Trockene Snacks erlaubt

Neuerungen: Die Bibliothek erweitert ihr Angebot

Leiterin Heike Pflugner berichtet von einigen Neuerungen in der Stadtbibliothek. Unter anderem ist im Obergeschoss jetzt ein Regal mit Schriftstellerinnen und Schriftstellern zu finden, deren Bücher von den Nationalsozialisten verbrannt wurden. Foto: Michael Schütz
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Leiterin Heike Pflugner berichtet von einigen Neuerungen in der Stadtbibliothek. Unter anderem ist im Obergeschoss jetzt ein Regal mit Schriftstellerinnen und Schriftstellern zu finden, deren Bücher von den Nationalsozialisten verbrannt wurden.

An der Mummstraße gilt eine neue Benutzungs- und Entgeltordnung.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Die Stadtbibliothek hat im Obergeschoss ein Regal mit im Dritten Reich verfolgten Schriftstellerinnen und Schriftstellern zusammengestellt. Im Frühjahr war der Rat einem gemeinsamen Antrag von SPD, FDP und Grünen gefolgt, in der Bibliothek Werke von Autoren wie Thomas Mann, Erich Kästner, Kurt Tucholsky und anderen, deren Bücher von den Nationalsozialisten als verfemt verbrannt worden waren, gesondert zur Verfügung zu stellen.

Im Schulterschluss mit dem Zentrum für verfolgte Künste und dem Max-Leven-Zentrum ist dies der Anfang einer engeren Zusammenarbeit zu diesem Thema. Auch Schulklassen sollen künftig von dieser Vernetzung profitieren, sagt Heike Pflugner. Die Leiterin der Stadtbibliothek begrüßt diese Kooperation ausdrücklich.

Außerdem befinde man sich in enger Abstimmung mit den Schulen, welche Literatur – über die im Bestand vorhandene hinaus – für den Unterricht jeweils gebraucht werde. „Danach richten sich dann unsere weiteren Bestellungen.“

Künftig darf während der Lektüre gegessen werden

Eine weitere Neuerung in der Bibliothek ist der Senioren-Computer-Club im Freiraum- Café. Montags zwischen 13 und 15 Uhr stehen Mitarbeiter zur Verfügung, um offene Fragen rund um den Umgang mit dem Internet zu beantworten. Da kann es durchaus auch um ganz praktische Hilfen gehen – zum Beispiel Anträge und Anfragen an das nahe gelegene Bürgerbüro zu stellen. Zusätzlich gibt es Antworten bei Unklarheiten zur Online- Ausleihe und E-Book-Readern.

Ansonsten sei zum 1. November die Benutzungs- und Entgeltordnung verschlankt worden, sagt Heike Pflugner. Künftig gelte beispielsweise, dass das jeweilige Benutzer-Passwort deutlich sicherer sein muss. „Konnte man sonst zum Beispiel den Geburtstag nehmen, so muss es jetzt ein Mix aus zehn Zeichen sein, der Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und auch Sonderzeichen beinhaltet.“ Neu sei auch, dass nichts mehr dagegen spreche, während der Lektüre oder beim Nutzen des Internets einen trockenen Snack zu sich zu nehmen – sprich Brötchen, Brote oder Ähnliches. Ausdrücklich nicht erlaubt seien fettige und stark riechende Speisen wie Döner oder Pizza.

So nutzen Solinger die Online-Ausleihe

Wegfallen wird die Goldkarte. Dafür aber kostet die Ausleihe von Bestsellern künftig nichts mehr extra. Bislang wurden pro Buch 2 Euro Ausleihgebühr erhoben. Die Vergünstigungen für Mitglieder des Fördervereins entfallen: Da der Beitrag steuerlich absetzbar sei, sei es nicht zulässig, noch an anderer Stelle von der Mitgliedschaft zu profitieren.

Darüber hinaus ist die Leiterin der Stadtbibliothek ist spürbar froh, dass sich der Klammergriff, in den die Pandemie die Einrichtung genommen hatte, allmählich löst. Das Veranstaltungsprogramm kann seit dem Sommer unter 3G-Regeln durchgeführt werden. (| Kasten)

Veranstaltungen

Zu den nächsten Veranstaltungen in der Stadtbibliothek zählt eine Lesung der Krimi-Autorin Eva Almstädt. Am Donnerstag, 28. Oktober, liest sie ab 19.30 Uhr aus ihrem Buch „Ostseefalle“. Der Eintritt kostet 10 Euro, um eine Anmeldung in der Stadtbibliothek wird gebeten. Gleiches gilt für die Veranstaltung am Samstag, 13. November. Ab 19.30 Uhr liest der Schauspieler Roland Jankowsky „kriminelle Kurzgeschichten“ vor.

www.solingen.de/de/inhalt/veranstaltungskalender/

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