Politik

NRW-Gesundheitsminister stellt weitere Lockerungen in Aussicht

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann folgte über Zoom einer Einladung des CDU-Kreisverbands. Archivfoto: Michael Schütz
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NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann folgte über Zoom einer Einladung des CDU-Kreisverbands.

CDU-Kreisverband lud zur Diskussion mit Karl-Josef Laumann ein.

Von Julia Wodara

Solingen. Ab dem 8. Juli könnte es in Nordrhein-Westfalen – bei niedrigster Inzidenzstufe – weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben. Das stellte Karl-Josef Laumann (CDU), NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, am Montagabend bei einer digitalen Diskussion der Solinger Christdemokraten in Aussicht.

Die Veranstaltung des CDU-Kreisverbandes fand unter dem Titel „Corona in NRW“ statt. Neben Laumann nahm auch Solingens Ordnungsdezernent Jan Welzel (CDU) an der Diskussion teil. Thematisiert wurden sowohl der bisherige Umgang mit der Pandemie als auch die aktuelle Lage und Perspektiven für die Zukunft.

Derzeitig herrscht vor allem Freude über niedrige Infektionszahlen. „Wir haben die dritte Infektionswelle gebrochen“, sagte der Minister. Die Gefahr einer vierten Welle schätze er wegen des Impffortschritts als verhältnismäßig gering ein: 55 Prozent der Landesbevölkerung hätten bereits die Erstimpfung erhalten. Mit Abzug der derzeit nicht zur Impfung zugelassenen unter 12-Jährigen belaufe sich die Zahl schätzungsweise sogar auf 60 bis 65 Prozent. Seit einigen Tagen stehe außerdem viel Impfstoff zur Verfügung, so dass davon ausgegangen wird, ab Juli allen Interessierten ein Impfangebot machen zu können. Dennoch sei die Situation gerade aufgrund der Delta-Variante nicht zu unterschätzen. Mit Blick auf die Urlaubssaison appellierte der Minister daher, sich auch nach Rückkehr aus einem Nicht-Risikogebiet wiederholt testen zu lassen.

Solingen: Mehr Zusammenarbeit bei Krankenhäusern gefordert

Jan Welzel sprach von einem „Virus, das erschreckend faszinierend auf menschliche Verhaltensweisen eingestellt ist“. Dies erfordere – unabhängig von der Möglichkeit, „die vierte Welle besser im Griff zu behalten“ – einen durchgehend verantwortungsvollen Umgang mit Kontaktregeln und Testmöglichkeiten.

Die flächendeckenden Test- und Impfmöglichkeiten gelten für Welzel neben kommunaler und regionaler Selbstverwaltung als größte Erfolgsfaktoren im Pandemiemanagement. Das marktwirtschaftliche Gesundheitssystem solle jedoch „durch eine einplanende Daseinsvorsorge ergänzt werden“. Eine durchgehende Pandemievorsorge sei laut Laumann finanziell nicht erreichbar, stattdessen solle der Fokus auf der Verbesserung von Arbeitsbedingungen und Löhnen essenzieller Hilfskräfte liegen.

Auf Seite regionaler Krankenhäuser forderte er mehr Zusammenarbeit: Statt bisherigem Wettbewerbsverhalten, das personellen und finanziellen Ressourcen schade, solle man abseits der Grundversorgung auf Absprachen und Spezialisierungen setzen.

Welche Beschränkungen wegen des Coronavirus gelten aktuell in Solingen? Das haben wir für Sie in einem Artikel zusammengefasst, den Sie hier finden: Ein Überblick über die Corona-Regeln in Solingen.

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