Fest

Nordstadt feiert wieder ihre Vielfalt

Unter dem Motto „Nordstadt (er)leben!“ fand das 13. Nordstadtfest statt. Fotos: Christian Beier
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Unter dem Motto „Nordstadt (er)leben!“ fand das 13. Nordstadtfest statt.

Musik, Essen und Infos gehörten zum Programm. Der veranstaltende Verein bangt um die ausreichende Finanzierung der Arbeit.

Von Wolfgang Günther und Philipp Müller

Wie lebendig, bunt und vielseitig die Nordstadt zwischen der Konrad-Adenauer-Straße, der Potsdamer Straße und dem Theater und Konzerthaus ist, das war am Samstag wieder einmal beim Nordstadtfest vor dem Rathaus zu erfahren. „Nordstadt (er)leben! Ein Quartier steht zusammen“ war das Motto des diesjährigen Festes, das in diesem Jahr bereits in der 13. Auflage über die Bühne ging.

Standpunkt von Philipp Müller

Bürgermeister Ernst Lauterjung (SPD) eröffnete pünktlich um 11 Uhr das Fest auf dem Rathausvorplatz, der den Namen des ehemaligen, in Solingen geborenen Bundespräsidenten Walter Scheel trägt. Dirk Mähler vom Fitness Centrum Temming und Mähler war als Vertreter der Gewerbetreibenden im Quartier dabei, später stellte er auf der Bühne Gruppen verschiedener Altersstufen aus seinem Sportzentrum an der Konrad-Adenauer-Straße vor.

Natürlich durften bei der Eröffnung auch Vertreter des veranstaltenden Bürgervereins „Bunte Nordstadt“ nicht fehlen. Er bangt um die Zukunft des Festes und weiterer sozialer Angebote. In diesem Jahr fließen letztmalig Mittel aus dem vom Land unterstützten Programm „Soziale Nordstadt“. Aktiv wurden die Parteien angeschrieben, die ihr Bekenntnis zum Stadtteil gaben, aber nicht einheitlich zur Finanzierung (» Kasten ). Der Verein arbeitet in den Räumen der Awo in der Nordstadt.

Lesen Sie auch: Politik sucht Lösungen für die Nordstadt

Lauterjung versprach in seiner Eröffnung, nach neuen Hilfswegen zu suchen. Im ST-Gespräch bezweifelte er aber, dass dies in der bisher gewohnten Höhe stattfinden könne. Es handle sich um freiwillige Mittel der Stadt, die im Haushalt angesetzt werden müssten.

Am Stand des Vereins informierten die Mitarbeiter über erfolgreich umgesetzte soziale Projekte im Stadtteil und zeigten weitere Pläne für die Nordstadt auf. Deren ganzes Spektrum von Kultur, Sport und Gesellschaft stellte sich in einer kleinen Zeltstadt auf dem Walter-Scheel-Platz vor.

Anwohner der Nordstadt gestalten ihr Fest aktiv mit

Hunderte Besucher genossen das lange Programm auf der Bühne vor dem Rathaus.

Längst hat das Fest einen festen Platz im Solinger Veranstaltungskalender. In jedem Jahr wird es mit viel Engagement von den Anwohnern gestaltet. Dabei machten sich die beteiligten Vereine und Akteure aus dem Stadtteil auch diesmal für ein friedliches Miteinander in ihrem Quartier stark. Mehr als 20 Vereine, Schulen und Einrichtungen präsentieren sich diesmal mit Informationen und Mitmachaktionen. Ebenso reichhaltig war das Angebot an Speisen und Getränken. Von türkischen Spezialitäten über tamilische Köstlichkeiten bis zur bergischen Waffel reichte das Angebot.

Besucher wollen versorgt werden: Safiye Gürayadin vom Verein Denizli schnibbelte Gemüse.

Durch das Programm auf der Bühne führten Marina Dirks und Max Hansen. Für musikalische Unterhaltung sorgt die afrikanische Musikgruppe Senjam. Highlights auf der Bühne und auf dem Platz waren die Theater- und Tanzauftritte von jugendlichen Gruppen der Migrantenselbstorganisationen aus der Nordstadt. Ein Graffiti-Workshop interessierte die jungen Festbesucher, die Einrad-Schule „Rideone“ führte die Tricks und Kniffe vor, um ein Einrad zu beherrschen.

Die Festmeile zog sich über die Konrad-Adenauer-Straße hinweg. Dort hatten die Nordstadt-Einzelhändler mit besonderen Aktionen ihre Türen für die Besucher geöffnet. Ein Flanieren durch den Stadtbezirk lohnte sich, denn am oberen Ende der Nordstadt lockte der traditionelle Anwohnerflohmarkt die Besucher in die Augustastraße.

ZUKUNFT DER NORDSTADT

POLITIK Der Verein „Bunte Nordstadt“ hatte an die Ratsparteien appelliert, auch künftig finanzielle Förderung zur Verfügung zu stellen. Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus: Die CDU versprach, bei der Suche nach neuen Landesmitteln zu helfen. SPD, FDP und BfS wollen mit dem Verein Gespräche suchen, wie eine Förderung auf kommunaler Ebene organisiert werden kann. Linke und Grüne sprechen sich dafür aus, im Haushalt 2020 Mittel für die Nordstadt-Entwicklung einzusetzen.

Um 16 Uhr startete in der abschüssigen Augustastraße das traditionelle Bobbycar-Rennen, an dem jedes Kind teilnehmen konnte. Die Veranstalter vom Verein „Bunte Nordstadt“ freuten sich über den durchgehend guten Besuch auf dem Fest, der die große Vielfalt im Stadtteil dokumentiere. 

„Nordstadt (er)leben! Ein Quartier steht zusammen“

Bürgermeister Ernst Lauterjung eröffnet das 13. Nordstadtfest.
 © Christian Beier
Bürgermeister Ernst Lauterjung eröffnet das 13. Nordstadtfest.
 © Christian Beier
Bürgermeister Ernst Lauterjung eröffnet das 13. Nordstadtfest.
 © Christian Beier
Bürgermeister Ernst Lauterjung eröffnet das 13. Nordstadtfest.
 © Christian Beier
Bürgermeister Ernst Lauterjung eröffnet das 13. Nordstadtfest.
 © Christian Beier
Bürgermeister Ernst Lauterjung eröffnet das 13. Nordstadtfest.
 © Christian Beier
Bürgermeister Ernst Lauterjung eröffnet das 13. Nordstadtfest.
 © Christian Beier
Bürgermeister Ernst Lauterjung eröffnet das 13. Nordstadtfest.
 © Christian Beier
Bürgermeister Ernst Lauterjung eröffnet das 13. Nordstadtfest.
 © Christian Beier
Bürgermeister Ernst Lauterjung eröffnet das 13. Nordstadtfest.
 © Christian Beier
Bürgermeister Ernst Lauterjung eröffnet das 13. Nordstadtfest.
 © Christian Beier

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