Offene Zeltstadt

Konzert in der Zeltstadt: Regen hält die Besucher nicht vom Kommen ab

Der Regen hielt die Zuschauer nicht vom Kommen ab.
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Der Regen hielt die Zuschauer nicht vom Kommen ab.

Bis zu 30 Jugendliche übernachten täglich in Gräfrath – Musiker traten trotz kurzzeitig überschwemmter Bühne auf

Von Anna Lauterjung

Solingen. Das Regenwetter hält die jungen Gäste der Offenen Zeltstadt nicht vom Kommen ab. Zwischen 25 und 30 Jugendliche und junge Erwachsene ab 14 Jahren übernachten täglich auf dem Gelände der ehemaligen Jugendherberge in Gräfrath, berichtet Lisanne Rickert für das Zeltstadt-Team. Seit der Eröffnung am Samstag hätten die Besucher das unbeständige Wetter problemlos überstanden. Sie nutzten die trockenen Phasen umso mehr, um ihre Zeit in der offenen Zeltstadt zu genießen – zum Beispiel einen Konzertabend, bei dem Weathervane und das Robert-Schreiber-Trio auftraten.

Zwar wurde die Bühne noch kurz vor dem Auftritt am Montagabend überschwemmt, dennoch ließen sich Musiker und Publikum davon nicht abbringen. Gemeinsam feierten sie einen Abend mit viel Livemusik.

Den Anfang machte die Band Weathervane bestehend aus dem Sänger Tom, Fabian am Bass und Schlagzeuger Tim. Für das Trio sei es das erste Livekonzert in der Aufstellung gewesen, erzählt der Frontmann Tom. Von dem Wettbewerb haben sie direkt über das Monkeys erfahren, wo sie ihren Proberaum haben. „Es war sehr schön, wieder live zu spielen“, sagt Tom. Auch die Zuschauenden waren begeistert. Zu der Mischung aus 1970er Hard Rock und psychedelischen Rock wurde getanzt und mitgeklatscht. Am Ende ihres Auftrittes konnte sich Weathervane über einen langen und lauten Applaus freuen.

Minutenlanges Gitarrensolo ist Höhepunkt

Auch der zweite Auftritt sorgte für viel Applaus. Robert Schreiber spielte in einem Trio zusammen mit Richard am Bass und Florian am Keyboard eine Kurzfassung eines schon mehrfach in Solingen gezeigten Programms. Höhepunkt dabei war das minutenlange Gitarrensolo des Gastes Angelo aus Rom. Die Zuschauer beobachteten staunend, wie er seine Fingerfertigkeit an der E-Gitarre unter Beweis stellte.

Eigentlich als Bandcontest geplant, fand der Abend wegen dürftiger Anmeldezahlen von Musikern als reines Konzert statt. Der gemeinsam mit dem Awo-Probenraumhaus Monkeys ausgelobte Preis, ein Gutschein für die Aufnahme im Monkeys-Tonstudio, wurde daher zwischen den beiden Bands aufgeteilt.

Die Band Weathervane sorgte am Montagabend für gute Stimmung auf dem Gelände der ehemaligen Jugendherberge. Die Mischung aus 1970er Hard Rock und psychedelischen Rock der drei Musiker Tom, Fabian und Tim kam beim Publikum gut an.

Wie der Konzertabend mit Aussetzen des Regens begann, so ähnlich endete er auch: Als es nach der Musik wieder zu regnen anfängt, versammeln sich die Gäste der Offenen Zeltstadt unter der Feuerjurte. Das Dach und die Wände aus einem schallisolierenden Material schützen vor Wind und Wetter und das Lagerfeuer trägt zum Gemütlichkeitsfaktor bei. Dort werde gequatscht, gespielt und musiziert, berichtet Lisanne Rickert. Die Feuerjurte bietet nicht nur Schutz bei Regen, sondern ist auch Lebensmittelpunkt auf dem Zeltplatz in Gräfrath.

Regen und unbeständiges Wetter ist das Team der Offenen Zeltstadt aus den vergangenen Jahren gewöhnt. Daher lassen sie sich davon nicht unterkriegen. Lisanne Rickert: „Von Starkregen bis 35 Grad haben wir bereits alles gehabt.“ Für den Notfall stehen genug Gemeinschaftszelte zur Verfügung. Zudem empfiehlt Lisanne Rickert wetterfeste Schuhe und eine Regenjacke mitzunehmen. Sollte das Zelt einer der Teilnehmer den Regen doch nicht überstehen, werde sich untereinander geholfen, berichtet sie.

Bis Freitag gibt es noch Programm in Gräfrath

Jugendlichen und jungen Erwachsenen gegen kleines Geld Urlaub in der eigenen Stadt zu bieten: Das ist die Grundidee der Offenen Zeltstadt. Auch heute ist das Team dem Leitsatz noch treu und gestaltet jährlich ein breites Angebot. Die Höhepunkte bis zum Abschluss sind ein großes Kubb-Turnier am Donnerstag ab 16.30 Uhr und das Abschlusskonzert der Reggaeband Raggatta am Freitagabend um 20 Uhr. „Wir wollen etwas Tanzbares zum Ende“, sagt sie.

Wer mag, kann spontan noch zur Offenen Zeltstadt dazustoßen. Jugendliche ab 14 Jahren müssen sich nicht anmelden, allerdings einen negativen Covid-19-Test vorweisen können. Zudem gelten weitere Corona-Maßnahmen. Eine Übersicht über alle Regeln und das gesamte Programm:

www.zeltstadt.de

Team sucht Helfer für 2022

Für das kommende Jahr ist das Team der offenen Zeltstadt aktuell auf der Suche nach weiterer Unterstützung. Dafür müssen die Interessierten ab 16 Jahren nicht viel mitbringen, erklärt Lisanne Rickert für das Team. „Man sollte Spaß am Zeltlager und am draußen sein haben“, fügt sie hinzu. Vor den Sommerferien gäbe es dann für die Ehrenamtlichen verschiedene Weiterbildungen, um sie auf die Zeltstadt vorzubereiten. Im Herbst geht es für das Team in die Planung für das kommende Jahr. Bei Interesse kann das Team der Offenen Zeltstadt auch per E-Mail erreicht werden.

www.zeltstadt.de

team@zeltstadt.de

Ein vielfältiges Programm wartet auf die Jugendlichen in der Zeltstadt.

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