Nachhaltigkeitsstrategie

Politiker beschließen Schutzstreifen für Radfahrer

Die beidseitige Markierung mit Radschutzstreifen auf der Höhscheider Straße führt zu einem Wegfall von Parkplätzen auf dem Gehweg. Die Verwaltung soll die Anwohner frühzeitig über mögliche Alternativen informieren. Foto: Christian Beier
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Die beidseitige Markierung mit Radschutzstreifen auf der Höhscheider Straße führt zu einem Wegfall von Parkplätzen auf dem Gehweg. Die Verwaltung soll die Anwohner frühzeitig über mögliche Alternativen informieren.

Mühlenstraße und Höhscheider Straße werden in diesem Jahr „grundhaft erneuert“. Die Parkplätze fallen in einem Abschnitt weg.

Solingen. Auf der Mühlenstraße und Höhscheider Straße soll es bald sogenannte Schutzstreifen für den Radverkehr geben. Das beschlossen die Politiker der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid. Der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität und Wohnungswesen (AKUMW), der am 11. März tagt, muss dem Beschluss noch zustimmen.

Für den Straßenzug Mühlenstraße/Höhscheider Straße bis Uhlandstraße hat die Verwaltung bereits einen Förderantrag für die „grundhafte Erneuerung“ bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht. Die Bewilligung wird für April oder Mai erwartet, noch in diesem Jahr soll laut Stadt gebaut werden. Im Anschluss daran werde dann die Markierung neu aufgetragen.

Die Politiker folgten am Montagabend einer Empfehlung der Verwaltung, die Schutzstreifen ab der Unterführung Viehbachtalstraße in Richtung Aufderhöhe (Höhscheider Straße) auf beiden Seiten der Straße vorsieht. Auf der Mühlenstraße ist eine Markierung aus Platzgründen nur auf einer Seite möglich – sie soll bergauf geplant werden.

Die beidseitige Markierung auf der Höhscheider Straße geht einher mit einem Wegfall von Parkplätzen in Höhe der Häuser Höhscheider Straße 48-68. Laut Carsten Knoch, Leiter der Abteilung für Mobilität und generelle Planung bei der Stadt, sei das Parken dort auf dem Gehweg ohnehin nicht ausgewiesen, sondern werde nur geduldet – und schade auch der Bausubstanz des Gehwegs. Außerdem verbessere der beidseitige Schutzstreifen die Situation für Radfahrer in größerem Maße – und erhöhe die Verkehrssicherheit.

Die Stadt hat sich in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie unter anderem zum Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil zu erhöhen und die Infrastruktur systematisch auszubauen. Am liebsten, so Knoch, hätte man einen gebauten Radweg geplant, dafür fehle aber schlicht der Platz. Die markierten Schutzstreifen seien daher die „bestmögliche“ Lösung. Diese Streifen dürfen von Kraftfahrzeugen befahren werden, sofern sie zu diesem Zeitpunkt nicht von Radfahrern genutzt werden – daher benötigen sie baulich weniger Platz als Radwege.

Der Beschluss der BV war einstimmig. Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (CDU) betonte in der Sitzung – wie auch die Grünen – die Wichtigkeit der Verbindung insbesondere für Schulen und Kindergärten. Claudia Ring, Fraktionssprecherin der Grünen in der BV, wertete zuvor den Wegfall der Stellplätze als Problem. Die Verwaltung solle daher die Anwohner frühzeitig informieren: „Gibt es die Möglichkeit, in der Nähe Anwohnerparken auszuweisen – oder mietbare Stellplätze zu vermitteln?“, fragte Ring.

Noch keine Ergebnisse zu Verkehrsinseln an der Weststraße

Ebenfalls mehr für den Radverkehr soll getan werden zwischen Bussche-Kessel-Weg und Bonner Straße. Ein CDU-Antrag, eine Asphaltierung des Waldwegs dort oder alternativ andere Verbesserungen für Radfahrer zu prüfen, wurde einstimmig angenommen. Zuvor war der Antrag um einen von SPD, Grünen und Linken erweitert worden. Es wird nun auch geprüft, ob eine Radverbindung von der Kreuzung Bonner Straße-Langhansstraße Richtung Löhdorf über die Brücke der L 288 über das Viehbach-Rückhaltebecken möglich ist.

Nicht besprochen wurde die Umgestaltung der Verkehrsinseln im Bereich Weststraße – seit Anfang 2019 ist zum Beispiel eine mögliche Nutzung für Außengastronomie im Gespräch. Die Verwaltung möchte aber unter anderem Ergebnisse der Fortschreibung des Nahverkehrsplans in die Planungen einfließen lassen.

Zuschuss und Sprechstunde

Geld für Freizeitpark: Der Förderverein Freizeitpark Aufderhöhe hatte die Bezirksvertreter um 2.000 Euro Zuschuss für einen neuen Aufsitz-Rasenmäher gebeten. Das wurde einstimmig bewilligt.

Sprechstunde: Künftig gibt es zu Beginn jeder Sitzung der Bezirksvertretung den Tagesordnungspunkt „Einwohnersprechstunde“. Dort können Anliegen vorgetragen werden, welche den Bezirk betreffen.

City 2030: Für City-Verkehr kommt Gesamtkonzept.

Über die Solinger Wohnsituation erfahren Sie hier mehr.

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