Vortrag der Kita Klingenbande

Pädagoge gibt Tipps: So verhindern Eltern, dass der Geduldsfaden reißt

Erziehung kann Stress bedeuten und mitunter Eltern derart fordern, dass ihnen der Geduldsfaden reißt.
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Erziehung kann Stress bedeuten und mitunter Eltern derart fordern, dass ihnen der Geduldsfaden reißt.

Sozialpädagoge Achim Schad gibt Tipps für mehr Freude und Gelassenheit im Familienalltag.

Von Tanja Alandt

Solingen. Pandemiebedingt per Zoom verfolgten 27 Teilnehmer am Montagabend den Vortrag des Sozialpädagogen Achim Schad „Verhindern, dass der Geduldsfaden reißt“. Eigentlich hatte das Ganze eine Präsenzveranstaltung werden sollen, berichtete Einrichtungsleiterin Julia Jarrar.

Im Interview sprach Ruth Karschewsky-Klingenberg vom Kinderschutzbund Solingen über die Situation der Jugend in der Pandemie.

An der rund zweistündigen Veranstaltung, die mit einer Power-Point-Präsentation und anschließender Fragerunde angereichert war, nahmen ebenfalls Elternteile außerhalb des Familienzentrums teil, beobachtete sie. Als zweifache Mutter gefielen ihr besonders die Beispiele, die der Referent aufführte. Darin erkannten sich zudem die anderen Eltern mit ihren Kinder wieder. Damit Familien „mehr Freude, Humor und Gelassenheit“ zurückgewinnen, gab Achim Schad hilfreiche Tipps, „die Stressfaktoren vermindern und den Stresslevel auf das geringstmögliche Maß reduzieren“ sollen.

Tipp: Den Kindern ein gutes Vorbild sein

Anstatt den Kindern etwas einzutrichtern, sie durch ständiges Belehren oder Kritisieren zu einem besseren Verhalten zu bewegen, sollte man Ihnen stattdessen ein gutes Vorbild sein, da sie gute und schlechte Verhaltensweisen übernehmen. Sie lernten vor allem durch Beobachtungen und Nachahmungen. Zu dem Wachstum eines Kindes gehöre wie bei einer Pflanze „Liebe und Sonne, die den Nährboden bilden“, anstatt „an den Blättern zu ziehen und zu zerren“, ermahnte er.

Klare Haltung zeigen

Weiter erklärte, wie schädlich eine „Jein-Haltung“ ist, mit der oft eine halbherzige Aufmerksamkeit einhergehe, die größere Probleme schaffe, da das Kind durch negatives, provokantes Verhalten mehr Aufmerksamkeit einfordere und dadurch ein Teufelskreis entstehe. Eine klare „Ja- oder Nein-Haltung“ ist daher wichtig, resümierte Schad und empfahl unter anderem die räumliche Trennung, um Eskalationen zu verhindern.

Bei Geschwisterkindern keine Partei ergreifen

Zudem riet er, Kindern zu erlauben, zu schmollen oder bockig zu sein, da sie Frustrationen erst für sich aufarbeiten müssten. Bei Geschwisterkonflikten empfahl er vor allem, keine Partei für eines der Kinder zu ergreifen und sie gegebenenfalls kurzzeitig voneinander zu trennen.

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