Stipendiaten erst wieder Mitte 2021

Orchesterakademie der Symphoniker reagiert auf Corona-Pandemie

Bei einem Vorspiel wird die Nachfolgerin der letzten Stipendiatin für das Fach Dirigieren, Clara Maria Bauer, gesucht. Foto: Michael Schütz
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Bei einem Vorspiel wird die Nachfolgerin der letzten Stipendiatin für das Fach Dirigieren, Clara Maria Bauer, gesucht.

Die Orchesterakademie bietet jungen Musikern die große Chance, mit dem Berufsorchester zu arbeiten.

Von Philipp Müller

Solingen. Die Orchesterakademie der Bergischen Symphoniker bietet jungen Musikern aus dem Bereich der Klassik jährlich die große Chance, mit dem Berufsorchester der beiden Städte Remscheid und Solingen zu arbeiten. Doch in der laufenden Spielzeit wurden keine Stipendien vergeben. Damit reagierte die Akademie auf den stark eingeschränkten Spielbetrieb der Symphoniker. Das Orchester selbst ist zu großen Teilen in Kurzarbeit.

„Der Akademievorstand hat deshalb in Absprache mit dem Kuratorium der Orchesterakademie beschlossen, in der laufenden Konzertsaison 2020/21 außer der vom Land NRW finanzierten Dirigierstipendiatin keine Instrumentalstipendien zu vergeben“, berichtet Tilla Clüsserath, die Geschäftsführerin der Akademie. Die Dirigentin, die ein Jahr lang mit dem Orchester arbeiten darf, solle aber wie geplant im Januar 2021 vorgestellt werden und die Luft des Profiorchesters schnuppern dürfen.

Die Akademie ist als Verein organisiert und versteht sich als Weiterbildungseinrichtung. Für junge Musikerinnen und Musiker will die Akademie mit der Vergabe von Stipendien die Voraussetzung schaffen, damit diese während eines einjährigen Praktikums Erfahrungen in einem Berufsorchester sammeln können.

Die Organisation der Akademie und Betreuung der Auszubildenden wird von ehrenamtlich tätigen Mitgliedern der Bergischen Symphoniker durchgeführt. Zur Akademie gehört ein Kuratorium, das beim Einsammeln von Spenden aus der regionalen Wirtschaft sorgt. Mit diesen Mitteln hätten in der laufenden Spielzeit fünf Stipendiaten gefördert werden sollen, darunter zwei Musiker mit ihren Violinen, je einer für Viola, Cello und Kontrabass. Doch es habe dafür nicht einmal mehr das Vorspielen stattfinden können, berichtet Tilla Clüsserath.

Vorspieltermine für Stipendium an eine Dirigentin finden statt

Sie hofft aber auf die kommende Spielzeit 2021/22. Dann will die Akademie ihr Engagement sogar ausbauen. Passe die finanzielle Ausstattung, sollen acht, vielleicht sogar zehn Stipendiaten aufgenommen werden. „Das wird dann auch die Bergischen Symphoniker spürbar verstärken“, wirbt sie um Unterstützung für das Anliegen der Akademie und ihres Kuratoriums. Denn dann sollen sowohl Streicher als auch Bläser die Weiterbildungschance erhalten.

Für das vom Land NRW unterstützte Stipendium ab Januar 2021 für eine Dirigentin sollen in diesen Tagen die Vorspieltermine stattfinden und im Anschluss die Auswahl getroffen werden.

Das Orchester ist weiterhin in Kurzarbeit – In finanzieller Schieflage ist es aber nicht.

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