Einsätze nicht nur durch Pandemie teurer

Rettungsdienst kostet 300.000 Euro mehr

Die Kosten für Kranken- und Rettungstransporte sind gestiegen. 
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Die Kosten für Kranken- und Rettungstransporte sind gestiegen. 

Weil die Hilfsorganisationen jetzt auskömmlich bezahlt werden und weil der Aufwand unter anderem durch die Corona-Pandemie gewachsen ist, sind im vergangenen Jahr auch die Kosten für Kranken- und Rettungstransporte gestiegen.

Von Andreas Tews

Solingen. Obwohl in den Planungen bereits Mehrkosten berücksichtigt worden waren, musste der Stadtrat hierfür noch einmal zusätzliche 300.000 Euro freigeben. Hinzu kamen 360.000 Euro, die als Vorauszahlung für den Januar 2022 ausbezahlt werden mussten. Insgesamt stiegen hiermit die Ausgaben für die Leistungen der Hilfsorganisationen auf 3,9 Millionen Euro.

Seit Jahren leisten private Hilfsorganisationen einen Teil der Rettungsdienst- und Krankentransportfahrten in Solingen. Sie verfügen entweder über eigene Rettungswachen oder besetzen auf den Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr Einsatzfahrzeuge. Die Kosten rechnet die Stadtverwaltung mit ihnen ab und lässt sich die entsprechenden Beträge von den Krankenkassen erstatten. Der bisherige Vertrag über diese Leistungen zwischen Stadt sowie Rotem Kreuz und Arbeiter-Samariter-Bund ist Ende Juli 2021 ausgelaufen. Seitdem sind vier Hilfsorganisationen – zusätzlich der Malteser Hilfsdienst und die Johanniter-Unfallhilfe – einbezogen.

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Beim Vertragswechsel wurden Mehrkosten berücksichtigt. Aber auch die neue Summe reichte nicht aus, teilte die Stadtverwaltung mit. Dies mache 160.000 Euro der Mehrkosten aus. Weitere 60.000 Euro fielen zusätzlich an, weil die Einsatzkräfte pandemiebedingt Masken tragen und deswegen mehr Pausen einlegen mussten. 80.000 Euro kostete es, dass wegen häufiger zeitgleicher Einsätze der Rettungstransportwagen, der für solche „Spitzenabdeckungen“ bereitstehe, besonders oft besetzt werden musste.

Dass die Vorauszahlung von 360.000 Euro für diesen Januar bereits 2021 ausgezahlt worden sei, sei ein Gebot der Fairness, erklärt die Stadtverwaltung. Diese vertragliche Regelung habe die Stadt bislang nicht eingehalten.

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