3G wird bevorzugt

Solingen plant kein 2G für die Weihnachtsmärkte

Auf Schloss Grünewald soll es an den vier Adventswochenenden wieder stimmungsvoll zugehen – unter Corona-Bedingungen. Archivfoto: Uli Preuss
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Auf Schloss Grünewald soll es an den vier Adventswochenenden wieder stimmungsvoll zugehen – unter Corona-Bedingungen.

Die Organisatoren und Stadt sind hoffnungsvoll, dass die Veranstaltungen stattfinden können.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Zutritt nur für Geimpfte und Genesene? Mit dieser Frage sehen sich Organisatoren öffentlicher Veranstaltungen derzeit konfrontiert. In Duisburg ist eine Entscheidung gefallen: Dort kommt bei Kultur- und Freizeitveranstaltungen, die die Stadt ausrichtet, die 2G-Regel zum Einsatz. Davon betroffen ist unter anderem der Weihnachtsmarkt der Ruhrgebietsstadt. Ein Modell auch für Solingen? Danach sieht es nicht aus. Die Verwaltung plane derzeit keine eigenen Regelungen, sondern warte auf die Vorgaben des Landes, heißt es aus dem Rathaus.

Die bis zum 29. Oktober gültige Corona-Schutzverordnung Nordrhein-Westfalens sieht für Großveranstaltungen mit mehr als 2500 Besuchern unter freiem Himmel die sogenannte 3G-Regel vor. Zutritt erhält dementsprechend lediglich, wer geimpft, getestet oder genesen ist. Weihnachtsmärkte werden in den aktuellen Vorgaben noch nicht explizit erwähnt.

Auch die Veranstalter der Weihnachtsmärkte in Solingen planen aktuell nicht mit der 2G-Regel. „Der Großteil unserer Kunden ist zwar geimpft, wir würden momentan dennoch 3G bevorzugen“, erklärt Anke Peters. Sie veranstaltet den Romantischen Weihnachtsmarkt auf Schloss Grünewald in Gräfrath. Grundsätzlich sei sie froh, dass die Veranstaltung aller Voraussicht nach wieder stattfinden kann.

In den vergangenen Monaten habe man Erfahrungen mit Events unter Corona-Bedingungen sammeln können. Das sollen die Besucher an den vier Adventswochenenden spüren: „Wir planen mit wesentlich mehr Personal als normalerweise und zahlreichen Hygienemaßnahmen.“

Peters rechnet mit bis zu 4000 Besuchern am Tag. Erfahrungsgemäß verteilen die sich gleichmäßig über das Gelände und die Öffnungszeiten. Freitags ist der Markt sieben Stunden zugänglich, samstags und sonntags jeweils neun.

Zugangskontrollen wären in Wald und Ohligs problematisch

„Ich denke nicht, dass die 2G-Regel bei einer Veranstaltung dieser Größe notwendig ist“, sagt Frank Decker. Er organisiert den Weihnachtsmarkt in der Solinger Innenstadt. Der Schausteller hofft, ab Mitte November an das Besucherniveau des Jahres 2019 anknüpfen zu können – am liebsten ohne Corona-Einschränkungen auf der Piazza in den Clemens-Galerien. In der großen Glühwein-Bude, die auch über einen Innenbereich verfügt, wolle man sich – Stand jetzt – an den aktuell für die Innengastronomie geltenden Regeln orientieren.

Auch in Wald und Ohligs planen die Verantwortlichen nicht, auf eigene Faust auf die 2G-Regel zu setzen. Dort seien Zugangskontrollen generell eine Herausforderung.

Die Organisatoren eint der Optimismus, dass die Märkte tatsächlich durchführbar sind. Die Stadt erklärt dazu: „Wir stehen mit den Veranstaltern in Kontakt. Nach derzeitigem Stand der Dinge können die Märkte stattfinden.“

Inzwischen ist auch klar, dass am 11. und 12. Dezember ein Weihnachtsmarkt auf dem Fronhof stattfinden soll. Die Entscheidung hatte der ausrichtende Werbe- und Interessenring (WIR) davon abhängig gemacht, ob der Stadtrat für einen parallel stattfindenden verkaufsoffenen Sonntag in der City stimmt. „Wir sind mit Hochdruck in die Vorbereitungen eingestiegen“, betont WIR-Vorsitzender Detlef Ammann.

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