Verkehr

Rathaus plant sechs zusätzliche Tempo-30-Zonen

Für die Rheinstraße und sieben weitere Straße wurde die 30er-Zone bereits vor acht Jahren beschlossen. Foto: Michael Schütz
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Für die Rheinstraße und sieben weitere Straße wurde die 30er-Zone bereits vor acht Jahren beschlossen.

In mehreren Wohngebieten werden weitere Bereiche mit Geschwindigkeitslimits eingeführt.

Von Andreas Tews

Auf der Mittelgönrather Straße gilt bereits in mehreren Bereichen Tempo 30. Die Lücken sollen geschlossen werden.

Die Stadtverwaltung arbeitet weiter am Ausbau der Tempo-30-Zonen in Wohngebieten. Fünf neue Bereiche schlägt das Rathaus jetzt der Politik vor. Hinzu kommt eine große Zone im Ohligser Zentrum, die bereits vor acht Jahren beschlossen worden war. Ab der kommenden Woche werden die Vorschläge in den Bezirksvertretungen behandelt.

Auf der Huttenstraße und in anderen Bereichen rund um den Gräfrather Ortskern soll in Zukunft durchgängig Tempo 30 gelten.

Die Erweiterung der Tempo-30-Zonen geht auf ein Konzept zurück, das eine von der Stadtverwaltung eingesetzte Arbeitsgruppe Mobilität erarbeitet hat. Auch Vorschläge von Bürgern werden berücksichtigt. Seit 2013 wird dieses Konzept umgesetzt. In der Regel erhält jeder Stadtbezirk pro Jahr eine neue 30er-Zone.

Die Josefstraße ist eine von acht Straßen, die demnächst in eine Temp-30-Zone einbezogen werden sollen.Ohligs. In Ohligs, Aufderhöhe und Merscheid werden es aktuell sogar zwei Zonen sein. Die erste steht schon seit längerer Zeit auf der Agenda. Im Zuge des Radverkehrskonzepts wurde 2011 beschlossen, dass Autofahrer in den Straßen zwischen Talstraße, Südstraße, Bonner Straße und Wilhelmstraße nur noch höchstens 30 Stundenkilometer fahren dürfen. Dies betrifft die Ruhr-, Rhein-, Grün-, Weser-, und die Forststraße.

Die Josefstraße ist eine von acht Straßen, die demnächst in eine Temp-30-Zone einbezogen werden sollen.

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Aufderhöhe. Ein neuer Vorschlag der Stadtverwaltung betrifft die Scheffel-, Bad-, Hölderlin-, Rücker- und Kleiststraße in Aufderhöhe. Dort soll zwischen der Wiefeldicker, der Höhscheider Straße und der Straße Ober der Mühle eine Tempo-30-Zone eingeführt werden.

Zwischen der Straße Ober der Mühle (Foto), der Wiefeldicker und der Höhscheider Straße soll demnächst Tempo 30 gelten. Mitte. Über Autofahrer, die oft zu schnell fahren und das an einigen Stellen bereits geltende Tempo 30 nicht beachten, beschweren sich Anwohner der Mittelgönrather Straße. Dort, in Nachbarschaft des Industriegebiets Scheuren, soll sich eine neue 30er-Zone auch auf die Otto-, die Adalbert- und einen Teil der Friedrich-Wilhelm-Straße (von der Mittelgönrather bis kurz vor die Einmündung in die Untengönrather Straße) erstrecken.

Zwischen der Straße Ober der Mühle (Foto), der Wiefeldicker und der Höhscheider Straße soll demnächst Tempo 30 gelten.

Gräfrath. Deutlich ausgeweitet werden die Tempo-30-Zonen in den Gebieten rund um den alten Gräfrather Ortskern. Unter anderem wird dort in Zukunft die Huttenstraße komplett einbezogen sein. Tempo 30 soll künftig auch auf Teilen der Garnison- und Gerberstraße, Am Brandteich sowie auf dem Abteiweg mit seinen Nebenstraßen (Von-Galen-, Von-Ketteler-Straße sowie Schleiermacher- und Wichernstraße) gelten.

Wegen der Parkplatzsituation rund um die Süßwaren-Akademie in Gräfrath sind seit Jahren die Politik, Anwohner, Vermieter und Vertreter der Fachschule auf der Suche nach Lösungen. Bei der Parkplatznot sieht die Politik die Fachschule am Zug.

Auf der Ziegelstraße und umliegenden Strecken könnte ein neues Tempolimit für Beruhigung sorgen.Wald. Auch Wald soll eine neue Zone erhalten. Dies betrifft den Bereich zwischen der Baverter Straße, Weyerstraße und Altenhofer Straße mit der Freiheit-, Ziegel-, Itter-. und der Haaner Straße.

Auf der Ziegelstraße und umliegenden Strecken könnte ein neues Tempolimit für Beruhigung sorgen.

Höhscheid. In Höhscheid wird sich die Politik mit einem Wohngebiet befassen, das acht Straßen umfasst. Die Verkehrsplaner im Rathaus schlagen für eine Tempo-30-Zone die Gläßner-, Josef-, Borchert-, Fontane-, Hebbel-, Pilghauser, Hermelin- und die Roseggerstraße vor.

Die Entscheidungen fallen in den nächsten Wochen

Mit den Anregungen befassen sich jetzt die Bezirksvertretungen. Dort fällt jeweils auch die Entscheidung. Zumeist werden dort die Vorschläge übernommen, in einigen Fällen wurden sie in der Vergangenheit aber auch abgeändert.

TEMPO-30-ZONEN

VORGABEN Tempo-30-Zonen sollen mehr Sicherheit in Wohngebieten bringen oder dazu beitragen, dass weniger Schadstoffe ausgestoßen werden und weniger Verkehrslärm entsteht.

KOSTEN Die Einrichtung der vorgeschlagenen Zonen würde laut Rathaus 29 400 Euro kosten. Die entstehen durch neue Schilder und Markierungen auf den Fahrbahnen.

Als Erste tagen die Stadtteilpolitiker in Solingen-Mitte: am Mittwoch, 12. Juni (16 Uhr, Haus der Jugend, Dorper Straße 10-16). In den Wochen darauf tagen die Bezirksvertretungen Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid (Montag, 17. Juni, 17 Uhr, Verwaltungsgebäude Bonner Straße 100), Gräfrath (Dienstag, 18. Juni, 17 Uhr, Botanischer Garten, Orchideenhalle, Am Vogelsang 2a), Wald (Montag, 24. Juni, 17 Uhr, Walder Stadtsaal, Friedrich-Ebert-Straße 87) und Burg/Höhscheid (Donnerstag, 27. Juni, 16.15 Uhr, Gründer- und Technologiezentrum, Pliestersaal, Grünewalder Straße 29-31).

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