Gemeinde

Pfarrer Funke wechselt von Ohligs nach Düsseldorf

Pfarrer Meinrad Funke verlässt St. Sebastian und die Kirche St. Joseph.
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Pfarrer Meinrad Funke verlässt St. Sebastian und die Kirche St. Joseph.

Seelsorger verlässt auf eigenen Wunsch Solingen. Die Zukunft der Pfarrstelle ist offen.

Von Andreas Tews

Solingen. Die Nachricht vom bevorstehenden Wechsel von Pfarrer Meinrad Funke nach Düsseldorf bedauern viele Gläubige in der katholischen Pfarrgemeinde St. Sebastian. Zum 1. August wechselt er auf eigenen Wunsch, wie er betont, als Krankenhausseelsorger in die Düsseldorfer Uniklinik. Ob seine Stelle als Leitender Pfarrer für Ohligs, Aufderhöhe, Merscheid und Wald wieder besetzt wird, lässt das Kölner Erzbistum offen.

Funke ist seit acht Jahren Pfarrer vor allem für Ohligs. Insgesamt ist er seit 25 Jahren als Pfarrer tätig. In den vergangenen Jahren hat er unter anderem die Fusion der katholischen Gemeinden im Solinger Westen mit organisiert.

In dem damit verbundenen gewachsenen organisatorischen Aufwand liegt ein Grund dafür, dass er Erzbischof Rainer Maria Woelki darum gebeten hat, ihn von seinen Aufgaben in St. Sebastian zu entbinden. Management liege ihm nicht so sehr, erklärt der 59-Jährige im Gespräch mit dem ST. „Ich sehe mich als Seelsorger und bin kein Mensch, der gerne mit Zahlen arbeitet.“ Seit 25 Jahren habe er eine Strukturdebatte der katholischen Kirche nach der anderen miterlebt. Dies sei sehr mühsam. Hinzu komme seine seit 2016 bestehende körperliche Behinderung. In den vergangenen Jahren habe er über seine gesundheitlichen Verhältnisse gelebt.

Dennoch falle ihm der Abschied aus der Gemeinde nicht leicht. In ersten Reaktionen aus der Gemeinde sei ihm gegenüber nicht nur viel Bedauern, sondern auch Verständnis geäußert worden.

Die Stelle könnte baldgestrichen werden

In einem offenen Brief an die Gemeinde erklärt Funke, dass es in den kommenden Jahren ohnehin auf einen Weggang hinausgelaufen wäre. Dies erklärt er im ST-Gespräch mit einer Strukturdebatte innerhalb des Erzbistums. Er geht davon aus, dass es künftig nur noch einen Leitenden Pfarrer in Solingen geben werde. Derzeit sind es zwei: Funke und Stadtdechant Michael Mohr, der als Pfarrer für die Gemeinden St. Clemens und St. Johannes der Täufer zuständig ist.

In einem Brief an die Gläubigen in Solingen lässt das Erzbistum offen, ob die Stelle in St. Sebastian wieder besetzt wird. Weil es zunehmend schwerfalle, neue Pfarrer zu gewinnen, solle es künftig nur noch 60 „Pastorale Einheiten“ im Erzbistum geben. Wie sich dies auf die Nachbesetzung in St. Sebastian auswirkt, soll im Frühjahr mitgeteilt werden.

Funke selbst hofft, dass er sich an der Uniklinik wieder mehr auf die Seelsorgearbeit konzentrieren kann. „Es wird auch viel Arbeit sein, aber eine andere Arbeit.“

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