Landgericht

34-Jähriger soll Jugendliche vergewaltigt haben

Das Landgericht in Wuppertal
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Das Landgericht in Wuppertal

Mann muss sich seit Montag vor dem Landgericht verantworten.

Von Dirk Lotze

Solingen. Ein 34 Jahre alter Angeklagter aus Solingen muss sich seit Montag wegen schwerer Vergewaltigung einer Jugendlichen aus seinem familiären Umfeld verantworten. Der Mann soll im Juni 2020 in seiner Wohnung in Ohligs eine Tochter einer ehemaligen Lebensgefährtin mehrfach gewaltsam zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Während der Tat soll das Mädchen 16 Jahre alt gewesen sein. Das Landgericht in Wuppertal muss die Vorwürfe unabhängig prüfen. Die Richter verhandeln zum Schutz der Intimsphäre der Beteiligten teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Solingen: 16-Jährige vertraute sich nach der Tat einer Bekannten an

Der Anklage zufolge ereignete sich die Tat in der Nacht zum 24. Juli 2020. Die 16-Jährige habe in der Wohnung des Mannes übernachtet. Nach einem Teil der gewaltsamen Übergriffe habe sich die Jugendliche vorübergehend auf das Dach der Wohnung geflüchtet. Dazu habe sie dem Mann vorgegeben, sie müsse auf Toilette. Der Angeklagte soll jedoch ihre Rückkehr abgewartet und anschließend seine Tat fortgesetzt haben. Am Morgen sei die 16-Jährige aus der Wohnung entkommen. Sie soll sich einer Bekannten anvertraut haben. Die wiederum habe die Polizei benachrichtigt.

Bei der Zeugenaussage habe die 16-Jährige angegeben, dass der 34-Jährige die Übergriffe gefilmt hatte. Darauf erwirkte die Staatsanwaltschaft noch für denselben Tag einen Durchsuchungsbeschluss. Der Staatsanwaltschaft zufolge fanden Ermittler in der Wohnung das Handy des Mannes. Das habe eine entsprechende Aufnahme enthalten. Es folgten Festnahme und Verhaftung des Angeklagten. Laut Gerichtssprecher äußerte sich der 34-Jährige zum Prozessbeginn unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor den Richtern zu den Vorwürfen. Ebenfalls nichtöffentlich habe das Gericht Videos gesichtet. Nach ersten Zeugenaussagen hätten Verteidigung und Staatsanwaltschaft auf die Vernehmung der Jugendlichen verzichtet.

Damit bleibt ihr ein belastender Auftritt im Gericht erspart. Anfang Februar soll weiter verhandelt werden.

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