Kirchgasse

Ohligs: Wiese soll vom Angstraum zur grünen Oase werden

Diese Wiese soll wieder zur grünen Oase werden. Wie da klappen könnte, darüber tauschten sich ISG und Anwohner aus. Foto: Andreas Horn
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Diese Wiese soll wieder zur grünen Oase werden. Wie da klappen könnte, darüber tauschten sich ISG und Anwohner aus. Foto: Andreas Horn

ISG Solingen-Ohligs hat Grünfläche an der Kirchgasse gemietet.

Von Stephanie Licciardi

Seit Jahren häufen sich die Beschwerden über die Grünfläche an der Ohligser Kirchgasse. Von randalierenden Jugendlichen ist die Rede und von Lärmbelästigung, die oft in verbale Randale und geworfenen Bierflaschen münde. Und davon, dass die Grünfläche als öffentliche Bedürfnisanstalt genutzt wird. Davon haben die Anwohner sprichwörtlich die Nase voll. „Was unsere Kinder hier zu sehen bekommen, geht überhaupt nicht“, erzählt Familie Koops-Iovine.

Damit soll nun Schluss sein, denn die ISG Solingen-Ohligs möchte die Grünfläche künftig als „geschlossenen Raum“ für Interessentengruppen und Anwohner wieder zugänglich machen, sagt ISG-Geschäftsführerin Gloria Göllmann: „Die ISG hat einen Mietvertrag über drei Jahre unterzeichnet. Unser Anliegen ist es, gemeinsam mit dem Stadtmarketing, der Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft e.V. (OWG) und Ohligsern die Grünfläche von einem Angstraum in eine Oase zu verwandeln.“

Jugendliche sollen von Anfang an mitreden – erste Ideen sind da

Auf der ersten Informationsveranstaltung am Samstag wurden Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten diskutiert. Gloria Göllmann: „Das alles kann uns nur gelingen, wenn alle mitanpacken.“ Auch Familie Koops-Iovine vertritt diese Einstellung. „Die Chance dass es klappt, ist nur dann gegeben, wenn alle Anwohner an einem Strang ziehen.“

Kinder und Jugendliche der Einrichtung InterJu um Iryna Langlitz hatten sich im Vorfeld erste Gedanken zur Umgestaltung gemacht und Ideen entwickelt. Von selbstgebauten Sitzmöbeln aus Paletten bis hin zu Workshops hatten sie einiges zu Papier gebracht. „Es schafft ein höheres Selbstwertgefühl für Jugendlichen, wenn sie von Anfang an beteiligt sind“, sagt Iryna Langlitz.

Frauke Pohlmann von der OWG sieht darin noch einen anderen Pluspunkt: „Das ist ein guter Ansatz in die richtige Richtung, denn niemand macht etwas kaputt, was er selbst oder der beste Kumpel gestaltet hat.“

Wunsch nach Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt

Zudem hoffen Anwohner wie Initiatoren auf die Mitarbeit von Polizei und Ordnungsamt. „Kontrollen sind für die Zukunft der Grünfläche wünschenswert, damit diese bestehen bleibt“, sagt Gloria Göllmann.

Das Grundstück des alten Finanzamts in Ohligs verwahrlost. Für die Genehmigung fehlen Unterlagen. Daher ruht das Wohnbauprojekt an der Kamper Straße seit zwei Jahren.

Nach dem Douglas-Aus in Ohligs: Nun gibt es Leerstand in dem Haus mit bewegter Geschichte. In dem Gebäude waren nacheinander ein „Zentral-Basar“, zwei Kaufhäuser und eine Parfümerie. Was Douglas jetzt folgt, ist unklar.

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