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Solingen Party gewinnt 550 Rasspe-Fans

Jan & Jascha, hier auf der Bühne, spielten einige Stücke aus ihrem Programm. Das ehemalige Schraubenlager wurde von der Wirtschaftsförderung zu einem außergewöhnlichen Veranstaltungsort umfunktioniert.
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Jan & Jascha, hier auf der Bühne, spielten einige Stücke aus ihrem Programm. Das ehemalige Schraubenlager wurde von der Wirtschaftsförderung zu einem außergewöhnlichen Veranstaltungsort umfunktioniert.

Die Wirtschaftsförderung hatte in die frühere Lagerhalle eingeladen. Das Gelände soll als moderner Firmen-Standort vermarktet werden.

Von Jutta Schreiber-Lenz und Philipp Müller

„Nicht schick, aber eben einzigartig“ – unter diesem Motto stand die Solingen Party mit 550 Gästen. Diesmal fand das große „Netzwerk“-Treffen der Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung nicht im Gründer-und Technologiezentrum statt. Die Macher der Wirtschaftsförderung hatten bewusst das ehemalige Rasspe-Gelände als Veranstaltungsort ausgesucht.

Und das mit Erfolg. „Um vier Uhr sind die letzten Gäste nach Hause gefahren“, berichtet Frank Balkenhol, Chef der Wirtschaftsförderung, gestern. „Wir haben 550 Fans für Stöcken gewonnen.“ Er sieht das Konzept, das künftige Gewerbegebiet mit der Solingen Party vorzustellen, als voll aufgegangen an.

Solingen Party in ehemaliger Rasspe-Halle

 © Christian Beier
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„Wir wollen von Rasspe aus gemeinsam in die Zukunft schauen: Dieses 175 Jahre alte Gelände mit großer Vergangenheit wird in den nächsten Jahren reaktiviert und als moderner Wirtschaftsstandort vermarktet“, sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) zur Begrüßung.

Party bot Cocktails, Currywurst und mehr in der großen Halle

„Schick“ war das ehemalige Schraubenlager vielleicht tatsächlich nicht im klassischen Sinne. Das Organisations-Team der Wirtschaftsförderung hatte sich jedoch erfolgreich viel Mühe gegeben, es ansprechend herzurichten. Und die Atmosphäre, die es in diese zuvor karge Halle „gezaubert“ hatten, konnte sich sehen lassen. Michael Voos, Geschäftsführer der IT-Firma M 94, war auch gestern noch voll des Lobes: „Das war ein sehr, sehr schönes Fest. Das alte Flair des Gebäudes wurde liebevoll herausgeputzt.“ Auch die Beleuchtung des Geländes, kleine Details wie Themen-Graffiti, dazu den Shuttle-Service zu den Parkplätzen, lobte der Geschäftsmann.

Standpunkt von Philipp Müller

Speiseangebote wie Pizza, Currywurst oder Flat-Steaks machten klar: Es durfte kulinarisch rustikal sein. Viele Stehtische mit gemütlichen Barhockern in Korbgeflecht-Optik luden dazu ein, sich mit einem Drink von der „Rasspery Cocktail Bar“, einem Glas Sekt oder Wein gemütlich niederzulassen und ins immer größer werdende Menschengewimmel zu schauen.

Die zum kultigen Party-Ambiente herausgeputzte Noch-Industriebrache offenbarte überall Spuren der Vergangenheit: Staubblinde Fenster, eine auf „zwanzig vor drei“ stehengebliebene Fabrikuhr und ein altes Schild „Hier nicht rauchen“ bildeten einen spannenden Kontrast zum roten Läufer im Eingangsbereich. Die Espresso-Bar in Form eines Oldtimers in der „Café-Lounge“ war ein Hingucker.

Dazu gab es auch Programmpunkte. Das erfolgreiche Folkrock-Duo Jan & Jascha brach mit seiner erfolgreichen Heimathymne „Ich komm zurück“ schnell das Eis und sorgte eine Stunde lang mit ihren handgemachten Songs für gute Laune im Saal. Viele ließen sich durch die eingängigen Rhythmen und kessen Texte der beiden „Jungs“ zum Mitklatschen animieren.

DER ORT

RASSPE 1827 gründete der Landwirt und Kleineisenschmied Peter Daniel Rasspe die Fabrik zur Herstellung von Stiefeleisen. Schon bald wurden die Räume zu eng, woraufhin Rasspe sie geschickt an die Hauptverkehrsstraße von Solingen nach Elberfeld verlegte. Die Söhne Johann Abraham und Peter Isaak machten das Unternehmen zu einem der größten Industriekomplexe in Solingen.

Seit 1999, der ersten Schließung, war Wolfgang Rasspe-Dahmann nicht mehr auf dem Gelände. Der ehemalige Geschäftsführer war mit seiner Frau Barbara gekommen, die wie ihr Mann die Idee, die Brache „auf diese Weise noch mal besonders in der Fokus der Solinger zu rücken“, prima fand.

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