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Ohligser Jongens haben neuen Geschäftsführer

Der gebürtige Ohligser Giuseppe Matera an der Sitzgelegenheit an der Lennestraße: Der Geschäftsführer der Ohligser Jongens hofft auf viele neue Besucher beim wöchentlichen Stammtisch.
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Der gebürtige Ohligser Giuseppe Matera an der Sitzgelegenheit an der Lennestraße: Der Geschäftsführer der Ohligser Jongens hofft auf viele neue Besucher beim wöchentlichen Stammtisch.

Giuseppe Matera ist der Nachfolger von Joachim Junker und wird durch den erweiterten Vorstand unterstützt

Von Björn Boch

Solingen. Die Ohligser Jongens haben einen neuen Geschäftsführer: Giuseppe Matera hat das Amt beim Verein nach dem plötzlichen Tod von Joachim Junker übernommen. Es sind die sprichwörtlich großen Fußstapfen, in die er da tritt. Wohl die größten, die es derzeit gibt in Ohligs.

Das ist dem 57-Jährigen bewusst. „Ich will keine Kopie von Joachim Junker sein, da kann ich nur scheitern“, sagt Giuseppe Matera. Er möchte deshalb im Verbund mit allen Mitgliedern das fortsetzen, was Junker angestoßen hat. „Joachim eins zu eins zu ersetzen, das geht nicht. Er hatte so vielfältige Aufgaben und ein riesiges Netzwerk.“ Matera freut sich deshalb, dass er jede Menge Unterstützer hat im erweiterten Vorstand. Neben Präsident Dr. Jörg Wacker und Kassierer Mathias Röcker sind das die Beisitzenden Danica Stock, Henning Potthoff und Hans Gerd Frambach.

Und natürlich alle Mitglieder: Immer mittwochs treffen sie sich derzeit ab 18.30 Uhr an ihrer neu geschaffenen Sitzgelegenheit an der Lennestraße zum „Klönen und Visionen entwickeln“, sagt der gebürtige Ohligser. „Das ist unser Minidürpel.“ Für die Verkehrsberuhigung der Straße haben sich die Jongens vehement eingesetzt. Zunächst läuft eine Probephase bis Oktober, die werde dann ausgewertet. Beim Vor-Ort-Termin zeigt sich, dass es die Verkehrsteilnehmer nicht so ernst nehmen mit der Sperrung. Aber immerhin seien die Busse großenteils raus, sagen alle unisono.

„Ich will nicht nur kritisieren, sondern Teil der Entwicklung sein.“

Giuseppe Matera

Sein Amt als Schatzmeister beim TC Ohligs hat er aufgegeben, beides gehe nicht. Aufmerksam geworden auf die Jongens ist er 2016 durch einen Bericht im Tageblatt, da gab es den Verein gerade mal zwei Jahre. Seither wurde viel angestoßen, nicht nur durch Junker und Wacker, auch in Zusammenarbeit mit der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft (OWG) und der Immobilien- und Standortgemeinschaft Ohligs (ISG).

„Ich will nicht nur kritisieren, sondern Teil der Entwicklung sein“, betont Matera. Dazu hat er nun reichlich Gelegenheit: In die wenigen Wochen seiner Amtszeit fielen schon das Maifest samt Eröffnung der Festhalle, das Fest „Solitalia“ und die „Eröffnung“ der verkehrsberuhigten Lennestraße. Bald ist Kneipenfreitag (5. August), zuvor kommen am 3. August einige alte Unioner zum Mittwochstreff. Ein Oktoberfest ist in Planung, das Adventssingen soll endlich wieder stattfinden.

Die Jongens möchten die Anliegen ihrer Mitglieder, aber auch aller anderen Bürgerinnen und Bürger, Anwohner und Geschäftsleute „aufgreifen und zu Ende denken“, wie es Matera nennt, und dann mit der Stadtverwaltung umsetzen, soweit möglich. Die Zusammenarbeit sei sehr konstruktiv. „Rund um die Lennestraße haben wir größtmögliche Unterstützung erfahren.“

Um Projekte besser und schneller umsetzen zu können, gibt es zusätzlich zu den Treffen und Versammlungen sogenannte Thementische. Einer beschäftigt sich mit Stadtentwicklung und hat maßgeblich zur Idee der verkehrsberuhigten Lennestraße beigetragen. Nächstes Ziel dort: mehr Grün und Außengastronomie statt des doppelten Kreisverkehrs. Es gibt auch einen Thementisch für Feste und einen für Natur. Der neue Geschäftsführer möchte das Spektrum gerne erweitern.

Dabei hilft ihm der Zuwachs an Mitgliedern. Denn viele würden merken, dass sie bei den Jongens etwas bewegen und mitgestalten können. Deshalb boome der Verein gerade, zu den mehr als 70 Mitgliedern komme ein gutes Dutzend in der Warteschleife. Sie werden im Herbst bei der nächsten Versammlung dann offiziell aufgenommen. Matera: „Und wir hoffen auf weitere.“

Person + Verein

Zur Person: Giuseppe Matera ist 57 Jahre alt, gebürtiger Ohligser, verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Töchtern. Er ist selbstständiger Vermögensverwalter, seine Eltern waren Gastarbeiter der ersten Generation und lernten sich in Ohligs kennen.

Zum Verein: 2014 gründeten sich die „Ohligser Jongens“ in Anlehnung an die „Düsseldorfer Jonges“, den größten Heimatverein Europas. Der Verein hat aktuell 72 Mitglieder, davon 11 Frauen.

die@ohligser-jongens.de

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