Projekt im Kinder- und Jugendtreff

Schüler planen ihre eigenen Freizeitangebote

Günther Schmitz, Leiter des Kinder- und Jugendtreffs Friedenstraße, stellte gestern in der Klasse 7c der Geschwister-Scholl-Schule in gemütlicher Atmosphäre die Aktion vor.
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Günther Schmitz, Leiter des Kinder- und Jugendtreffs Friedenstraße, stellte am Mittwoch in der Klasse 7c der Geschwister-Scholl-Schule in gemütlicher Atmosphäre die Aktion vor.

Kinder- und Jugendtreff Aufderhöhe nimmt mit der Geschwister-Scholl-Gesamtschule am bundesweiten Projekt „Aufholen nach Corona“ teil,

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Seit über 18 Monaten, seit Beginn der Corona-Pandemie, waren es besonders die Kinder und Jugendlichen, die auf vieles verzichten mussten. „Kein Kino, kein Schwimmbad, keine Geburtstagsfeiern, keine Klassenfahrten.“ Günther Schmitz, Leiter des Kinder- und Jugendtreffs Friedenstraße in Aufderhöhe, zählt auf, was alles nicht ging. Jetzt heißt es „Aufholen nach Corona“. Gemeinsam mit der Geschwister-Scholl-Gesamtschule beteiligt sich der Kinder- und Jugendtreff an dieser bundesweiten Aktion.

In dieser Woche ist das Team des Jugendtreffs in den Klassen 5 bis 7 der Gesamtschule am Standort Uhlandstraße, in direkter Nachbarschaft der Jugendeinrichtung zu Gast. „Wir haben hier in einem Klassenraum unsere ,Veränderbar‘ aufgebaut und möchten mit der Aktion erfahren, was bei den 10- bis 14-Jährigen wirklich gewünscht wird“, so der Einrichtungsleiter. In jeder Klasse der drei Jahrgänge verbringt das Team eine Schulstunde, über 600 Schüler sind in das Projekt eingebunden. „Die Kooperation mit der Gesamtschule ist prima, weil Schule nun mal der einzige Ort ist, wo man alle Kinder und Jugendlichen erreicht.“

„Was würdet ihr nach der Corona-Zwangspause gerne machen?“ Diese Frage steht im Mittelpunkt des Angebots, bei dem es sich die Jungen und Mädchen in der „Veränderbar“ in Liegestühlen bequem machen konnten. Die Ideen werden aufgeschrieben und klassenweise vom Jugendtreff-Team ausgewertet. „Nächste Woche kommen wir dann noch einmal in die Schule und haben für jede Klasse vier bis fünf konkrete Aktionen als Einladung dabei.“

Projekt „Aufholen nach Corona“: Aktionen sollen jetzt schnell realisiert werden

Es sei wichtig, die Freizeitangebote jetzt ganz schnell umzusetzen. Die dürfen durchaus auch etwas kosten. Finanziert werden die Angebote über das Bundesprogramm „Aufholen nach Corona“. Besuche von Kletterparks, Fußballstadien oder Schwimmbädern standen schon auf den Karten. „Und da wo Zocken als Wunsch geäußert wurde, versuchen wir, im ,Haus des Gamings‘ ein größeres Event daraus zu machen oder ins Computerspiel-Museum nach Paderborn zu fahren“, so Schmitz. Viele Jugendliche wüssten gar nicht mehr, was alles möglich ist.

Am Mittwoch in der Klasse 7c wurde auch über einen Ausflug nach Holland ans Meer nachgedacht. „Mit den Freundinnen zwei Tage am Meer, das wäre toll“, haben die Freundinnen Tuana, Lamis, Lisa und die beiden Azras besonders die gemeinsamen Treffen vermisst.

Projekt „Aufholen nach Corona“: Auch ein Picknick stand auf den Wunschkarten

Bei Tim ist das Fußballtraining beim BSC Union Solingen coronabedingt oft ausgefallen. „Ich bin dann alleine gejoggt, aber gemeinsam macht alles mehr Spaß“, erzählt der Siebtklässler. Mit seinem Freund Berkecan würde er gerne ins Kino oder in den Trampolinpark High-Fly. „Oder wir machen einfach mal ein gemeinsames Picknick“, ergänzt Berkecan. Das haben sie auf ihre Wunschkarten geschrieben.

Die Auswertungen gehen auch an die Schulsozialarbeiter. „Dann können auch die Schulen schauen, was von den Ideen der Schüler vor Ort noch umgesetzt werden kann“, so Schmitz.

Offene Türen

Jugendtreffs: Neben dem Kinder- und Jugendtreff Friedenstraße in Aufderhöhe gibt es in Mitte das Haus der Jugend Dorper Straße sowie das Haus der Jugend Gräfrath an der Nibelungenstraße. Ergänzt wird das Angebot durch den Internationalen Jugendtreff „InterJu“ an der Nippesstraße in Ohligs und seit dem Sommer in Wald durch „Stresi 23“ an der Stresemannstraße.

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