„MehrArtenRäume“

Projekt schafft Lebensraum für Insekten

Das Waldgebiet hinter der Ketzberger Kirche könnte ein Mehr-Arten-Raum werden. Das bestimmen die Gräfrather selbst. Auch in vier anderen Stadtteilen startet jetzt das Auswahlverfahren. Foto: Christian Beier
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Das Waldgebiet hinter der Ketzberger Kirche könnte ein Mehr-Arten-Raum werden. Das bestimmen die Gräfrather selbst. Auch in vier anderen Stadtteilen startet jetzt das Auswahlverfahren.

Stadt Solingen will fünf Flächen als kleine, stadtnahe Biotope ertüchtigen.

Von Philipp Müller

Solingen. Gleich drei Flächen stehen für die Gräfrather zur Auswahl, auf denen künftig Erlebnisräume für Menschen und bessere Lebensbedingungen für Insekten geschaffen werden sollen. In einer offenen Runde per Video-Konferenz stellte der Stadtdienst Natur und Umwelt das Projekt und das Abstimmungsverfahren vor. Zugleich wurde bei den Teilnehmenden darum geworben, sich selbst bei der Gestaltung des Projekts aktiv einzubringen.

In fünf Stadtbezirken soll in einer ersten Runde zusammen mit den Anwohnern jeweils eine Fläche ausgesucht werden. Unter dem Titel „MehrArtenRäume“ ist das ein Projekt des Stadtdienstes Natur und Umwelt Solingen. Es läuft im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt. Es wird mit 345 000 Euro durch das Bundesamt für Naturschutz, mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Stadt Solingen möchte für mehr Grün sorgen

Die Auswahl in Gräfrath treffen die Anwohner und Teilnehmer der ersten Video-Konferenz unter einer Wiese an der Cheruskerstraße, einem Waldgebiet hinter der Ketzberger Kirche und einem von Wildwuchs geprägten Hang am Mühlenteich in Höhe der Kreuzung Wuppertaler Straße mit der Straße Roggenkamp.

Insektenhotels, Obstwiesen und Naturerfahrungsraum - Das alles soll entstehen

Marie Thöne erläuterte zunächst das große Ziel. Die Mitarbeiterin des Stadtdienstes Natur und Umwelt nannte Insektenhotels als bauliche Maßnahme neben weiteren Bearbeitungen der Flächen und neuen Pflanzen wie Obstwiesen als besseren Lebensraum für die Insekten. Zugleich sollen die Flächen nicht nur Biotop sein, sie werden bewusst auch als Naturerfahrungsraum für Anlieger gestaltet.

In Gräfrath interessierten sich gut 15 Anwohner für das Projekt. Sophia Merrem vom Forum für soziale Innovation führte zusammen mit Marie Thöne die Gruppe dann auf eine Internetseite, auf der Ideen für die neuen Biotope gesammelt werden konnten. Zugleich konnte angegeben werden, wie man sich einbringen will. In einer zweiten Runde wurden die Pros und Kontras für die drei Gebiete gesammelt.

Projekt zieht viele kompetente Interessenten an

Der Teilnehmerkreis war durchaus prominent und fachkundig besetzt. Dr. Jan Boomers von der Biologischen Station Mittlere Wupper stellte einige praktische Ideen vor. Prof. Dr. Stefan Geisen lehrt zwar als Biologe in den Niederlanden, lebt aber in Gräfrath und will sich mit seiner Kenntnis einbringen. Christian Robin von der Initiative „Rettet das Ittertal“ war genauso vertreten wie auch Ulrike Boehrl von der Kita In der Freiheit.

Sie alle erhalten – wie auch die Teilnehmenden der künftigen Auswahl-Veranstaltungen – die Ergebnisse des ersten Aufschlags. Am Ende soll über eine möglichst lokale Ausschreibung ein Landschaftsarchitekturbüro dieses Jahr die Umsetzung der Ideen planen.

Teilnahme: Mehr Infos zu den Gräfrather Flächen und den anstehenden Terminen (Wald, am 25. Januar; Ohligs am 1. Februar; Höhscheid am 3. Februar; Mitte am 8. Februar jeweils um 18 Uhr) unter:https://www.mehrartensolingen.de/

Wer abstimmen möchte, erhält Infos dazu per E-Mail: treffen@mehrartensolingen.de

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