Ferien(s)pass

Organisatoren der Zeltstadt freuen sich auf ihre Feriengäste

Das Zeltstadtteam mit (v. l.) Simone Bickenbach, Maike Schmidt, Bastian Jaeger, Daniel Hermanns und Katja Müller setzt erneut auf niederschwellige Angebote.
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Das Zeltstadtteam mit (v. l.) Simone Bickenbach, Maike Schmidt, Bastian Jaeger, Daniel Hermanns und Katja Müller setzt erneut auf niederschwellige Angebote.

Vom 30. Juli bis zum 6. August ist in Gräfrath Zeit für die offene Zeltstadt.

Von Jonathan Hamm

Solingen. Die Sommerferien neigen sich ihrem Ende zu – für viele eigentlich kein Grund zur Freude. Doch traditionell öffnet in der letzten Ferienwoche die Offene Zeltstadt auf dem Gelände der ehemaligen Jugendherberge in Gräfrath. Eine gute Möglichkeit, nochmal „Kraft zu tanken, bis die Schule wieder beginnt“, findet Daniel Hermanns Leiter des Ferien(s)pass Solingen. Unter dem Motto „Komm wann du willst, bleib solange es dir gefällt!“ können Interessierte spontan für ein paar Stunden vorbeischauen oder gleich ihr Zelt für eine Woche aufschlagen.

Bereits zum fünften Mal findet die Zeltstadt auf der geräumigen Wiese in Gräfrath statt – das Projekt existiert jedoch schon seit über 20 Jahren. Aber: „Das Grundkonzept hat sich im Prinzip nie verändert“, erklärt Organisatorin Simone Bickenbach. Man wolle eine Stadtranderholung für Jugendliche ab 14 Jahren bieten und damit auch diejenigen ansprechen, die sich vielleicht keinen Urlaub leisten können. Grundsätzlich sei die Zeltstadt aber für jeden offen – schließlich sei auch für jeden etwas dabei. Tagsüber werden verschiedene Workshops und Freizeitprogramme angeboten. Egal ob etwas Sportliches wie Basketball oder Yoga, etwas Kreatives oder Handwerkliches – die Jugendlichen haben die Wahl.

Dieses Jahr sei auch der Umweltschutz ein großes Thema. „Wir beschäftigen uns immer mit verschiedenen Themen, die gerade akut sind“, erläutert Simone Bickenbach. So gebe es am Dienstag das Programm „Let’s OZcycle – aus Müll mach neu“ und einen „Deep Talk“ über Nachhaltigkeit, Umwelt und Politik sowie eine Kleidertauschbörse. Aber: „Man muss nicht an den Workshops teilnehmen. Das steht jedem frei“ – und genau diese Freiheit, selbst entscheiden zu können, stellt den Charakter der Veranstaltung dar. Man will unverbindlich, unkompliziert und niedrigschwellig sein.

„Hier geht es wirklich um die Gemeinschaft und da ist jeder herzlich willkommen“, stellt Daniel Hermanns klar. Das betont auch Organisatorin Katja Müller: „Das ist nach Corona-Zeiten ein wichtiger Punkt – dass es wieder möglich ist, sich zu treffen.“ Dieses Jahr gibt es auch eine Premiere: „Die Silent Disco“. Jeder Teilnehmer bekomme Kopfhörer ausgehändigt und könne dann selbst zwischen drei DJs auswählen. Das Resultat: „Leute mit verschiedenen Musikrichtungen können trotzdem miteinander feiern.“ Aber natürlich biete die Offene Zeltstadt wie in den vergangenen Jahren auch klassische Konzerte an und wolle damit den Solinger Bands eine Bühne bieten, sagt Daniel Hermanns. Dabei habe man Wert auf eine große Spannweite an Musikrichtungen gelegt, erläutert Organisator Bastian Jaeger. „Hier kann man mit 14 genauso Spaß haben wie mit 20.“ Die Zeltstadt lockte in den vergangenen Jahren nicht nur die Solinger nach Gräfrath. Auch aus der Umgebung kamen die Besucher. „Wir hatten sogar schon internationale Gäste“, erinnert sich Simone Bickenbach.

Durch die Zusammenarbeit mit dem Ferien(s)pass konnte man das Programm noch einmal erweitern „Wir kooperieren mit den lokalen Sportvereinen“, erklärt Daniel Hermanns. Mit dabei sind unter anderem der Reha- und Behinderten Sportverein (RBS), die Paladins und der Gräfrather Turn- und Sportverein (GTSV). „So können wir ganz viel Expertise in die Offene Zeltstadt reinholen.“ Dass diese wieder in solch einer Form auf die Beine gestellt werden konnte, bezeichnet er als „große Teamleistung“, denn das Projekt lebt vom ehrenamtlichen Engagement. „Das klappt in Solingen gut“, freut er sich. „Wir hoffen auf ein erfolgreiches Jahr“, erklärt Bastian Jaeger. „Je mehr Leute kommen, desto schöner wird es.“ Die Besucher erwarte „ein vielfältiges durchdachtes von Ehrenamtlern ins Leben gerufene Programm, wo für jeden etwas dabei ist“, fasst Simone Bickenbach zusammen.

Offene Zeltstadt

Die Zeltstadt öffnet am Samstag für eine Woche bis zum 6. August und ist für alle Jugendlichen ab 14 Jahren gedacht. Der Aufenthalt für eine Woche kostet 60 Euro. Eine Übernachtung kostet
10 Euro und der Besuch einer Abendveranstaltung drei Euro. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Bei Bedarf kann ein Zelt vom Veranstalter gestellt werden. Weitere Informationen zum Programm findet man unter:

www.zeltstadt.de

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