Graf-Wilhelm-Platz

Rote Streifen: Der erste Teil verschwindet

Die roten Streifen am Graf-Wilhelm-Platz sind seit heute  Geschichte.
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Die roten Streifen am Graf-Wilhelm-Platz werden entfernt.

An zwei Samstagen lässt die Stadt die roten Streifen entfernen. Heute haben die Arbeiten am Graf-Wilhelm-Platz begonnen.

Von Björn Boch

Solingen. Seit etwa 7 Uhr am Samstagmorgen sind am Graf-Wilhelm-Platz wie geplant Teile der roten Streifen abgefräst worden - zunächst nur die jeweils äußeren, um noch Fahrspuren für den Busverkehr freizuhalten. Statt der Streifen ist nun eine dunkle Gussasphalt-Fläche zu sehen.

Die Arbeiten seien anspruchsvoll, funktionierten aber reibungslos, berichtete Frank Werner Grauvogel, Abteilungsleiter Planen und Bauen bei den Technischen Betrieben Solingen (TBS), vor Ort gegen Mittag.

Neben rund 15 Mitarbeitern von Baufirmen waren die TBS und die Stadtwerke Solingen (SWS) im Einsatz. SWS-Mitarbeiter halfen Menschen, ihre Busverbindungen zu finden, da es baustellenbedingt auf fast allen Linien zu anderen Abfahrtspunkten kam. Auch Polizei und Ordnungsamt unterstützten und kontrollierten den Verkehr.

Rote Streifen werden an zwei Samstagen entfernt

Nach Abschluss der Arbeiten muss der Asphalt noch einige Stunden trocknen, so dass alle Spuren voraussichtlich erst wieder gegen 18 oder 19 Uhr am Samstagabend freigegeben werden können.

Am kommenden Samstag, 6. August, folgen dann die innenliegenden Streifen am Busbahnhof - nahe dem Hofgarten sowie an der Kirchstraße. Wohl erst im Herbst können die Streifen auch am Ohliger Tor entfernt werden. Dort soll ein Zebrastreifen entstehen. Allerdings fehlen Teile für die Beleuchtung. Ein Zebrastreifen darf erst aufgetragen werden, wenn auch die notwendige Beleuchtung und Beschilderung angebracht werden kann.

Verzögerungen am Mittag, weil Lkw mit Gussasphalt im Stau standen

Die roten Streifen, die ursprünglich Aufmerksamkeit auf die Fußgänger lenken und für gegenseitige Rücksichtnahme sorgen sollten, müssen weg, weil sie kein offizielles Verkehrszeichen sind und es immer wieder zu Missverständnissen und Unfällen kam, unter anderem zwischen Bussen und Fußgängern. Zuletzt galten die Streifen offiziell als Unfallschwerpunkt, weshalb Straßenverkehrsbehörde und Bezirksregierung auf Ersatz drängten.

Auch an anderen Stellen im Stadtgebiet werden die roten Streifen noch entfernt. Der nun dunklere Asphalt soll, so die Hoffnung der Verkehrsplaner, die Fußgängerströme rund um den Busbahnhof kanalisieren, ohne den Eindruck zu vermitteln, Fußgänger hätten Vorrang.

Am Graf-Wilhelm-Platz seien die Arbeiten nicht nur wegen des Verkehrs und vieler Passanten anspruchsvoll, sondern auch wegen des technischen Aufbaus der Straße. Sie müsse extremen Belastungen unter anderem durch den Busverkehr standhalten, erläuterte Frank Werner Grauvogel, der gemeinsam mit Dieter Reichstein, Sachgebietsleiter Straßen, vor Ort die Baustelle koordinierte.

Zu leichten Verzögerungen kam es am Mittag, weil die Lastwagen, die den Gussasphalt heiß anlieferten, auf der Autobahn im Stau standen. „Der Gussasphalt muss schnell und heiß verarbeitet werden. Es ist viel Handarbeit“, betonte Reichstein. Wegen höherer Lufttemperaturen und Sonneneinstrahlung musste der Asphalt anschließend mit Wasser zusätzlich gekühlt werden. 

Die Arbeiten an allen drei Überwegen - Kirchstraße, Hofgarten und Ohliger Tor - werden nach Schätzung von Grauvogel rund 80.000 bis 100.000 Euro kosten. Auch beim Asphalt sei es in den vergangenen Monaten zu teils hohen Preissteigerungen gekommen. „Selbst in diesem Bereich gibt es nur noch tagesaktuelle Preise.“

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