Verein Institut für DIY-Kultur

Neues Café öffnet in alten Waggons auf der Trasse

Das Team freut sich mit der Vereinsvorsitzenden Milena Munsch (r.) über den Startschuss an der Korkenziehertrasse. Foto: Moriz Alex
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Das Team freut sich mit der Vereinsvorsitzenden Milena Munsch (r.) über den Startschuss an der Korkenziehertrasse.

Solinger Verein orientiert sich an Wuppertaler Kultur- und Kreativquartier rund um den Mirker Bahnhof

Von Wolfgang Günther

Solingen. Vor etwa einem Jahr gründete sich in Wald der Verein Institut für DIY-Kultur, aktuell sind dort gut 20 Mitglieder aktiv. Der Verein übernimmt die beiden Waggons an der Korkenziehertrasse, die früher von der Fuhrgemeinschaft als Café betrieben wurden.

„Wir waren auf der Suche nach einem Ort, wo wir uns mit unseren Ideen am besten in den Stadtteil einbringen können“, erzählt die Vorsitzende Milena Munsch. Der Verein hat ein Standbein im Kulturzentrum Waldmeister und arbeitet in musikalischer Richtung auch mit dem Cow-Club zusammen.

Hinter der Abkürzung steht der Begriff „Do it yourself“, denn die Kreativität der Mitglieder hat große Bedeutung für den Verein. „Und bei der Suche nach einer Location für uns wurden wir auf die beiden Waggons an der Korkenziehertrasse aufmerksam“ berichtet die Vorsitzende weiter.

Waggon ist an der Trasse ein überraschender Blickpunkt

Bis vor fünf Jahren hatte die Fuhrgemeinschaft dort ein Trassencafé betrieben, seither standen die Waggons leer, behielten aber ihre gute Ausstattung. Sie stehen direkt an der Trasse im Bereich Schelerstraße und ziehen als überraschender Blickpunkt die Aufmerksamkeit von Radlern und Spaziergängern an.

Die Begeisterung der Vereinsmitglieder bei der ersten Inaugenscheinnahme war groß, schnell wurde man sich über die Übernahme mit der Fuhrgemeinschaft einig, auch die Stadtverwaltung mit Gesundheits- und Ordnungsamt war schnell überzeugt und hilfsbereit. Und so, nach einem kleinen, aber erfolgreichen Testlauf an Fronleichnam eröffnete am Wochenende wieder offiziell ein Café in den beiden Waggons an der Trasse.

Inspiriert wurden die Vereinsmitglieder vom Mirker Bahnhof, einem historischen Bahnhof in Wuppertal. Die Bahngleise dort wurden zum Rad- und Wanderweg Nordbahntrasse und der Bahnhof und sein weites Umfeld inzwischen zur „Utopiastadt“, einem vielseitigen Zentrum der Kreativität.

Ein Kleidertausch und Ausstellungen werden bereits geplant

„Und in solch einfallsreicher kultureller und handwerklicher Vielfalt schwebt uns auch das Leben rund um unseren Bereich an der Korkenziehertrasse hier rund um die Waggons vor“, erklärten einige der ehrenamtlichen Mitglieder vor der Eröffnung. Die Möglichkeiten sind vielseitig. Eine Reparaturwerkstatt soll dort bald eingerichtet werden, auch eine Hilfsstation für Fahrräder soll in Kürze ihre Dienste anbieten. „Wir haben bereits viele Ideen entwickelt, und freuen uns auch über neue Mitglieder, die mit Start-ups ihre eigenen Pläne bei uns verwirklichen möchten“, so Milena Munsch.

Aufmerksamkeit erregt hat die Initiative bereits im Vorfeld. Einige Möbel für den Außenbereich wurden gespendet, auch der neue, professionelle Kaffeeautomat konnte preiswert erworben werden. Auf der Speisekarte des neuen Cafés stehen natürlich Kaffee und Kuchen, dazu Waffeln und Sandwiches; Getränke nicht zu vergessen. Die freiwilligen Helfer arbeiten in mehreren Schichten.

Schon jetzt sind als Veranstaltungen ein Kleidertausch, und Ausstellungen bildender Künstler angedacht oder auch Vorstellungen im Bereich Theater und Kino. „Hier soll in naher Zukunft ein Treffpunkt für alle Walder Bürger entstehen, sowohl in Richtung Kultur, wie auch Unterhaltung und Gastronomie“, sagte die Vereinsvorsitzende zum Abschluss. Bald will der Verein auch Kontakt zu anderen Initiativen in Wald aufnehmen.

Der Verein

Der Verein Institut für DIY-Kultur hat durch viele Konzerte im Waldmeister auch gute Kontakte in die Solinger Musikszene. Sobald es möglich ist und die Corona-Beschränkungen es erlauben, sollen auch bekannte Bands an den Waggons auftreten. Geöffnet ist das neue Café an der Korkenziehertrasse / Schelerstraße jeweils am Freitagabend von 17 bis 22 Uhr. Samstags und sonntags wird ab 14 Uhr geöffnet.

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