Projekt

Solinger Rockgeschichte wandert ins Museum

Jens Stuhldreier (von links), Lina Holzrichter, Julian Müller und Jens Vetter bereiten zur Nacht der Jugendkulturen ein Pop-up Museum über die Solinger Rockgeschichte vor. Vetter und Müller arbeiten zudem noch an einem Film zum Thema. Foto: Marcel Schulte
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Jens Stuhldreier (von links), Lina Holzrichter, Julian Müller und Jens Vetter bereiten zur Nacht der Jugendkulturen ein Pop-up Museum über die Solinger Rockgeschichte vor. Vetter und Müller arbeiten zudem noch an einem Film zum Thema.

Eine Ausstellung, ein Film und ein Buch zum Thema sind geplant.

Von Julian Müller

Solingen. Als am 9. April der erste Artikel der Tageblatt-Serie zur Solinger Rockgeschichte erschien, war noch nicht abzusehen, welches Ausmaß dieses Projekt noch annehmen würde. Corona hatte gerade das öffentliche Leben lahmgelegt, und ich hatte überlegt, was ich nun mit meiner frei gewordenen Zeit anfangen kann.

Aus der ST-Reihe ist zuerst eine Talk-Runde in Kooperation mit dem Cow Club zu dem Thema entstanden. Nachzuschauen in vier Teilen auf Youtube unter dem Namen PopCult. Schnell kamen weitere Ideen wie eine Ausstellung und ein Film auf – aus den ersten losen Überlegungen wurden bald konkrete Pläne. So arbeite ich aktuell in Kooperation mit Jens Stuhldreier und Lina Holzrichter von der Jugendförderung sowie dem Filmemacher Jens Vetter an diesen zwei Projekten, die am letzten Septemberwochenende Premiere im Haus der Jugend feiern sollen.

Für den Film sind bereits zahlreiche Interviews etwa mit Musikern von S.Y.P.H. und Phone Bone geführt und auch die Solinger ‘60s Garde um Hermann Daun oder Coco Teuber kommt in Bild und Ton zu Wort. Darüber hinaus sprechen wir mit Leuten aus der der neuen Szene wie Suzan Köcher oder Lina Holzrichter von Lyschko.

Auch viele schöne und rare Exponate für die Ausstellung stehen uns zur Verfügung, so dass das letzte Septemberwochenende einen außergewöhnlichen Streifzug durch die Solinger Musikgeschichte bieten wird. Wer noch alte Fotos, Filmausschnitte oder Exponate zur Verfügung stellen kann, ist hiermit herzlich dazu eingeladen, mit uns in Kontakt zu treten.

Solingen: Das Projekt wird durch Erinnerungsstücke bunter

Dieses Projekt wird schließlich mit jeder Beteiligung bunter und spannender. Alte Fotos, Eintrittskarten, Poster, Schallplatten, Bühnenklamotten oder der ein oder andere verloren geglaubte Super-8-Film von Events in Solingen wie dem Konzert auf der Radrennbahn oder Impressionen aus dem Rheinischen Hof sind dafür Gold wert. Je mehr Menschen an diesem für Solingen einzigartigen Projekt teilnehmen, umso vollständiger wird der historische Streifzug.

Darüber hinaus schreibe ich auch an einem Buch zum Thema. Wer hierzu noch Erlebnisse oder Material teilen möchte, ist ebenfalls sehr willkommen, sich mit mir in Verbindung zu setzen.

Von den Anfängen in den 1960ern bis heute werde ich in dem Buch die Geschichte der Solinger Rockszenen nachzeichnen und noch viele weitere Informationen aus meinen Recherchen teilen, die teilweise weit über das hinausgehen, was allein aus Platzgründen in der ST-Reihe möglich war.

Auch stehen mir ungesehene Fotos und Memorabilien zur Verfügung, die ich auf diesem Wege gerne dauerhaft zugänglich machen möchte. So sollen diese Projekte noch einmal das Licht auf die Bands und deren Musik werfen, die unsere Stadt geprägt haben, sie in einen größeren Kontext setzen und generationenübergreifend erfahrbar machen.

Der Blick ist in die Vergangenheit und die Gegenwart gerichtet

Wer damals nicht dabei war, kann nun einen Blick in die Vergangenheit werfen. Und wer keinen Blick auf die heutige Musiklandschaft hat, kann im Gegenzug schauen, was aktuell spannendes in Solingen passiert. So dürfen diese Projekte als Anlass zur Zusammenführung einer langen und reichhaltigen Geschichte fungieren, die viele Menschen dieser Stadt auf die eine oder andere Art vereint.

Mitarbeit

Wer noch Material für die Ausstellung, den Film oder das Buch zur Verfügung stellen möchte, kann sich gerne mit dem Autor Julian Müller in Verbindung setzen. Kontakt ist per E-Mail möglich.

redaktion@solinger-tageblatt.de

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