Konzert nach dem Hochwasser

Proms sorgen für einen rundum gelungen Abend

Zu Beginn des Konzertes begrüßten die Proms ihre Gäste. Danach räumten sie die Bühne erst mal für zwei Solokünstler, ehe sie dem Publikum mit Coversongs einheizten. Foto: Christian Beier
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Zu Beginn des Konzertes begrüßten die Proms ihre Gäste. Danach räumten sie die Bühne erst mal für zwei Solokünstler, ehe sie dem Publikum mit Coversongs einheizten.

Musiker planten Benefizkonzert für die Hochwasserhilfe in kürzester Zeit

Von Anna Lauterjung

Solingen. Spaß, Leichtigkeit und Sommerfeeling für den guten Zweck: Trotz des bewölkten und kalten Wetters genoss am Mittwochabend ein großes Publikum die Musik der Coverband Proms aus Solingen bei einem Benefizkonzert für die Hochwasserhilfe. Es wurde getanzt, gesungen, geklatscht und die Hoffnung auf eine Art von Normalität genossen, während die Erlöse des Abends an die Hochwasseropfer in betreffenden Regionen wie Unterburg und Rüden gingen. Dafür hatten die Anwesenden beim Ticketkauf ihren eigenen Preis für den Eintritt festgelegt, von 15 bis 50 Euro. Wie viel schlussendlich zusammengekommen ist, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen. Noch müssen die Einnahmen aus verschiedenen Stationen zusammengerechnet werden – zum Beispiel auch die aus dem Getränkeverkauf.

Für die Band Proms war es das bisher größte Konzert. Saxofonistin Laura Hertel war es innerhalb von kürzester Zeit gelungen, den Abend zu organisieren. Ohne die vielen freiwilligen Helfer unter anderem vom Verein Waldmeister und die vielen Sponsoren sei das Event allerdings nicht möglich gewesen, betonte sie.

Bunter Musikmix macht den Abend abwechslungsreich

Bei dem Benefizkonzert traten drei verschiedene Solomusizierende und Bands auf. Alle von ihnen brachten eine andere Musikrichtung mit, so dass der Abend abwechslungsreich wurde. Den musikalischen Einstieg bot die Solingerin Leonora Kluth. Mit einer Mischung aus Pop, Jazz und Soul sowie ihrer charakteristischen und starken Stimme im Gepäck begeisterte sie das Publikum. So funktionierte es auch ohne Probleme, dass die Zuhörenden sie bei ihrem letzten Lied „Track Zwei“ sie enthusiastisch mit einem lauten „Yeah“ unterstützten.

Nach dem stimmungsvollen Auftakt folgte der Solinger Musiker und Poetry Slammer Jason Bartsch. In den fünf Liedern, die irgendwo zwischen Rap und Post-Punk lagen, bewies er seine humoristischen Fähigkeiten. Und die Witze landeten beim Publikum. Besonders die Lieder aus der Sicht eines Hundes und einer Katze sorgte für ein lautes Lachen, da sich viele der Anwesenden an ihr Haustier zu Hause erinnert fühlten.

Das Publikum machte aus dem Walder Markt- einen Tanzplatz

Mit voller Energie voraus fing dann der Hauptakt, die Band Proms, an. Ihre Begeisterung für die Musik ging direkt auf das Publikum über. Bereits ab dem ersten Lied „Treasure“ von Bruno Mars fingen die Ersten an, an den Stehtischen zu tanzen und begeistert mitzuklatschen. Mit der Guten-Laune-Musik ging es ohne Pause weiter. Zu Justin Timberlakes „Can’t Stop the Feeling“ und „Locked out of Heaven“ von Bruno Mars kam immer wieder die Aufforderung der Frontfrau Inga Hückeler, mitzusingen oder mitzuklatschen, dem die Anwesenden ohne Protest folgten. Auch bei „Sex on Fire“ von Kings of Leon oder Rihannas „Don’t Stop the Music“ leisteten sie tatkräftige Unterstützung. Damit keiner den Einsatz verpasste, wurde dann zu „Yeah“ von Usher ein Schild mit „Yeah“ hochgehalten.

Als die Dunkelheit über den Walder Marktplatz einbrach, löste es schließlich auch bei den Letzten die Hemmungen und das erstaunlich textsichere Publikum rappte und sprang zu „Jein“ von Fettes Brot mit. Spätestens als der Stimmungskracher „Everybody“ von den Backstreet Boys angespielt wurde, brauchte keiner eine Einladung mehr, um mitzusingen.

Bei Gloria Gaynors „I Will Survive“ und dem Gute-Laune-Hit „Walking on Sunshine“ von Katrina & The Waves legten sogar die ein oder anderen flotten Discofox auf den Asphalt. Ohne Frage hatten die Proms ihr Ziel erreicht: Einen Abend voller Leichtigkeit und Spaß für das Publikum zu bieten. Daher war es auch nicht verwunderlich, dass nach dem vorerst letzten Lied die Zuhörenden nicht lange still blieben und Rufe nach einer Zugabe laut wurden. Mit Bruno Mars „Uptown Funk“ und einem Mashup aus „Pump up the Jam“ von Koan Sound und Technotronic sowie Deichkinds „Remmidemmi“ beendeten die Proms um kurz vor 22 Uhr dann den rundum gelungenen Abend.

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