Geselliges Zelten zum Ende der Ferien

Bei Gravitrax können die Jugendlichen in der Offenen Zeltstadt an Kugelbahnen herumtüfteln, bis die Kugel den gewünschten Lauf nimmt. Auch sonst ist viel geboten.
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Bei Gravitrax können die Jugendlichen in der Offenen Zeltstadt an Kugelbahnen herumtüfteln, bis die Kugel den gewünschten Lauf nimmt. Auch sonst ist viel geboten.

Bis zum 6. August erwartet Jugendliche in der Offenen Zeltstadt in Gräfrath viel Programm

Von Moritz Berger

Solingen. Der Weg führt zwischen großen Bäumen hindurch auf eine weitläufige Wiese – schon steht man mittendrin in der Offenen Zeltstadt. Seit Samstag hat sie wieder für alle Jugendlichen ab 14 Jahren geöffnet. Dort erwartet sie ein buntes und vielfältiges Programm, das ein Team von Ehrenamtlern zum 24. Mal auf die Beine gestellt hat. Über das Gelände der ehemaligen Jugendherberge in Gräfrath verteilen sich unterschiedliche Möglichkeiten, um die letzte Woche der Sommerferien abwechslungsreich zu gestalten. So ist in der einen Ecke ein Pool aufgebaut, der bei heißen Temperaturen Abkühlung verspricht. Im Schatten der Bäume dahinter sind Hängematten angebracht, die erlauben, mal auszuspannen.

Am Samstagnachmittag ist es auf der großen Wiese noch recht ruhig. „Einige sind dabei, ihre Zelte aufzubauen oder kommen etwas später“, erklärt Organisatorin Simone Bickenbach, genannt „Schorle“. Andere sind schon mittendrin und probieren sich an Gravitrax aus. Dahinter verbirgt sich ein System, mit dem sich Kugelbahnen bauen lassen – nach Anleitung oder frei entworfen. „Gerade das Tüfteln und Ausprobieren macht viel Spaß“, sagt Daniel Herrmanns, Leiter des Ferien(s)pass.

„Es wird jedes Jahr schwieriger, die Erlaubnis zu erhalten, das Gelände nutzen zu dürfen.“

Daniel Herrmanns

Auch Jules und Markus nutzen die Gelegenheit zum „Next Level Kugelbahnbau“ und probieren mit allerhand Bauelementen herum, bis die Kugel den gewünschten Lauf nimmt. Die beiden Freunde sind zum zweiten Mal in die Offene Zeltstadt gekommen und haben ihr Zelt diesmal direkt für eine ganze Woche aufgeschlagen. „In der Gemeinschaft hier entsteht einfach ein schönes Lagerfeuergefühl“, erklärt Jules. Und Markus ergänzt: „Man hat hier viele Freiheiten und kann machen, was man will“.

Dadurch zeichnet sich die Offene Zeltstadt seit jeher aus. „Ein offenes Konzept, ein offenes Programm und offen für jedermann“, fasst es Daniel Herrmanns prägnant zusammen. Auf der Tagesordnung stehen dabei sowohl Sport und Abenteuer als auch Ruhe und Entspannung. „Dabei gilt immer: Alles kann, nichts muss“, hebt Simone Bickenbach hervor.

Die Freiheit, den Tag eigenständig planen und alles selbst bestimmen zu können, genießen auch Jules und Markus. Zudem mache „vor allem in Gemeinschaft das Zelten Spaß“, betont Markus. Um zahlreichen jungen Menschen etwas zu bieten, wolle man ein vielfältiges Angebot machen, sagt Herrmanns. Dieses hält neben Volleyball oder Brettspielen auch kreative Workshops wie eben Kugelbahnbau bereit.

Schluss ist danach aber noch lange nicht, denn „abends machen wir es uns bei einem Lagerfeuer gemütlich“, erklärt der Leiter des Ferien(s)pass. Am Abend werde es in der Offenen Zeltstadt außerdem etwas lauter, denn auch in diesem Jahr biete man lokalen Bands aus Solingen bewusst wieder eine Bühne.

Für viele Ehrenamtliche ist die Ferienaktion zu einem „echten Herzensprojekt“ geworden. Denn ohne das Engagement sei die Offene Zeltstadt in dieser Form nicht möglich, betont Simone Bickenbach. Damit es überhaupt wieder klappt, habe man sich Unterstützung und Hilfe durch den Ferien(s)pass sowie die IHK und die Firma Walbusch gesucht. „Es wird jedes Jahr schwieriger, die Erlaubnis zu erhalten, das Gelände nutzen zu dürfen“, erklärt Daniel Herrmanns.

Das Grundstück gehört der Süßwarenfachschule, die eigentlich andere Pläne dafür hat. Dabei sei diese große Wiese sehr gut geeignet für die Offene Zeltstadt. „Wir haben hier sehr viele Möglichkeiten, denn es verteilt sich alles gut auf dem weitläufigen Gelände“, sagt Bickenbach.

Diese Möglichkeiten können Jugendliche nun bis zum 6. August ausprobieren.

Helfer gesucht

Um das vielfältige Programm der Offenen Zeltstadt organisieren zu können, suchen die Ehrenamtlichen immer freiwillige Helfer. Interessierte, die Spaß am Zeltlager haben, könne sich an das Team wenden.

www.zeltstadt.de

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