Verkehrssicherheit

Politik fordert Tempo 20 am Busbahnhof

Die roten „Aufmerksamkeitsstreifen“ werden in den Sommerferien entfernt. Im Bereich Ohliger Tor will die Stadt sie durch einen Zebrastreifen ersetzen.
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Die roten „Aufmerksamkeitsstreifen“ werden in den Sommerferien entfernt. Im Bereich Ohliger Tor will die Stadt sie durch einen Zebrastreifen ersetzen.

Die Diskussion um den Verkehr auf dem Graf-Wilhelm-Platz geht weiter.

Von Andreas Tews

Solingen. Die Verkehrssituation am Busbahnhof Graf-Wilhelm-Platz sorgt weiter für Diskussionen. Die Entscheidung der städtischen Unfallkommission, die an drei Stelen vorhandenen roten „Aufmerksamkeitsstreifen“ für Fußgänger zu entfernen und durch einen Zebrastreifen und zwei neue, leicht farblich abgesetzte Aspaltflächen zu ersetzen, stieß in der Bezirksvertretung Mitte nicht nur auf Zustimmung.

Ein Antrag, die Streifen durch rote Asphaltflächen zu ersetzen, scheiterte aber. Wohl aber schlossen sich die Stadtteilpolitiker mit den Stimmen von SPD, Grünen, Linken und BfS mehrheitlich der Forderung an, im Bereich des Busbahnhofs Tempo 20 einzuführen. Diese Regelung kommt jetzt nicht automatisch. Sie muss vom zuständigen Stadtdienst geprüft werden, be vor sie umgesetzt wird.

„Das ist Quatsch.“

Horst Janke (FDP) zu Forderungen nach roten Asphaltflächen

Die roten Streifen sind seit Jahren nicht nur umstritten, da sie für Missverständnisse zwischen Fußgängern und fahrenden Verkehrsteilnehmern sorgen. Sie gelten laut Carsten Knoch, Leiter der städtischen Abteilung für Verkehrsplanung, auch als Ursache für Unfälle. Verkehrsrechtlich hätten sie keine Bedeutung, schilderte er. Etliche Fußgänger vermuteten aber zu unrecht, dass sie – wie an einem Zebrastreifen – Vorrang hätten.

Für den Übergang am Ohliger Tor hat die Unfallkommission bereits entschieden, dass dort ein Fußgängerüberweg mit Zebrastreifen geschaffen wird. An den anderen Stellen sei dies aber aus verkehrsrechtlichen Gründen nicht umzusetzen. Haupt-Hinderungsgrund ist laut Knoch, dass zu viele Fahrspuren zu überqueren sind und diese im Sinne des Busverkehrs nicht eingeschränkt werden sollen.

Ihren ursprünglichen Antrag, die roten Streifen zu erneuern, zogen SPD und Grüne wegen der Entscheidung der Unfallkommission zurück. Hans-Eberhard Bisier (SPD) befürchtet aber, dass die von den Fachleuten vorgeschlagene neue Gestaltung nichts bringen werde. Darum sprach er sich – als einziger Sozialdemokrat – zusammen mit den Grünen für rote Flächen aus. Vor allem an der Kirchstraße wäre dies sinnvoll, unterstützte ihn Helga Bisier (Grüne). Es sei wichtig, die Fußgängerströme beim Überqueren der Fahrbahnen weiterhin zu bündeln. Farblich nur leicht abgesetzte Flächen hätten keinen Effekt. Möglich sei auch, eine andere markante Farbe zu wählen, weil rot durch die umstrittenen Streifen „verbrannt“ sei. Bezirksbürgermeister Hansjörg Schweikhart (CDU) hielt dem entgegen, dass die unklare Rechtslage durch rote Flächen nicht verändert werde.

Hans E. Bisier sieht den von der Kommission vorgeschlagenen Zebrastreifen am Ohliger Tor kritisch. Zum einen werde der den Busverkehr beeinträchtigen. Außerdem würden die meisten Fußgänger den Busbahnhof an einer anderen Stelle, nämlich an der Kirchstraße, überqueren.

Das von ihm ins Gespräch gebrachte Tempo 20 unterstützte Dietmar Gaida (Grüne). Dies und rote Flächen machen Auto- und Busfahrern nach seiner Ansicht deutlich, dass es sich um eine Gefahrenstelle handele. Laut Thomas Roth (CDU) würde auch dieses Tempolimit nichts bringen. Horst Janke (FDP) bezeichnete beide Forderungen Bisiers – rote Flächen und Tempo 20 – als „Quatsch“. Sonja Flemm (CDU) äußerte die Hoffnung, dass mit den Änderungen eine klare Regelung geschaffen werde. Sie regte an, auch die Wirkung der neuen Regelungen nach einer Zeit zu überprüfen.

Beschlüsse

Zuschüsse: Geld aus dem Etat der Bezirksvertretung erhalten: Telefonseelsorge: 300 Euro für Ausbildungsabende. Kita Kinderladen: 1500 Euro für Spielmaterialien. Initiativkreis Solingen: 1000 Euro für Trinkbecher, die er Veranstaltern bei Festen zur Verfügung stellen will.

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