Wilde Müllkippen

Probleme mit Vandalismus und Müll wachsen

An vielen Stellen quellen die öffentlichen Abfallbehälter über. Müll wird oft daneben oder im Umfeld abgelagert. Fotos: Christian Beier
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An vielen Stellen quellen die öffentlichen Abfallbehälter über. Müll wird oft daneben oder im Umfeld abgelagert.

Schäden kosten die Stadt vierstellige Euro-Beträge.

Solingen. Der Spaziergänger am Bertramsmühler Bach zeigt sich fassungslos. Was ihn entrüstet, ist der Zustand einer Sitzbank. Die vordere Latte der Sitzfläche wurde offenbar mutwillig zerstört, auf der Bank und rundherum stehen und liegen leere Bierflaschen. „Einfach nur traurig“, sagt der Wanderer. „Was geht in solchen Menschen vor sich?“ Im Rathaus macht Sprecherin Sabine Rische deutlich, dass es sich bei diesem Vandalismus nicht um einen Einzelfall handelt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie hätten solche Schäden – verglichen zu den Vorjahren – zugenommen, berichtet sie. Dadurch fielen pro Jahr Reparaturkosten von 6000 Euro alleine für das Material an. Und damit nicht genug: Noch größer sei das Problem mit wilden Müllkippen.

Für die Reparatur von Bänken und die Entsorgung von Müll sind die Technischen Betriebe Solingen zuständig

Für die Reparatur von Bänken und die Entsorgung von Müll sind die Technischen Betriebe Solingen zuständig. Dies gilt auch für illegal abgelagerten Müll im öffentlichen Raum. Zumeist lassen sich die Verursacher nicht oder nur schwer ermitteln.

Unbekannte zerstörten eine Sitzbank am Bertramsmühler Bach.

Zerstört oder beschädigt werden nach Risches Angaben Bänke, Brücken und auch Schilder. Bei den Technischen Betrieben bemühe man sich darum, solche Schäden möglichst schnell zu reparieren. Die Rathaussprecherin wirbt aber um Verständnis dafür, dass dies nicht immer sofort erledigt werde. Sie berichtet: „Es kann einige Tage dauern, da Kleinaufträge gebündelt werden. Es macht einfach keinen Sinn, für den Austausch eines einzelnen Bankbrettes quer durch das Stadtgebiet zu fahren.“

Stadt Solingen appeliert an Verantwortungsgefühl der Bürger

Um Schäden zu vermeiden, könne die Stadt laut Rische nur an das Verantwortungsgefühl und die Zivilcourage der Bürger appellieren. Rische: „Kontrollen alleine werden das Problem wahrscheinlich nicht lösen können.“

Auch das Müllproblem sei in Coronazeiten gewachsen. Trotz häufiger Leerungen seien die Müllbehälter oft überfüllt. Spätestens dann werde an vielen Stellen der Unrat einfach im Umfeld der Mülleimer abgelegt. Viele Kartons, wie zum Beispiel solche für Pizza, seien auch zu groß für die öffentlichen Abfallbehälter. Sie müssten an geeigneter Stelle woanders entsorgt werden.

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