Nach Modernisierung

Nistkästen helfen irritierten Mauerseglern

Viel Aufwand war vonnöten, ehe die von Sebastian Bischof und Marita Klause präsentierten Nistkästen installiert waren. Fotos: Michael Schütz
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Sebastian Bischof und Marita Klause haben die Installation der Nistkästen organisiert.

An der Gesamtschule Höhscheid nisten gerne Mauersegler. Nun wurden Ersatzbrutplätze für die Vögel befestigt.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Sebastian Bischof und Marita Klause blicken gen Himmel: Zwei Arbeiter auf einem Hubsteiger montieren unter dem Dachvorsprung des Gesamtschulgebäudes auf der Zweigstraße vier Doppelnistkästen für Mauersegler. „Die Kästen aus Faserbeton werden ordentlich verdübelt, so dass sie auch stürmischem Wetter standhalten“, sagt Bischof vom städtischen Gebäudemanagement. Auch Klause von der Unteren Naturschutzbehörde blickt interessiert auf die Arbeiter mit ihrem schweren Gerät in 20 Metern Höhe.

Mit einem Hubsteiger wurden die Nistkästen unter dem Dachvorsprung der Gesamschule montiert.

Schon in der benachbarten Siedlung Weeger Hof habe man Nistkästen montiert. Offenbar gebe es in dieser Ecke von Solingen einen größeren Bestand von Mauerseglern, die übrigens nicht mit Schwalben zu verwechseln seien. „Mauersegler sind komplett schwarz und stoßen unverwechselbare Rufe aus.“ Sie ernähren sich aber auch von Insekten und finden davon offenbar reichlich in den vielen Winterlinden der Siedlung und im nahen Weinsberger Bachtal.

So kann Artenschutz gelingen

Sanierung der Schule hatte Folgen für die Vögel

Von den Mauerseglern in Nähe der Gesamtschule Höhscheid hatte Kerstin Lützenkirchen berichtet und Marita Klause um Hilfe gebeten – denn mit der Gebäude-Sanierung in der Zweigstraße sind Schlupflöcher für Vögel weggefallen. „Ich beobachte und zähle die Segler seit rund 15 Jahren mit meinen Schülern und Schülerinnen“, sagt die Schulabteilungsleiterin für Biologie. „Das waren mal rund 40 Vögel und es war gut zu sehen, wie irritiert sie von den durch die Modernisierung verschlossenen Mauerspalten und -löchern waren.“

Gerne hätte Sebastian Bischof, der für die Schulsanierung zuständig ist, früher von dieser Sorge um die Tiere erfahren. „Dann hätten wir Spezial-Hohlsteine mit eingebaut, die den Tieren Unterschlupf und Wärme bieten.“ Nun seien es eben die Nistkästen geworden. Wie alle an dem Projekt Beteiligten hofft er nun darauf, dass die Mauersegler die neuen Nistplätze annehmen. „Eigentlich sind unsere Schul-Mauersegler immer sehr pünktlich“, so Lützenkirchen schmunzelnd, die die Zugvögel, die jedes Jahr aus Afrika kommen, zum 1. Mai erwartet.

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