Verkehr

Rathaus stellt Ausbau der A 3 in Frage

Um die Ohligser Heide (rechts) zu schonen, könnte die Autobahn hinter der Raststätte einen leichten Schwenk nach links machen. Archivfoto: cb
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Um die Ohligser Heide (rechts) zu schonen, könnte die Autobahn hinter der Raststätte einen leichten Schwenk nach links machen.

Die Stadtverwaltung fordert Änderungen an den Plänen für die Autobahn.

Von Andreas Tews

Solingen. Wenn die Autobahn 3 zwischen Leverkusen und Hilden auf acht Fahrstreifen ausgebaut wird, soll die Ohligser Heide östlich der jetzigen Trasse nicht beeinträchtigt werden. Das fordert das Rathaus im Entwurf für eine Stellungnahme gegenüber dem Landesbetrieb Straßen NRW. Zudem bezweifelt die Verwaltung, ob der Ausbau – da sich das Mobilitätsverhalten der Menschen ändere – überhaupt nötig sei. Mit dem Entwurf befasst sich jetzt die Politik. Stimmt der städtische Umwelt- und Verkehrsausschuss heute zu, wird daraus die offizielle Stellungnahme der Stadt Solingen.

Solingen: Fahrbahnen sollen nach Westen schwenken, um Natur zu schonen

Das Rathaus bezieht sich auf eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung, die für den Ausbau erarbeitet wurde. Darin werden zwei Varianten vorgeschlagen: Bei der ersten schwenkt die Autobahn nur auf den 3,2 Kilometern zwischen der Raststätte und der Anschlussstelle Solingen nach Westen, um einen Teil der Ohligser Heide zu schonen. Die zweite – von der Stadt eher favorisierte – besagt, dass die Autobahn zwischen Hilden und der Abfahrt Solingen – also auf 5,5 Kilometern – nach Westen rückt. Beide Varianten seien technisch möglich, zitiert die Stadt aus Untersuchungen des Landesbetriebs. Aus Kostengründen favorisiert man dort aber die erste Variante.

In ihrer Stellungnahme kritisiert die Stadtverwaltung, nicht nur dies, sondern auch, dass die Variante eines Nicht-Ausbaus der A 3 überhaupt nicht geprüft worden sei. Dies sei aber nötig, da langfristig im Zuge der Verkehrswende mit weniger Straßenverkehr zu rechnen sei. Ein Ziel der Bundesregierung sei es, das Verkehrsaufkommen zu senken. Vor diesem Hintergrund müsse zum Ausbau der A 3 eine erneute Verkehrsprognose erstellt werden, fordert das Rathaus.

Das Dezernat von Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (parteilos) kommt zu dem Schluss, dass die Stadt einen Ausbau im „Regelquerschnitt“, also mit acht Streifen plus zwei Standstreifen ablehnen sollte. Hiermit befindet man sich auf einer Linie mit anderen Anrainerstädten wie Hilden, Langenfeld und Leichlingen.

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