Sammelaktion

Realschüler packen für die Tafel 42 Körbe voller Lebensmittel

Schüler der Albert-Schweitzer-Schule packten kräftig mit an, damit die Kisten zur Tafel transportiert werden konnten. Dort werden inzwischen auch viele ukrainische Flüchtlinge versorgt. Foto: Michael Strahlen
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Schüler der Albert-Schweitzer-Schule packten kräftig mit an, damit die Kisten zur Tafel transportiert werden konnten. Dort werden inzwischen auch viele ukrainische Flüchtlinge versorgt.

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause fand wieder eine Sammelaktion an der Albert-Schweitzer-Schule statt.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Dieter Fischer und Werner Fischer, die zuständigen Fahrer der Tafel, hatten am Donnerstagmorgen schwer zu schleppen: 42 Plastikkörbe mit Nudeln, Zucker oder Hygieneartikeln wie Shampoo und Babywindeln stapelten sich im Pädagogischen Zentrum der Albert-Schweitzer-Realschule. „Da müssen wir gleich noch mal wiederkommen, für eine Tour ist das zu viel und zu schwer“, sagte Werner Fischer, sichtlich beeindruckt.

Zunehmender Andrang: Lebensmittel bei Tafeln werden knapper

Zum wiederholten Male hatte die Schulleitung zu der Benefizaktion aufgerufen und erneut war die Spendenbereitschaft in der Eltern- und Schülerschaft riesig. „Seit unserem Elternbrief vor einer Woche konnte man vermehrt beobachten, dass Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fuhren, um die für die Aktion besorgten Einkäufe abliefern zu können“, sagt Schulleiter Hans-Martin Rahe anerkennend.

Zwei Jahre konnte die vor rund zehn Jahren gestartete Ostersammlung, die sich schnell zur Tradition entwickelte, nicht an den Start gehen. „Da war jeweils gerade tiefster Lockdown mit Distanz-Unterricht und strengsten Abstandsregeln“, blickt Rahe zurück und ist froh, dass das nun vorbei ist.

„Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren.“ Dieser Satz von Albert Schweitzer, dem Namensgeber der Schule stehe als Motto über diesem Projekt, so wie auch über der jährlichen Vorweihnachtsaktion „ASS-Cent“, die sich vornehmlich an die Schülerschaft richte, die dabei angehalten sei, Geld aus der eigenen Tasche dafür einzusetzen und nicht die Eltern darum zu bitten. Der auf diese Weise zusammenkommende Betrag gehe ins afrikanische Lambarene, an den Ort, wo Albert Schweitzer gewirkt habe.

Tafel ist auf Spenden angewiesen

In diesem Jahr habe die Sammlung für die Tafel eine besondere Bedeutung, weil der Verein, der Bedürftige unterstützt, längst viele ukrainische Flüchtlinge versorge. Täglich würden es mehr, sagt Rahe. „Das heißt, die Tafel ist mehr denn je auf Spenden angewiesen, um genug zum Verteilen zu haben und deshalb fast noch dankbarer als sonst für das, was wir hier zusammenbekommen haben.“ Dennoch sei es etwas weniger als in den Vorjahren, sagt Antje Goecke, Lehrerin für katholische Religion, die sich federführend um die Spendensammlung kümmert, Kontakte zur Tafel pflegt, die Durchführung organisiert und mit ihren Schülern und Schülerinnen über das Thema Armut und Hilfsbedürftigkeit ausführlich im Unterricht spricht.

„Man spürt, dass die gestiegenen Preise für Dinge des täglichen Bedarfs auch in den Familien ankommen und das auch dort begonnen wird, spitzer zu rechnen. Umso großartiger sei, dass so viele Hilfsgüter zusammengekommen. sind.“

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