Wohnungsbau in Ohligs

Ehepaar Erasmus ist im O-Quartier gut angekommen

Bernd und Marita Erasmus sind auf ihren neuen 107 Quadratmetern im O-Quartier gut angekommen, zogen im Dezember dort ein. Foto: Michael Schütz
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Bernd und Marita Erasmus sind auf ihren neuen 107 Quadratmetern im O-Quartier gut angekommen, zogen im Dezember dort ein.

Die ersten Wohnungen am Ohligser Markt sind bereits bezogen worden.

Von Philipp Müller

Solingen. Seit dem 14. Dezember schauen Marita und Bernd Erasmus im O-Quartier auf die noch laufende Baustelle. Was andere stört, freut, sie. Denn die beiden Mitte 70-Jährigen hatten sich entschlossen, in dem von Kondor Wessels gebauten Komplex eine Wohnung zu erwerben und ihr großes Haus am Weyer aufzugeben. Gegen den Baulärm würden die sehr gut schallisolierten Fenster helfen, erklärt Bernd Erasmus.

Noch ist nicht alles ausgepackt. Es fehlen einige bestellte Elektrogeräte. Auch die Dusche ist noch nicht so eingebaut, wie sich beide das vorgestellt haben. Schuld trägt die internationale Chip-Krise. Ohne die kleinen Halbleiter mit Computerfunktion funktioniert in modernen Haushalten vieles nicht. Und modern hatten sich beide ausgesucht. Aber Marita und Bernd Erasmus sind geduldig, bald werde geliefert und dann hat die alte Mikrowelle in der flammneuen Einbauküche ausgedient.

Die neue Eigentumswohnung des Ehepaars Erasmus gehört zu den Abschnitten des O-Quartiers, die schon zum Jahresende 2021 an ihre Eigentümer übergeben worden waren. Die restlichen Wohnungen werden im Verlauf des Sommers übergeben, spätestens im Herbst. Bauherr der Wohnanlage mit 16 Häusern in acht Riegeln ist Kondor Wessels NRW im Auftrag einer fürs O-Quartier gegründeten Gesellschaft. Die Deutschland-Tochter des niederländischen Baukonzerns Volker Wessels hat ihren Sitz in Berlin.

Kondor Wessel hat in Solingen zwei weitere Projekte

In Solingen wird Kondor Wessels zwei weitere Projekte realisieren. Neben dem im September abgeschlossenen O-Quartier (siehe unten) gehört dazu die Wohnanlage „Greeen“ in Wald an der Locher Straße. Für das Firmengelände von Breuer & Schmitz, auf dem „Greeen“ entsteht, gibt es bereits Baurecht. Schon im Mai sollen die ersten Bagger anrollen.

Parallel beginnt die Ausplanung für das Gelände Omega und Evertz in der Innenstadt am Südpark. Dort soll nach Angaben von Kondor-Wessels-NRW-Geschäftsführer Emilio Bertarelli ein klimaneutrales Wohnprojekt mit Gewerbeanteilen entstehen. Das könnten vor allem Büros und „leises Gewerbe“ sein. Das Baurecht für die 3000 Quadratmeter Omega-Areal für Gewerbe besteht bereits. Für das Evertzgelände ist ein bauhaben-bezogener Bebauungsplan das Ziel, der von der Politik noch verabschiedet werden muss. Dabei werden auch die Bürger, vor allem die Anlieger, in die Beratungen eingebunden werden.

Im alten Haus haben wir in 34 Jahren 20.000 Höhenmeter zurückgelegt.

Bernd Erasmus, O-Quartier

Solch einen Vertrag gibt es auch für das O-Quartier. Ohne ihn hätten Marita und Bernd Erasmus nicht die Chance erhalten, „sich kleiner zu setzen“, wie sie in ihren neuen vier Wänden erzählen. Sie hatten über Jahrzehnte in einer Villa mit großem Garten gewohnt. Die Arbeit dort sei ihnen aber immer mehr zur Last gefallen, erzählt Marita Erasmus. Daher fiel die Entscheidung für die Eigentumswohnung. Bernd Erasmus, er war Manager beim Konzern Solvay, hat es ausgerechnet: „Im alten Haus haben wir über die Treppen in 34 Jahren 20.000 Höhenmeter zurückgelegt.“ Nun gibt es den Lift als Hilfe.

Senioren tauschen Einfamilienhaus gegen Stadtnähe

Das ist so kein Einzelfall, Solinger Immobilienhändler berichten seit einigen Jahren, dass die ältere Generation das Einfamilienhaus gegen eine neue Bleibe möglichst in Nähe eines Stadtzentrums tauscht. Dort sind die Ärzte, dort kann man schnell Besorgungen erledigen. Das trifft auch auf das Ehepaar Erasmus zu, erzählen die beiden und berichten, dass sie sich schon länger in Ohligs für den Alltag versorgen.

Viel Kontakt zu den Nachbarn haben sie noch nicht. Kein Wunder, die Wohnungen werden jetzt erst Zug um Zug bezogen. Man sage sich „Guten Tag“, wenn man sich im Flur begegne, sagt Marita Erasmus. „Wir laden aber bald die Leute von unserer Etage einmal zu uns ein, damit wir uns besser kennenlernen.“

Allee Olbo-Band

Bis zum September wird es dauern, bis alle 308 Wohnungen fertig sind. Kondor Wessels hat am Standort zwischen Heiligenstock und Ohligser Markt insgesamt rund 80 Millionen Euro investiert. Der Geschäftsführer für NRW, Emilio Bertarelli, erklärt, dass im Herbst noch Pflanzungen entlang des Olbo-Bandes erfolgen. Damit ist die zentrale Allee quer durch das neue Wohngebiet gemeint, die öffentlich zugänglich ist.

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