ST vor Ort

Neuer Kunstrasenplatz an der Höher Heide ist fast fertig

Yorik Heiber präsentiert die Pläne für das TSV-Vereinszentrum. Sie sollen auf der Fläche hinter ihm umgesetzt werden.
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Yorik Heiber präsentiert die Pläne für das TSV-Vereinszentrum. Sie sollen auf der Fläche hinter ihm umgesetzt werden.

Verzögerungen bei Umkleidegebäude sowie dem Vereinszentrum des TSV Aufderhöhe.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Das Projekt Höher Heide 2 geht auf die Zielgerade. Der Fußballplatz im Josefstal ist quasi fertiggestellt. Noch fehlen die Tore, zudem seien kleinere Restarbeiten und Nachbesserungen notwendig, bevor die offizielle Abnahme und Freigabe erfolgen können. Die Stadt zeigt sich zuversichtlich, dass der Trainingsbetrieb im August starten kann. Zu Verzögerungen kommt es hingegen beim Bau des neuen Umkleidegebäudes. Auch für das geplante Vereinszentrum des TSV Solingen-Aufderhöhe sind noch Hürden zu nehmen.

Alle Folgen der Stadtteilserie

Die Kunstrasenfläche dient als Ersatz für den abgerissenen Nebenplatz am Hermann-Löns-Weg. 3,3 Millionen Euro nimmt die Stadt für das Feld und die benachbarten Kabinen in die Hand, rund zwei Millionen davon steuert der Bund bei. Das Budget kann wohl eingehalten werden. Die Aufträge seien größtenteils vor den aktuellen Preissteigerungen vergeben worden, so dass sich die umsetzenden Betriebe frühzeitig mit Material eindecken konnten.

ST vor Ort in Aufderhöhe.

Das Spielfeld ist beinahe fertig, das Umkleidegebäude soll es im ersten Quartal 2023 werden. Wegen Schwierigkeiten bei der Auftragsvergabe – zu hohe oder keine Angebote – sei es zu Verzögerungen gekommen. Ehe das Gebäude zur Verfügung steht, sollen die Umkleiden des benachbarten Platzes genutzt werden.

Bis Spiele und Turniere auf dem neuen Kunstrasen stattfinden können, wird es noch dauern. „Die Freigabe hierfür erfolgt sukzessive nach Baufortschritt auf dem Parkplatz, der aktuell noch als Baustellenzufahrt für das Umkleidegebäude dient“, erklärt die Stadt.

Auf dem Gelände klafft noch eine Lücke. Sie ist für das neue Zentrum des TSV Aufderhöhe vorgesehen. Eigentlich hatten die Verantwortlichen auf einen Baustart im Herbst 2021 gehofft – daraus wurde nichts. Nun treffen die Preissteigerungen den Verein mit voller Wucht. Der zunächst veranschlagte Kostenrahmen von rund 1,8 Millionen Euro kann nicht gehalten werden. Der Großteil dieser Summe ist durch den Verkauf des Vereinsgrundstücks an der Gillicher Straße an die Diakonie Bethanien abgedeckt. Nun rechnet TSV-Vorsitzender Ernst Kugel mit Investitionen von etwa 2,5 Millionen Euro.

Das ist ein Kraftakt für den Verein.

Ernst Kugel, TSV-Vorsitzender

Eine Finanzierung soll das Delta schließen. Gespräche mit der Stadt-Sparkasse sowie der NRW-Bank seien weit fortgeschritten. „Das ist ein Kraftakt für den Verein“, bekennt Kugel. Der Vorsitzende hofft, dass die Arbeiten in den kommenden zwei Monaten beginnen können. Zu rechnen sei mit einer Bauzeit von ungefähr acht Monaten.

Trotz dieser Hürden ist Yorik Heiber von dem Projekt überzeugt. „Es ist gut für die Stadtteilentwicklung und hebt den Verein auf eine andere Stufe“, betont der Vereinsmanager. Der TSV möchte viele seiner Aktivitäten an der Höher Heide bündeln. Dafür wurden nicht nur das Objekt an der Gillicher Straße, sondern auch der Kraftraum in Merscheid und die langjährige Geschäftsstelle aufgegeben. Letztere befindet sich derzeit provisorisch in der Aufderhöher Straße 182 – mit Blick auf die Baustelle.

Sportangebot soll zentralisiert werden

Künftig wird sie in dem zweigeschossigen Neubau im Josefstal zu finden sein. Auf rund 1400 Quadratmetern sind dort unter anderem ein Fitnessbereich, Möglichkeiten für funktionales Training sowie Kurs-, Seminar und Veranstaltungsräume vorgesehen. Der Neubau ebne den Weg für eine „Zentralisierung des Sportangebots“. Gleichzeitig habe die Immobilie das Potenzial, den Verein mit seinen 2300 Mitgliedern noch stärker zusammenzubringen. „Wir müssen weg vom Abteilungsdenken, hin zu einem großen Ganzen.“

Heiber kann es kaum abwarten, bis der neue Sportpark im Herzen Aufderhöhes fertig ist. Er misst dem Projekt einen hohen Stellenwert für die Entwicklung des Vereins bei: „Dann verfügen wir über eine Infrastruktur, die ihresgleichen sucht.“ Davon sollen alle Bereiche profitieren, nicht nur die Fußballer. Die mit rund 900 Mitgliedern größte Abteilung des TSV würde das Angebot an der Höher Heide gerne mit einem neuen Kabinentrakt inklusive Gastronomie abrunden. Erste Pläne liegen vor.

„Der Verein muss klare Philosophie für die Zukunft entwickeln“, betont Yorik Heiber. Eine wichtige Säule aus seiner Sicht: eine qualitativ hochwertige Kinder- und Jugendarbeit. Der Vereinsmanager spricht sich zudem für eine Standortbestimmung aus: Was sollen die Aushängeschilder sein? Er strebt ein erkennbares Profil für die nachhaltige Entwicklung des Vereins an. Dann, ist sich Heiber sicher, habe der Club eine erfolgreiche Zukunft vor sich: „Der TSV hat eine große Wucht.“

Passend dazu: So wird der Freizeitpark Aufderhöhe aussehen

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