Schrecklicher Fund in Roermond

Unbekannte Frauenleiche war Solingerin - Fall erneut bei „Aktenzeichen XY“

Bei dem Zwischenfall wurde eine Person leicht verletzt.
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Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal haben eine mehrköpfige Mordkommission eingerichtet.

Lange war unklar, um wen es sich bei der toten Frau handelt, die in einem Kanal in der Nähe von Roermond gefunden worden ist. Nun steht fest: Die Frau stammte aus Solingen. Am Mittwoch wird der Fall erneut bei „Aktenzeichen XY“ gezeigt.

+++ Update, 31. Mai +++

Solingen. Am 28. September 2021 wurde in einem Kanal bei Roermond eine Frauenleiche gefunden. Die Ermittlungen zur Identität der Toten führten im April zu einer 57-jährigen Frau, die in Solingen ihren Lebensmittelpunkt hatte. Nun gibt es neue Erkenntnisse. Um die Aufklärungsarbeit zu unterstützen, werden diese am 1. Juni in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY - ungelöst“ der Öffentlichkeit mitgeteilt. Die Ermittler erhoffen sich dadurch weitere Hinweise aus der Bevölkerung, heißt es von der Polizei.
Update vom 2. November 2022: Inzwischen hat die Polizei einen dringend Tatverdächtigen festgenommen.

Unser Artikel vom 24. Mai: Mordkommission übernimmt Ermittlungen

Solingen. Monatelang hatte eine unbekannte Frauenleiche die Ermittler in den Niederlanden beschäftigt. Nun ist klar: Bei der Toten, die nach bisherigen Erkenntnissen Opfer eines Gewaltverbrechens wurde, handelt es sich um eine Frau aus Solingen. Sie wurde 57 Jahre alt. Nun ermitteln die Staatsanwaltschaft und die Polizei Wuppertal mit den niederländischen Behörden.

Hintergrund: Am 28. September 2021 war in einem Kanal in der Nähe von Roermond (Niederlande), unweit der Grenze zu Deutschland eine Frauenleiche entdeckt worden. Trotz intensiver Ermittlungen und Öffentlichkeitsfahndungen der niederländischen Behörden konnte die Frau über einen längeren Zeitraum zunächst nicht identifiziert werden.

Schließlich fertigten Spezialisten eine Zeichnung der Frau an, die zeigen sollte, wie sie zu Lebzeiten aussah. Dieses Bild wurde auch im niederländischen und belgischen Fernsehen gezeigt. Im Februar baten die niederländischen Ermittler aufgrund der Nähe zur deutschen Grenze schließlich im deutschen TV bei der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ um Hinweise der Zuschauer. In der Sendung wurde erklärt, dass der Leichnam mindestens ein bis drei Tage im Wasser gelegen haben kann. Zudem war die Frau unbekleidet.

In der Nähe des Leichen-Fundortes entdeckten die Ermittler zudem einen toten Hund. Dabei handelte es um einen Galgo-Mischling. Die Polizei vermutete einen Zusammenhang. Daher wurde auch ein Foto des Hundes im Fernsehen gezeigt.

Die Wende in dem Fall brachte erst eine Vermisstenmeldung aus Solingen

Gut ein halbes Jahr nach dem Auffinden der Frau, am 12. April, meldete eine Frau ihre Cousine aus Solingen als vermisst meldete. Untersuchungen ergaben, dass es sich bei der Vermissten zweifelsfrei um die Tote aus dem Kanal handelt.

Um die Hintergründe zu klären, haben Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal eine mehrköpfige Mordkommission eingerichtet, die in enger Absprache mit den niederländischen Behörden arbeitet. wi

Nach wie vor ungeklärt ist ein Fall aus Pforzheim. Dort war eine verbrannte Frauenleiche gefunden worden. Auch in diesem Fall führte die Spur nach Solingen.

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