Musik

Ohligser will mit „Layla“-Cover durchstarten

Markus Simons (r.) und Frank Wendler im Studio: Ihre „Layla“-Version wird bald auf den gängigen Streaming-Plattformen zu hören sein, die CD und ein Musikvideo befinden sich im letzten Feinschliff.
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Markus Simons (r.) und Frank Wendler im Studio: Ihre „Layla“-Version wird bald auf den gängigen Streaming-Plattformen zu hören sein, die CD und ein Musikvideo befinden sich im letzten Feinschliff.

Markus Simons hat mit Frank Wendler den umstrittenen Song neu vertont, Musikvideo und Festival-Auftritt inklusive.

Von Björn Boch

Solingen. Die Debatte um den Song „Layla“ hat Solingen erreicht. Nicht etwa, weil jemand das Lied auf einem Volksfest in der Klingenstadt verboten hätte. Sondern weil es eine Ohligser Version des umstrittenen Sommerhits gibt. Markus Simons hat sie gemeinsam mit Frank Wendler eingesungen – mit offizieller Lizenz, professionell produziert im Studio von Oliver Wittkowski. Eine CD ist aufgenommen, ein Musikvideo soll es ab kommender Woche zu sehen geben, stilecht mit Layla-Shirt und Layla-Kette in Anlehnung an den Nora-Halsschmuck von Thomas Anders und Modern Talking. Markus Simons hofft auf Erfolg als Schlagersänger: „Singen war schon immer mein Traum.“

Rückblende: Vor wenigen Wochen wollte die Stadt Würzburg für ihr Volksfest untersagen, dass der Song gespielt wird. Die Verantwortlichen stießen sich am Refrain: „Ich hab nen Puff, und meine Puffmama heißt Layla. Sie ist schöner, jünger, geiler.“ Sexismus, so der Vorwurf – der endete in einem PR-Erfolg für die Macher Ikke Hüftgold, DJ Robin und Schürze. Sie sind wochenlang auf Platz 1 der Charts. Auf dem Volksfest wurde das Verbot ignoriert, kreativ umgangen – oder die jubelnden Massen im Bierzelt stimmten „Layla“ von ganz alleine an.

So lief es auch auf der Düsseldorfer Rheinkirmes. Just dort entstand die Idee von Markus Simons und Frank Wendler. „Der Song lief überall. Wir haben ihn in einem Bierzelt gehört – und alle haben mitgemacht. Ob jung, ob alt, ob Mann, ob Frau.“ Die Empörung über den Song konnte Markus Simons nicht so recht verstehen. Und sagte zu Frank Wendler: „Wir covern das.“

Zunächst gab es einen Auftritt bei einer Silberhochzeit, es folgte das „Illertal Open Air“ in Süddeutschland – dort wurde das Video gedreht. Die Krönung für das neue Schlager-Duo könnte bald folgen: Die Betreiberin von Krümels Stadl, „einer Mega-Party-Kneipe“ auf Mallorca, hat Interesse an einem Auftritt signalisiert. Die „Mallorca Revue“ hat bereits ebenso berichtet wie das Portal „Promis und mehr“.

ST

Markus Simons ist wohl das, was viele Leute eine „Rampensau“ nennen würden. Der 50 Jahre alte Ohligser ist „seit mehr als 30 Jahren als Schausteller auf der Reise“ und hat sich mit seinem „Kult-Kiosk“ am Kreisel in Hilden ein zweites Standbein aufgebaut. Auf dem Zöppkesmarkt ist er regelmäßig mit einem Stand vertreten, Fernsehzuschauern (und auch Tageblatt-Lesern) ist er bereits bekannt als Freund von Danni Büchner und Patenonkel von Diego Armani Büchner aus der Vox-Serie „Goodbye Deutschland“. Auch mit Heiner Lauterbach hat Simons schon gedreht. Nun also Schlager.

An seiner Seite: Frank Wendler aus Velbert, schlager-erfahren, bekannt geworden auch, weil er einen anderen Wendler vor Gericht traf. Michael Wendler, im wirklichen Leben Michael Norberg, war vor seinen wirren Corona-Aussagen einer der ganz großen deutschen Stars in Sachen Partyhits. Er wehrte sich dagegen, dass sich Frank den Namen „Der Wendler“ beim Deutschen Patent- und Markenamt hatte sichern lassen. Ergebnis damals: ein Teilerfolg für Frank. Keiner der Wendlers darf sich seither noch „Der Wendler“ nennen. Frank Wendler ist seit 30 Jahren im Geschäft, berichtet Markus Simons. „Die Chemie zwischen uns ist richtig stark.“

Sie singen auch Frank Wendlers „Männer mit Bauch“

Gemeinsam singen sie bei ihren Auftritten nicht nur „Layla“, sondern auch Frank Wendlers „Männer mit Bauch“: „Männer mit Bauch sind urgemütlich. Männer mit Bauch sind meistens nett. Männer mit Bauch sind gut zum Kuscheln. Männer mit Bauch sind gut im Bett“, heißt es dort. Sexismus mal anders, könnte man sagen.

Das „Illertal Open Air“ fand übrigens zugunsten der Opferschutzorganisation Weißer Ring statt. Es kann also schon mal nicht alles schlecht sein an „Layla“. Oder, um es mit Markus Simons zu sagen: „Warten wir mal ab, wo diese Reise noch hingeht.“

Kommende Woche in der Serie

Mit Wald endet in der kommenden Woche unsere Sommerserie aus den Stadtteilen. Den Auftakt macht am Montag das Naturfreundehaus an der Eipaßstraße. Weitere Themen sind unter anderem die Abbiegespur auf die Viehbachtalstraße, der Walder Stadtsaal und das Grossmann-Areal.

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