Stadtentwicklung

Ausschreibung zur Düsseldorfer Straße endet bald

Arbeiten am Ohligser Markt.
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Arbeiten am Ohligser Markt.

Stadt will für die Arbeiten am Ohligser Markt und in der Fußgängerzone unter 6 Millionen Euro bleiben.

Von Björn Boch

Solingen. Trotz massiver Baukostensteigerungen hoffen die Verantwortlichen der Stadt, mit den Umbauarbeiten am Ohligser Markt und auf der Düsseldorfer Straße unter 6 Millionen Euro zu bleiben. Das erklärten Miriam Macdonald, Abteilungsleiterin Stadtentwicklung, und Frank Werner Grauvogel, Abteilungsleiter Planen und Bauen bei den Technischen Betrieben Solingen (TBS), beim Vor-Ort-Termin mit dem Tageblatt.

Düsseldorfer Straße: Stadt eröffnet Baubüro

Seit April wird in Ohligs der Marktplatz erneuert. Noch bis 15. August können Unternehmen, die den Zuschlag für die Umgestaltung der Düsseldorfer Straße erhalten wollen, auf die europaweite Ausschreibung reagieren. Wie hoch die Kosten der gesamten Maßnahme genau werden, hänge von den Angeboten ab, erklärt Grauvogel. Er und Macdonald hoffen auf viele Bewerber trotz angespannter Lage in der Baubranche. Nachfragen verschiedener Firmen gebe es: „Wir sind zuversichtlich.“

Die ursprünglich veranschlagten 4,7 Millionen Euro hatte die Stadt bereits Ende 2021 nach oben korrigiert. „Mit der aktuellen Schätzung liegen wir bei 5,9 Millionen Euro“, erläutert Macdonald. Wichtig sei, dass die Kostensteigerungen gegenüber dem Fördergeber nachvollziehbar dargelegt würden. „Das ist gelungen.“

„Das Dürpelfest wird eine große Herausforderung – aber eben nur eine von vielen.“

Frauke Pohlmann, OWG

90 Prozent der Kosten werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) getragen, die höheren Ausgaben sind von der Europäischen Union und dem Land NRW bereits abgesegnet. Außerdem bemühe man sich um Einsparungen – das sei rund um den Markt sogar so gut gelungen, dass die Arkaden mitgemacht werden könnten, was ursprünglich eingespart werden sollte. In der Summe von knapp 6 Millionen Euro seien sämtliche Honorare für Externe, Gutachten und Arbeiten wie die Verfüllung des Bunkers enthalten.

Bis Januar oder Februar 2023 sollen die Arbeiten am Markt abgeschlossen sein. Auf den Fortgang habe die Stadt nur noch begrenzt Einfluss. Das hänge von vielen Faktoren ab: Lieferketten, nicht absehbare Corona-Ausfälle bei der ausführenden Solinger Firma Hugo Monheimius oder schlechtes Wetter sind die größten Unbekannten. „Die meisten Dinge sollten aber in diesem Jahr erledigt sein, 2023 folgen nur noch Restarbeiten“, sagt Grauvogel.

Markt und Fußgängerzone: So geht es mit den Arbeiten in Ohligs weiter

Eine Änderung gibt es: Nach Rücksprache mit den Solinger Stadtwerken (SWS) werden auf dem Markt keine Parkplätze mit Ladesäulen für E-Autos gebaut. Der Grund: In der Tiefgarage der Stadt-Sparkasse sind gerade erst zahlreiche Plätze entstanden. „Stattdessen werden wir mehr Fahrradständer und spezielle Ständer für Lastenfahrräder installieren“, erklärt Macdonald. So werde Kfz-Parksuchverkehr vermieden. Behindertenparkplätze werde es wie geplant geben.

Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten an der Düsseldorfer Straße beginnen – sie werden voraussichtlich knapp ein Jahr dauern. Das bedeutet, dass der Dürpel 2023 nicht in seiner gewohnten Form stattfinden kann ().

Die Umgestaltung biete eine großartige Chance, die Ohligser Innenstadt weiter aufzuwerten, erklärt Frauke Pohlmann für die Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft (OWG). Die betroffenen Gewerbetreibenden und Anlieger sähen der Großbaustelle aber mit gemischten Gefühlen und auch Sorgen entgegen. Entscheidend werde sein, dass die Arbeiten zügig und möglichst reibungslos verlaufen, um die Belastung für alle Beteiligten gering zu halten und Kundinnen und Kunden nicht zu verschrecken. „Das Dürpelfest wird eine große Herausforderung – aber eben nur eine von vielen.“

Dürpelfest

Ursprünglich war bereits für dieses Jahr mit einem baustellenbedingt abgespeckten Dürpelfest gerechnet worden. Da sich der Start der Arbeiten verzögerte, müssen die Pläne auch für 2023 angepasst werden. Details klären Veranstalter, Stadt und Baufirma nach der Vergabe der Arbeiten.

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