Neue Kneipe in Ohligs

Lärm: Grüner Salon und Anwohner streiten

Haben ihre Vorstellungen einer Kneipe verwirklicht (v.l.): Laura Kristal mit Hannes, Tobias Rölke, Marian Plath und Geraldine Schleder. Foto: cb
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Haben ihre Vorstellungen einer Kneipe verwirklicht (v.l.): Laura Kristal mit Hannes, Tobias Rölke, Marian Plath und Geraldine Schleder.

Polizei stellt nur geringe Verstöße fest. Auch ein Gesprächsangebot wurde abgelehnt.

Von Björn Boch

Solingen. Die Eröffnung des Grünen Salons an der Ohligser Talstraße war für den Stadtteil ein großes Ereignis und gut besucht – generell läuft die Kneipe bislang „besser, als wir uns das vorgestellt hätten“, berichtet Geraldine Schleder als eine von vier Hobby-Kneipiers. Das Ziel – von Donnerstag bis Samstag soll der Grüne Salon „ein fröhlicher, kommunikativer Treffpunkt“ sein – ist also erreicht worden. Allerdings gibt es Beschwerden von Anwohnern über Lärm.

Polizei und Ordnungsamt melden seit der Eröffnung Anfang September mehrere Einsätze – allerdings seien nicht alle nachvollziehbar gewesen. „Wir hatten vier Beschwerden, allesamt mit Bezug auf Ruhestörung“, berichtet Polizeisprecher Stefan Weitkämper. In zwei Fällen sei die Lautstärke „nicht über den normalen Fall hinausgehend“ gewesen. In den anderen beiden Fällen seien Gäste und Gastwirt zur Ruhe vor der Tür ermahnt worden – „alle machten auf die Kollegen einen verständnisvollen und kooperativen Eindruck und die Ruhe wurde dann auch eingehalten“, so Weitkämper.

Türsteher soll vor der Kneipe für Ruhe sorgen

Die Stadt berichtet, dass die Ordnungsbehörde mehrfach vor Ort war. Mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Grünen Salons seien Gespräche geführt worden. „Sie wurden darauf hingewiesen, darauf zu achten, dass sich nicht zu viele Gäste zum Rauchen auf einmal draußen aufhalten“, so Stadtsprecher Daniel Hadrys. Die Ordnungsbehörde sei bei einer Beschwerdeführerin vor Ort in der Wohnung gewesen und haben aus dieser heraus den Geräuschpegel gemessen, der nicht zu beanstanden war. „Nach der Messung wollte die Ordnungsbehörde vermitteln und zu einem gemeinsamen Gespräch einladen. Dieses Angebot wurde seitens der Beschwerdeführerin nicht in Anspruch genommen“, so Hadrys.

Auch Geraldine Schleder vermisst, dass das persönliche Gespräch gesucht wird. Sie hätten im Grünen Salon nun extra einen Türsteher engagiert, den es für den Barbetrieb eigentlich gar nicht brauche. Vor der Eröffnung seien auch 500 Flyer an die Anwohner verteilt worden. Sie ist überzeugt, dass jedes vorbeifahrende Auto lauter ist – und hat auch selbst einen Dezibelmesser.

Dennoch seien im Grünen Salon alle weiterhin gewillt, mit den Anwohnern zu sprechen. Allerdings, so Schleder, wolle sie auch nicht nur über die negativen Dinge reden. „95 Prozent der Menschen in Ohligs und auch der Nachbarn freuen sich, dass hier wieder Leben ist – und kommen gerne bei uns vorbei.“

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