Stefanie Mergehenn. Seit rund 20 Jahren sei in Deutschland ein deutlicher Anstieg der Populationsdichte des Eichenprozessionsspinners zu verzeichnen. Als Grund hierfür nennt die Stadt vor allem den Klimawandel mit den milderen Wintern. Er begünstige das Überleben der Population. „Wir rechnen in den nächsten Wochen mit dem ersten Eichenprozessionsspinner-Befall, der sich in der Regel bis Ende Juli hinziehen wird“, sagt die Sprecherin.

Im vergangenen Jahr seien vor allem der Engelsberger Hof, der Schützenplatz und die Höher Heide betroffen gewesen. Der Stadtdienst Natur und Umwelt sei die zuständige Fachbehörde bei der Umsetzung der Maßnahmen gegen die Raupen. Mit deren Einsammeln und der Nestbekämpfung gehe man auch auf Spielplätzen und Schulhöfen vor.

Solingen: Bürger sollen auf Grundstücken die Raupe nicht selbst bekämpfen

Dazu erklärt Mergehenn: „Aufgrund der coronabedingten Kontaktsperre sind Spielplätze aktuell abgeriegelt. Wenn die Sperrungen aufgehoben und die Population des Eichenprozessionsspinners in ungesundem Maß angestiegen ist, werden wir entsprechende Warnhinweise mit QR-Codes installieren.“ Schulen und Kitas, auf deren Gelände sich die fraglichen Stieleichen befinden, würden noch gesondert über die Möglichkeiten gegen die Raupe informiert.

Eigentümern von Grundstücken rät die Stadtsprecherin dringend davon ab, den Eichenprozessionsspinner selbst zu bekämpfen: Die etwa eine Million Brennhärchen auf der Raupe verursachten beim Menschen starke allergische Reaktionen – schlimmstenfalls bis hin zum anaphylaktischen Schock. Der Stadtdienst Natur und Umwelt bereite aktuell eine Internetseite mit den wichtigsten Fragen vor und stehe auch telefonisch für weitere Fragen zur Verfügung unter Tel. 2 90 65 37.

Susanne Schlenga von Straßen NRW erklärt zum Vorgehen des Landesbetriebs: „Mit Spritzen, die einer Schneekanone ähneln, wird ein für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners zugelassenes Biozid auf die frischen Blätter gesprüht.“ Die Raupen würden so absterben, bevor sie das für den Menschen gefährliche Lebensstadium mit den Brennhärchen auf dem Körper erreichen könnten.

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