Konzert

New York Gospel Stars begeistern am Fronhof

Die New York Gospel Stars sind gerngesehene Gäste in Solingen.
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Die New York Gospel Stars sind gerngesehene Gäste in Solingen.

300 Zuschauer in der evangelischen Kirche am Fronhof erlebten eine besondere Nacht. Die Gruppe stand schon mit Ed Sheeran und Whitney Houston auf der Bühne.

Von Andreas Römer

Solingen. Rund 300 Zuschauer in der evangelischen Kirche am Fronhof gingen Montagabend begeistert mit beim Konzert der New York Gospel Stars. Das vom Solinger Tageblatt präsentierte Gastspiel der in der Klingenstadt gerngesehenen Gäste hielt, was Sänger Ahmed Wallace zu Beginn versprochen hatte: eine besondere Nacht.

„Gospel ist Kraft und Leidenschaft, es ist Singen, Tanzen und Spaß haben“, kündigte Wallace an. Und die vier Sängerinnen und drei Sänger der New York Gospel Stars, begleitet von Schlagzeug und E-Piano, hielten sich daran.

Ob ganz starke Soli oder alle gemeinsam – stimmgewaltig, beeindruckend und mit-reißend präsentierten sie bekannte und weniger berühmte Gospelsongs. Schon mit dem ersten Lied setzten die New York Gospel Stars ein Ausrufezeichen. Bei „Down by the riverside“ klatschen alle Zuschauer mit, sangen den Refrain und schnippten mit den Fingern, wie man es auf der Bühne in der Kirche vormachte.

So gab es einen Wechsel zwischen mitreißender Stimmung, wenn das Publikum einbezogen wurde, und ruhigen, aber keineswegs weniger beeindruckenden Stücken. Als Gründungsmitglied Matia Washington allein ohne Begleitung ihre Stimme durch das Kirchenschiff schickte und jeden Winkel mit ihrem kraftvollen Sound erreichte, war das Publikum mucksmäuschenstill und total fasziniert.
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Linke Hälfte des Publikums tritt gegen die rechte Hälfte an

Immer wieder wurden die Zuschauer zum Mitsingen eingeladen. Bei „Go tell it on the mountain“ – auf Deutsch „Geht und sagt es allen Leuten“ – gab es einen kleinen Wettbewerb der rechten gegen die linke Hälfte des Publikums. Wer war lauter und brachte mehr Energie? Das war am Ende aber gar nicht wichtig, es war sicher ein gutes Unentschieden, das die Stimmung weit nach oben brachte. Die Zuschauer feierten sich auch ein Stückchen selbst – völlig zu Recht, wie das Lob von der Bühne bestätigte.

Der Gospel hat seinen Wortursprung vom englischen „good spell“ was übersetzt „gute Nachricht“ oder „Frohe Botschaft“ bedeutet. Im deutschen Sprachgebrauch ist Gospel eine christliche, afroamerikanische Stilrichtung in der Musik, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts aus dem Spiritual sowie Elementen des Blues und Jazz entwickelt hat. Dazu gehört ein religiöser Hintergrund, um Musik und Gotteslob zu verbinden. Das tun die New York Gospel Stars seit 15 Jahren auf ausgiebigen Tourneen. Ihre aktuelle Reise bringt sie in drei Monaten zu 81 Konzerten in Deutschland.

Unterm riesigen Weihnachtsbaum in der Stadtkirche stimmten die Sängerinnen und Sänger nach der Pause zudem einige Weihnachtslieder an, die ja auch die religiöse Botschaft vermitteln und so kurz nach Weihnachten von den Solingern gern genommen wurden.

Auch hier gab es Abwechslung zwischen dem fröhlichen und immer schneller werdenden „Jingle Bells“ und langsamen Stücken wie „Stille Nacht“. Für Jingle Bells waren zwei Mädchen aus dem Publikum als „Verstärkung“ auf die Bühne geholt worden – sie erwiesen sich als textsicher und wundervoll lautstark.

Allerdings war das „Wechselbad“ für das Publikum nicht immer leicht. Wenn man gerade so richtig in Fahrt war, stehend mitklatschte, im Rhythmus swingte oder sogar mitsang, folgte stets eine ruhige Nummer, die die Zuschauer wieder auf die Stühle und zum Innehalten zwang. Da wäre der eine oder andere gern einfach in der Mitmachstimmung geblieben, hätte gern dauerhaft weitergetobt.

Insgesamt war es dennoch ein beeindruckender Abend, der alle Facetten des Gospels präsentierte. Noch während der Zugabe „Oh happy day“ zogen die Sängerinnen und Sänger durch den Kirchengang und luden die Zuschauer ein, sich im hinteren Teil der Stadtkirche Programmhefte oder CDs signieren zu lassen, einfach ein paar Fotos mit den Stars zu machen oder vielleicht die eine oder andere Frage loszuwerden.

Hintergrund: Whitney Houston, Ed Sheeran

Seit mehr als 15 Jahren kommen die New York Gospel Stars im Winter nach Deutschland. Sie haben unter anderem mit Künstlern wie Whitney Houston, Ed Sheeran und Aretha Franklin erfolgreich zusammengearbeitet. In der Region gibt es noch Konzerte in Hilden (6.1.), Leverkusen (10.1.) und Wuppertal (12.1.).

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