Bürgerpreis 2022

Preisträgerin Barbara Eufinger ist seit Jahrzehnten aktiv

Barbara Eufinger (3. v. r.) erhielt den Solinger Bürgerpreis 2022. Urkunden und Geldpreise bekamen auch die ebenfalls nominierten Stefano de Nuccio (2. v. l), Regina Brabender (4. v. l.) und Benny Kaßler (2. v. r.). Den Preis überreichten Stefan Grunwald (4. v. r.),Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse, OB Tim Kurzbach (3. v. l.) als Schirmherr des Bürgerpreises und ST-Verleger Michael Boll (r.). Thorsten Kabitz, Chefredakteur von Radio RSG, moderierte die Übergabe des Bürgerpreises.
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Barbara Eufinger (3. v. r.) erhielt den Solinger Bürgerpreis 2022. Urkunden und Geldpreise bekamen auch die ebenfalls nominierten Stefano de Nuccio (2. v. l), Regina Brabender (4. v. l.) und Benny Kaßler (2. v. r.). Den Preis überreichten Stefan Grunwald (4. v. r.),Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse, OB Tim Kurzbach (3. v. l.) als Schirmherr des Bürgerpreises und ST-Verleger Michael Boll (r.). Thorsten Kabitz, Chefredakteur von Radio RSG, moderierte die Übergabe des Bürgerpreises.

Barbara Eufinger erhielt den Solinger Bürgerpreis 2022. Alle vier Nominierten wurden ausgezeichnet.

Von Anja Kriskofski und Andreas Tews

Solingen. Den Bürgerpreis 2022 erhielt eine Frau, die sich an vielen Stellen für benachteiligte Menschen einsetzt. Die meisten Leser des Solinger Tageblatts entschieden sich bei der Abstimmung für Barbara Eufinger. Bei der Preisverleihung in den Räumen der Stadt-Sparkasse würdigte der Vorstandsvorsitzende der Stadt-Sparkasse Solingen, Stefan Grunwald, aber auch die drei anderen Nominierten: Stefano de Nuccio, Regina Brabender und Benny Kaßler.

Den Bürgerpreis vergab die Stadt-Sparkasse zum sechsten Mal. Das Solinger Tageblatt (als Mit-Initiator) und Radio RSG unterstützen die Aktion. Mit dem Preis werden Menschen ausgezeichnet, die sich im besonderen Maß ehrenamtlich für die Allgemeinheit einsetzen. Auch in diesem Jahr hatten die ST-Leser etliche „Helden des Alltags“ für den Preis vorgeschlagen. Eine Jury hatte schließlich die vier Nominierten ausgewählt. Über die Preisträgerin entschieden schließlich wieder die Leser des Solinger Tageblatts.

Die 56-jährige Barbara Eufinger ist seit Jahrzehnten ehrenamtlich in der Klingenstadt aktiv. Sie freue sich über die Auszeichnung „und über die Öffentlichkeit, die die Projekte dadurch bekommen“. Bescheiden verweist Eufinger auch lieber auf viele weitere Menschen, die sich ebenfalls für andere einsetzen, zum Beispiel die Stadtteilfrauen.

„Einfach Ärmel hochkrempeln und loslegen.“

Barbara Eufingers Rat für ehrenamtlich Tätige

Begonnen hat ihr Engagement in der Tschernobyl-Hilfe von Pro Ost. Daraus sei immer mehr entstanden. Sie arbeitet beim Verein „Füreinander“, wo sie das Leselernhelfer-Projekt aufbaute, ebenso mit wie im Internationalen Frauenzentrum (IFZ), im Förderverein der Notschlafstelle und im Serviceclub der Soroptimistinnen. Im Palliativen Hospiz Solingen am Botanischen Garten hat sie sich zur Sterbebegleiterin ausbilden lassen. Für den Verein Solingen hilft reist sie Ende Juni wieder nach Lesbos, um Flüchtlingen auf der griechischen Insel zu helfen. Rund 20 Stunden pro Woche steckt sie in ihr ehrenamtliches Engagement: „Die Kinder sind groß, das passt schon.“ Ihr Preisgeld von 1000 Euro will Eufinger dem Internationalen Frauenzentrum zukommen lassen. Was sie anderen rät, die sich ehrenamtlich engagieren wollen? „Einfach Ärmel hochkrempeln und loslegen.“

Jeweils 500 Euro für ihre Vereine oder Initiativen erhielten die anderen Nominierten: Einer von ihnen ist Stefano de Nuccio. Er packt in vielen Gräfrather Vereinen regelmäßig mit an. Regina Brabender gilt seit der Juliflut von 2021 als gute Seele von Burg. Sie unterstützt viele Betroffene bei der Beseitigung der Schäden. Benny Kaßler ist nicht nur ehrenamtlicher stellvertretender Führer der Feuerwehr-Löscheinheit Böckerhof. Als Vorsitzender des Vereins „Kommando Kultur“ organisiert er seit 2013 auch das regelmäßig stattfindende Phunk-Department-Open-Air im Walder Stadtpark.

Bei der Feierstunde hob Sparkassen-Chef Grunwald, die Bedeutung ehrenamtlich engagierter Menschen für die Allgemeinheit hervor. Sie trügen einen großen Teil zum Zusammenhalt bei. Dies sei ein wichtiger Grund dafür, dass sein Haus den Bürgerpreis unterstütze.

ST-Verleger Michael Boll betonte, dass mit dem Preis nicht nur die Preisträgerin ausgezeichnet werde, sondern auch die drei weiteren Nominierten. Auch sie hätten eine Wertschätzung durch die Preisvergabe und die vorangegangene ausführliche Berichterstattung im ST verdient.

Aus Sicht von Oberbürgermeister Tim Kurzbach sind die vier Preisträger alle Mutmacher. Der OB ist Schirmherr der Aktion. Er fügte hinzu: „Das zeigt, dass trotz aktuell vieler schlechter Nachrichten, so viel Gutes in dieser Stadt passiert.“ Die Preisträger stünden für viele Alltagsheldinnen und Alltagshelden.

Thorsten Kabitz, Chefredakteur von Radio RSG, der die Preisverleihung moderierte, dankte auch den Familien der Preisträger. Sie seien ein wichtiger Rückhalt für die Ehrenamtlichen.

Preisträger

Die bisherigen Preisträger des Solinger Bürgerpreises sind: Renate Butz, Dr. Christoph Zenses, Andreas Griese, Uli Preuss, Daniel Marks und jetzt Barbara Eufinger.

Standpunkt von Andreas Tews: Nicht meckern, machen!

andreas.tews@solinger-tageblatt.de

Sie retten Menschen, betreuen sporttreibende Kinder, organisieren Hilfe für andere, packen bei Veranstaltungen mit an oder übernehmen politische Verantwortung für ihre Stadt: Ehrenamtlich tätige Menschen begegnen uns in vielen Bereichen des Lebens. Unsere Umgebung, der Alltag, aber auch die Freizeit sähen ohne sie anders aus. Weniger bunt und lebenswert, nicht so vielfältig. Leider fehlt es oft an der nötigen Wertschätzung, die diesen Menschen entgegengebracht wird.

Viele nehmen deren Engagement als selbstverständlich hin, manch einer beschwert sich gar, wenn einmal nicht alles glatt läuft – getreu dem Motto: Lass andere Gutes tun und meckere darüber. Für Menschen, die einfach die Ärmel hochkrempeln und loslegen, ist der Solinger Bürgerpreis eine Anerkennung. Zudem dienen die positiven Beispiele, die ausgezeichnet werden, als Vorbild und als Sensibilisierung für uns alle. Denn ihre Arbeit hat nicht nur bei einer Preisvergabe Respekt verdient.

Artikel vom 13.06.2022

Barbara Eufinger erhält den Bürgerpreis 2022

Stadt-Sparkasse, Solinger Tageblatt und Radio RSG zeichnen ehrenamtliches Engagement aus.

Barbara Eufinger setzt sich für Benachteiligte ein und erhält den Bürgerpreis 2022

Solingen. Solingen hat einen neuen „Helden des Alltags“. Der Bürgerpreis 2022 geht an die 56-jährige Barbara Eufinger. Seit gut 20 Jahren – es begann mit der Gründung des inzwischen „stillgelegten“ Vereins Pro-Ost – setzt sich die Familienfrau und Mutter dreier erwachsener Kinder dafür ein, benachteiligten Menschen zu helfen.

Das waren die Kandidaten des Solinger Bürgerpreises 2022.

Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Stefan Grunwald überreichte ihr den Preis gestern bei einer kleinen Feierstunde. Zu den ersten Gratulanten gehörten Oberbürgermeister Tim Kurzbach als Schirmherr der Aktion und Tageblatt-Verleger Michael Boll: Das ST ist Mit-Initiator der Aktion.

Als Preisgeld erhielt Eufinger 1000 Euro, die sie für ihre Projekte verwenden kann. Sie setzt sich ehrenamtlich in vielen Organisationen für Benachteiligte ein. „Ich freue mich über die Öffentlichkeit, die die Projekte bekommen“, sagte sie gestern.

Außerdem nominiert waren Regina Brabender, Stefano de Nuccio und Benny Kaßler. Sie erhielten jeweils 500 Euro Preisgeld. asc/ate

Preisträger der vergangenen Jahre

Der Solinger Bürgerpreis wurde zum sechsten Mal verliehen. Ausgezeichnet wurden:

2017: Renate Butz, für ihren Einsatz für Kinder aus Tschernobyl.

2018: Dr. Christoph Zenses, der unter anderem in der Flüchtlingsarbeit aktiv ist.

2019: Andreas Griese, engagiert in der Behindertenarbeit.

2020: Uli Preuss, für den Einsatz in vielen sozialen Projekten.

2021: Daniel Marks, für die Initiative „Hey, Alter“

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