Sorge um Preise und Verfügbarkeit

Ohligs: Hotelbau soll im Sommer starten

Ein Investor will an der Ostseite des Hauptbahnhofs ein Hotel bauen und im Sommer starten. Die Stadt schreibt derzeit die Arbeiten an Aufzug und Treppe aus. Je nach zeitlichem Verlauf wird eine provisorische Überdachung für den Zugangsbereich erforderlich.
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Ein Investor will an der Ostseite des Hauptbahnhofs ein Hotel bauen und im Sommer starten. Die Stadt schreibt derzeit die Arbeiten an Aufzug und Treppe aus. Je nach zeitlichem Verlauf wird eine provisorische Überdachung für den Zugangsbereich erforderlich.

Stadt schreibt Arbeiten am Aufzug und an der Treppe aus.

Von Björn Boch

Andreas Budde geht von einem Baustart im Sommer aus.

Der Neubau des Hotels am Solinger Hauptbahnhof könnte in diesem Jahr endlich auch sichtbare Formen annehmen. „Unsere Information ist, dass im Sommer mit den Arbeiten begonnen wird“, erklärte Planungsdezernent Andreas Budde im Gespräch mit unserer Redaktion. „Wir stehen mit dem Investor in engem Kontakt, weil wir in Ohligs ja auch mehrere Bauvorhaben in unmittelbarer Nähe haben“, sagte er im Hinblick auf die Baustellen auf dem Ohligser Markt und – in naher Zukunft – auf der Düsseldorfer Straße.

Ein Hotelneubau auf der östlichen Seite des Hauptbahnhofs an der Sauerbreystraße war 2016 verkündet worden und bereits für das Folgejahr geplant gewesen. 2019 kam dann ein neuer Investor – und dem kam die Pandemie dazwischen. Deutschlandweit pausierten zwischenzeitlich mehr als 400 Hotelprojekte, wie Buddes Vorgänger Hartmut Hoferichter voriges Jahr erklärt hatte.

Die Stadtverwaltung hatte stets betont: Das Projekt wird weiter verfolgt. Schwierigkeiten, die zu einer weiteren Verzögerung beim Hotelneubau führten, könnte es höchstens aufgrund der Baukonjunktur geben, so Budde.

„Preise, Verfügbarkeit und Lieferengpässe müssen derzeit leider bei jedem Projekt mitgedacht werden.“ Das sorgt zum Beispiel auch bei der Deutschen Bahn für Verzögerungen – die DB baut derzeit einen neuen Aufzug zu den Gleisen 9 und 10 ein.

Während vom Hotel-Investor beauftragte Unternehmen laut Budde „im Sommer mit den Arbeiten an der Bodenplatte beginnen wollen“, starten städtischerseits die Arbeiten am „Zugangsbauwerk“ zum Hauptbahnhof, also an Treppe und Aufzug. „Da sind wir in der Ausschreibung. Aber auch da ist es schwierig, Auftragnehmer zu vernünftigen Preisen zu finden. Da muss man manchmal eine Ausschreibung noch ein zweites oder drittes Mal auf den Markt geben“, erklärte Budde.

„Es ist schwierig, Auftragnehmer zu vernünftigen Preisen zu finden.“

Dezernent Andreas Budde über die Baukonjunktur

Die Planungen sehen vor, dass sich ein neuer Aufzug unmittelbar neben der Treppe befinden soll – eine Stahl-Glaskonstruktion ist geplant, um dunkle Ecken zu vermeiden. Auch die Treppe soll erneuert und mit einem Blindenleitsystem ausgestattet werden. Je nach zeitlichem Verlauf der städtischen Arbeiten und der Bauarbeiten am Hotel werde eine provisorische Überdachung für den oberen Zugangsbereich erforderlich.

Als Teil einer größeren Umgestaltung des Vorplatzes im Osten des Hauptbahnhofs prüft die Verwaltung außerdem Maßnahmen zur Reduzierung des Lkw- und Durchgangsverkehrs. Sicher erhöht wird die Zahl der Fahrradständer – 16 abschließbare Plätze werden in das VRR-System „Dein Radschloss“ integriert.

Spätestens mit dem Start der Bauarbeiten wird der derzeit von Autofahrern in Beschlag genommene Platz an der Brachfläche nicht mehr als Parkfläche dienen können. Die Verwaltung hatte mit dem Eigentümer des Privatgrundstücks bereits vereinbart, dort frühzeitig die Schilder „absolutes Halteverbot“ aufzustellen. Die Ohligser Bezirksvertreter wollten das vor einigen Monaten nicht, da kein Start beim Hotel abzusehen war. Sie hatten die Verwaltung aufgefordert, stattdessen eine Parkscheiben-Regelung zu vereinbaren. So sollten die gebeutelten Markthändler unterstützt werden, die derzeit wegen der Baustelle auf dem Ohligser Marktplatz auf der Westseite des Hauptbahnhofs stehen und deren Umsätze um 30 Prozent eingebrochen sind. Die Regelung des Parkens auf der privaten Fläche sei jedoch dem Eigentümer vorbehalten. Daher könne die Stadt keine Parkschreiben-Regelung vorschreiben und kontrollieren. Nun wird der Platz wohl bald ohnehin nicht mehr zur Verfügung stehen.

Aufzüge

Stadt: Der Aufzug an der Sauerbreystraße neben der Treppe gehört der Stadt – im April war er aufgrund technischer Probleme zeitweise nicht in Betrieb. „Der Türkontakt war defekt und wurde repariert. Zudem gab es ein Problem mit dem Gitter, das inzwischen auch gelöst ist“, so Stadtsprecherin Sabine Rische. „Der Aufzug läuft also und man kann wieder ein- und aussteigen.“

Bahn: Komplett ausgetauscht wird derzeit der Aufzug aus der Unterführung zu den Gleisen 9 und 10. Für diese Arbeiten ist die Deutsche Bahn verantwortlich. „Eigentlich wollten wir im März fertig werden, die Arbeiten verzögern sich aber aufgrund von Lieferengpässen. Wir gehen im Moment tatsächlich von Ende Juni aus“, teilte ein Sprecher der Bahn mit.

Passend zum Thema: Lennestraße - Ärger über gesperrte Parkbuchten

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