Prozess

Prügelattacke: Schläger (25) zahlt 2.000 Euro an sein Opfer

Das Wuppertaler Landgericht. Archivfoto: Leon Hohmann
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Das Wuppertaler Landgericht.

Die Zahlung erfolgt anstelle einer Haftstrafe.

Von Dirk Lotze

Solingen. Ein 25 Jahre alter Angeklagter aus der Innenstadt hat eine Prügelattacke mit einem Mittäter auf offener Straße von Januar 2020 gestanden. Opfer war ein zwei Jahre jüngerer Solinger aus seinem erweiterten Bekanntenkreis. Die Beteiligten kannten sich aus Schulzeiten. Der vorbestrafte Angeklagte erkämpfte sich im Berufungsprozess vor dem Landgericht Wuppertal eine Bewährungschance: Er braucht ein Jahr und zwei Monate Haft nicht zu verbüßen, dafür zahlt er seinem Opfer 2.000 Euro Schmerzensgeld in Raten. Für den Geschädigten war es durch ungünstige Umstände der dritte Überfall, bei dem er zu Schaden kam. Er befindet sich in Behandlung eines Therapeuten.

Durch das Geständnis steht das Geschehen rechtskräftig fest: Das Opfer benutzte am Abend des 17. Januar 2020 mit einem Begleiter einen Fußweg zwischen Goethestraße und Katternberger Straße, wo sich die Täter aufhielten. Es soll sich ein Gespräch um Kokain entwickelt haben, schließlich sei die Stimmung gekippt. Der Begleiter lief weg und rief die Polizei, der Hauptgeschädigte erlitt Schläge. Schließlich ließen die Angreifer von ihm ab und flüchteten. Eine Polizeistreife griff sie später am Weyersberg auf. Den Haupttäter der Attacke verurteilte das Landgericht im September wegen dieses und weiterer Geschehnisse zu vier Jahren und fünf Monaten Jugendstrafe ohne Bewährung.

Der 25-Jährige ist Facharbeiter und hat eine Drogentherapie durchlaufen. Im Prozess ging es für ihn zugleich um einen Übergriff vom Sommer 2020 auf eine früheren Partnerin, den er ebenfalls gestand.

Erst im Juni wurde ein Angeklagter nach einer Trunkenheitsfahrt und einem Angriff auf einen Polizisten zu einer Geldstrafe verurteilt.

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