Einnahmen

Rekordsumme bei der Hundesteuer

Für Hündin Edda wird Hundesteuer gezahlt.
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Für Hündin Edda wird Hundesteuer gezahlt.

Besitzer von Vierbeinern zahlten 2022 in Solingen rund 1,7 Millionen Euro Hundesteuer.

Von Andreas Tews

Solingen. Die Solinger haben immer mehr Hunde. 10 892 dieser Vierbeiner sind nach Angaben von Rathaussprecherin Sabine Rische angemeldet – mehr als in den Jahren zuvor. Dies wirkt sich auch auf die städtischen Einnahmen aus. Die Hundebesitzer mussten im vergangenen Jahr knapp 1,7 Millionen Euro Hundesteuer an die Stadt zahlen. Dies ist laut Rische ein neuer Rekordwert.

Dabei sind die Steuersätze seit 2017 nicht verändert worden. Grundsätzlich gilt: Je mehr Hunde in einem Haushalt leben, desto mehr Steuer ist für jedes Tier fällig. Bei einem Vierbeiner zahlen Hundebesitzer jährlich 151,20 Euro. Bei zwei Hunden sind für jedes Tier 174 Euro fällig, ab dem dritten Hund jeweils 192 Euro. Besonders hoch ist der Steuersatz für Hunde, die als gefährlich eingestuft werden. Hier sind je Hund 1200 Euro zu zahlen.

Die Ursache für die steigenden städtischen Einnahmen liege darin, dass Hunde bei den Solinger immer beliebter werden. „Die Zahl der ,versteuerten‘ Hunde ist gestiegen“, erklärt Rische. „Gerade während der Pandemie haben sich mehr Menschen als zuvor ein Haustier angeschafft.“

2021 wurden in Solingen etwa 500 Hunde neu angemeldet

Den „Rekord“ bei den Zuwächsen gab es nach ihren Angaben im Jahr 2021. Damals seien etwa 500 Hunde mehr als im Vorjahr angemeldet worden. 2022 habe sich die Entwicklung „normalisiert“. Rund 150 Hunde wurden im vergangenen Jahr laut Rische neu angemeldet. Dies entspreche ungefähr der Steigerung, die auch in den Vor-Corona-Jahren zu verzeichnen gewesen sei. Bei den teigenden Hundesteuereinnahmen steht Solingen nicht alleine da. Auch landesweit wurden im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen Rekordwerte erreicht, teilte das Statistische Landesamt jetzt mit.

Hundesteuer in Solingen

Steigende Hundezahlen und damit mehr Steuern registrieren auch die bergischen Nachbarstädte. In Remscheid zum Beispiel steigt die Zahl der Hunde nach Angaben des dortigen Steueramtes kontinuierlich und liegt jetzt bei rund 7200. Die Hundesteuereinnahmen stiegen in der Nachbarstadt von 2021 auf 2022 von einer auf 1,2 Millionen Euro.

In einer Mitteilung des Statistischen Landesamtes, die sich nur auf die ersten neun Monate des Jahres bezieht, ist für Remscheid allerdings nur von einem Plus von 2,6 Prozent die Rede. In Wuppertal lag die Steigerungsrate demnach bei 2 Prozent. In Solingen fiel sie laut Landesstatistik mit plus 4,7 Prozent allerdings noch höher aus.

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