Ohligs

Bahnhofsausgang: Stadt muss nacharbeiten

Der östliche Bahnhofsausgang soll ein neues Gesicht erhalten. Unter anderem möchte die Stadt die Bordsteine absenken. Foto: Christian Beier
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Der östliche Bahnhofsausgang soll ein neues Gesicht erhalten. Unter anderem möchte die Stadt die Bordsteine absenken.

Politik übt deutliche Kritik an Plänen der Verwaltung.

Von Manuel Böhnke

Solingen. So viel ist klar: Der östliche Bahnhofsausgang soll ein neues Gesicht erhalten. Bei der Frage der Gestaltung lagen die Vorstellungen in der Bezirksvertretung (BV) Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid am Montagabend jedoch auseinander. Die Verwaltung und das Düsseldorfer Architektur- und Ingenieurbüro Sweco stellten ihre Vorentwurfsplanung vor. Deutliche Kritik daran übte die CDU. Marc Westkämper, der stellvertretende Bezirksbürgermeister und Fraktionsvorsitzende, sagte: „Ich bin entsetzt über diese Planung.“

Die Umgestaltung ist Bestandteil des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes für Ohligs. Im Vorfeld konnten die Solinger ihre Ideen einbringen. Das Planungsgebiet erstreckt sich jeweils abschnittweise über die Hansa-, Sauerbrey-, Stein-, Trommershausenstraße und Kleine Kamper Straße. „Wir möchten Aufenthaltsqualität und die verschiedenen Nutzungsansprüche unter einen Hut bringen“, erklärte Miriam Macdonald, Leiterin der Stadtentwicklungsplanung.

Diesen Zweck können in den Augen der Verwaltung und des Planungsbüros zwei Varianten erfüllen. Während Variante 2 weiterhin Bordsteine zwischen Fahrbahn und Gehwegen vorsieht, werden die Bereiche in Variante 1 lediglich mit Rinnen voneinander getrennt. Dieses „Shared-Space-Prinzip“ („gemeinsam genutzter Raum“) soll den Platzcharakter stärken und zur Verkehrsberuhigung beitragen. Im Rathaus präferiert man diese Variante.

Solingen: Stadt schlägt vor, Sauerbreystraße für den Radverkehr zu öffnen

Beide Vorschläge sehen zwei neue Bäume vor. Zudem sind neben einer Fahrradparkanlage frei zugängliche Fahrradparkplätze und Abstellmöglichkeiten für E-Roller vorgesehen. Nahe dem Ausgang werden Haltezonen zum Ein- und Aussteigen (Kiss & Ride) angeboten. Dagegen fallen sechs Parkplätze weg. Diese Entscheidung habe man bewusst getroffen, betonte Macdonald, um dem Wunsch der Solinger nach mehr Aufenthaltsqualität zu entsprechen. Hinzu kommen Sitzmöglichkeiten und eine Info-Stele.

„Beide Varianten sind uns zu dünn“, erklärte Marc Westkämper. „Abgesehen von der Absenkung des Bordsteins sind kaum Veränderungen zu erkennen.“ Auch Christian Wendel (Grüne) nannte die Vorschläge „nicht den großen Wurf“. Er hätte sich vor allem mehr Verkehrsberuhigung gewünscht. Auf das Problem des Begegnungsverkehrs vor dem Bahnhofsausgang wies Michael Bender (BfS) hin: „Das Umfeld wurde nicht stark genug mit in Betracht gezogen.“

Axel Schultz (SPD) betonte, dass die BV sich in der vergangenen Legislaturperiode dagegen entschieden hatte, die Einbahnstraßenregelung auf der Sauerbreystraße für den Radverkehr teilweise aufzuheben. Diese Idee taucht in den aktuellen Entwürfen wieder auf.

Die BV sprach sich dafür aus, das Thema zu vertagen, um Stadt und Planungsbüro Zeit zur Überarbeitung zu geben. „Es handelt sich um einen Vorentwurf, den wir nun weiter konkretisieren können“, betonte Macdonald.

Fußgängerzone

Für die Entwürfe für den Marktplatz und die Düsseldorfer Straße gab es in der Bezirksvertretung einhelliges Lob. Diese sehen unter anderem mehr Grün vor. Der Markt soll zum zentralen Treffpunkt werden und ein Wasserspiel erhalten. „Ich will nicht immer meckern: Zu diesen Plänen können wir nur ausdrücklich gratulieren“, sagte Marc Westkämper (CDU). Die Arbeiten sollen im Herbst beginnen.

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