Stadt sammelt Ideen

Ohligs-Ost erhält ein neues Gesicht

Der Bereich rund um den östlichen Ausgang des Hauptbahnhofs soll schöner werden. Die Stadt hofft auf die Ideen der Solinger. Foto: Michael Schütz
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Der Bereich rund um den östlichen Ausgang des Hauptbahnhofs soll schöner werden. Die Stadt hofft auf die Ideen der Solinger.

Noch bis zum 15. Januar sammelt die Stadt Ideen für den östliche Bahnhofsausgang.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Stellplätze für Fahrräder, mehr Grün und ein Wasserspiel – an Ideen mangelt es nicht für den östlichen Ausgang des Hauptbahnhofs. Die Stadt möchte den Platz umgestalten und hofft dafür auf Vorschläge der Solinger. 28 sind bisher eingegangen. Noch bis zum 15. Januar ist Mitmachen möglich (| Kasten).

Der Umbau ist Teil des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts für Ohligs. Ist die Beteiligungsphase abgeschlossen, werden die Ideen zusammengetragen und mit dem Planungsbüro, das mit dem Entwurf betraut ist, besprochen. Das erklärt die städtische Pressestelle. Die Ideen sollen in die Planung einfließen. Im Frühjahr bekommt dann die zuständige Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid einen Zwischenstand präsentiert. Ziel sei es, dass noch in den Sommerferien eine Entscheidung über den endgültigen Entwurf fällt. Im Herbst 2021 könnten dann die Bagger rollen.

„Einen Standort wie Ohligs-Ost haben wir in Solingen nicht noch mal.“
Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung

Noch läuft das Beteiligungsverfahren zwar, einige Trends lassen sich jedoch schon ablesen. So wünschen sich die Solinger für den Platz vor allem mehr Aufenthaltsqualität. Eine wiederkehrende Forderung in diesem Zusammenhang: mehr Grün. „Der Vorplatz des Hauptbahnhofs schreit nach Pflanzen, Blumen, Bäumen“, schreibt ein Nutzer beispielsweise. Auch eine bessere Beleuchtung wird mehrfach genannt, ein Wasserspiel als Vorschlag eingereicht.

Ein großes Thema ist zudem die Erreichbarkeit des Bahnhofs. Mehrere Beteiligte wünschen sich an der Ostseite überdachte Stellplätze für Fahrräder. Eine andere Idee: Kurzzeitparkplätze, um Menschen zum Zug bringen zu können. Beide Aspekte sind von den Planern bereits vorgesehen. Ist der Platz erst einmal aufgehübscht, könnten dort Foodtrucks stehen und ein regelmäßiger Feierabend-Markt stattfinden, findet ein Teilnehmer.

„Ich freue mich, dass trotz der Corona-Pandemie zahlreiche Vorschläge eingegangen sind“, erklärt Hartmut Hoferichter. Wenngleich der Stadtdirektor einschränken muss, dass sich nicht alle auf den engen Planungsbereich beziehen. So sind auf der Plattform „Solingen redet mit“ zum Beispiel die Forderungen zu finden, die Sauerbreystraße in eine Fahrradstraße umzuwandeln und die Hansa- ab der Hochstraße nur für Anlieger freizugeben.

Verändern wird sich das Erscheinungsbild der Rückseite des Hauptbahnhofs auf jeden Fall. Das liegt nicht zuletzt an dem Hotel-Neubau, der Anfang dieses Jahres starten soll. Nahe der Gleise ist ein fünfgeschossiges Hotel mit 158 Zimmern geplant. Laufen soll der Betrieb unter dem Namen „Holiday Inn Express“.

Auch für andere Unternehmen ist das Gebiet auf der Ostseite des Hauptbahnhofs interessant. Das hat nicht zuletzt die Ansiedlung der Softwarefirma Codecentric gezeigt. Schräg gegenüber, an der Hochstraße Ecke Hansastraße, plant das Solinger Traditionsunternehmen Item einen Neubau. IT-Mitarbeiter sollen zukünftig in dem Bürogebäude mit rund 2900 Quadratmetern Fläche arbeiten.

„Einen Standort wie Ohligs-Ost haben wir in Solingen nicht noch mal“, betont Frank Balkenhol. Er ist Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsförderung. Die gute Anbindung an Rheinland und Ruhrgebiet sei vor allem für „zukünftige Dienstleistungen“, etwa in der IT-Branche, interessant. Denn die Bahnhofsnähe sei ein echter Pluspunkt, um gute Mitarbeiter zu finden.

Deshalb befindet sich die Wirtschaftsförderung Balkenhol zufolge seit mehr als zehn Jahren mit den Firmen Scalabrin und Dahmen in Gesprächen. Sie sollen ihre Standorte verlagern, um Platz in Ohligs-Ost zu schaffen. „Der Prozess läuft noch“, erklärt Balkenhol.

Beteiligung

Bis zum 15. Januar läuft die Bürgerbeteiligung für den Bahnhofsvorplatz Ohligs-Ost. Wer mitmachen möchte, hat dazu auf der Plattform „Solingen redet mit“ die Möglichkeit. Dort gibt es auch Infos zum geplanten Projekt. Zudem ist es möglich, Vorschläge per Mail oder persönlich im Stadtteilbüro Ohligs an der Kamper Straße 14 einzureichen. Telefonisch erreichbar ist das Stadtteilbüro unter Tel.(0212) 18 09 08 06.

team@stadtteilbüro-ohligs.de

www.solingen-redet-mit.de

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