Erste Sitzung digital

Neuer Jugendstadtrat strebt nach mehr Einfluss

Alexander Erkelenz ist neuer Vorsitzender des Jugendstadtrats und damit Nachfolger von Finn Grimsehl-Schmitz. Foto: Christian Beier
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Alexander Erkelenz ist neuer Vorsitzender des Jugendstadtrats und damit Nachfolger von Finn Grimsehl-Schmitz.

Alexander Erkelenz ist jetzt Vorsitzender.

Von Timo Lemmer

Solingen. Der zwölfte Jugendstadtrat hat sich konstituiert: Die 25 gewählten Jugendvertreter tagten bei ihrer ersten Sitzung digital. Dabei wählten sie Alexander Erkelenz zu ihrem Vorsitzenden. „Mit ist es wichtig, mich für alle und alles einzusetzen“, sagte Erkelenz, der klarmachte, sich nicht nur auf wenige Themen fokussieren zu wollen. „Da bin ich eher ein Generalist“, sagte der neue Vorsitzende und fuhr in Richtung von Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), der die Sitzung bis zu den Wahlen leitete, fort: „Und wenn es nötig ist, stehe ich bei Herrn Kurzbach vor der Tür und klopfe.“

Nicht nur der neue Vorsitzende machte bei der ersten Sitzung deutlich, worum es den Jugendlichen in den kommenden Jahren vor allem gehen wird: mehr Einfluss. Dabei wollen sie die Vorarbeit des vorangegangenen Jugendstadtrats nutzen und dafür kämpfen, zumindest das Rede- und Antragsrecht in anderen Ausschüssen zu erlangen. Zu gerne hätten die Jugendlichen dabei auch ein Stimmrecht. Letzteres scheint allerdings ausgeschlossen, wie auch die anwesenden Vertreter verschiedener Stadtratsfraktionen unterstrichen. „Wir unterstützen aber definitiv die Forderung nach Antrags- und Rederecht“, sagte beispielsweise Niklas Geßner, Stadtratsmitglied der Grünen.

Klar ist, dass der Jugendstadtrat weiter nach mehr Einfluss strebt: Diese politisch dicken Bretter wolle man nun ganz schnell angehen und mit den Stadtratsfraktionen in den Dialog treten.

Solingen: Zukünftig ist auch eine Doppelspitze vorstellbar

Hohe Priorität neben diesem Projekt räumen die neuen Jugendstadtratsmitglieder ihren Redebeiträgen zufolge auch dem Klimaschutz vor Ort, der Arbeit gegen Rassismus und Diskriminierung und dem Einsatz für Jugendkultur ein. „Ich habe auf jeden Fall Bock, mit euch daran zu arbeiten“, versprühte nicht nur der neue Vorsitzende Energie und Tatendrang.

Erkelenz, der dem Jugendstadtrat nun vorsitzt, absolviert momentan sein Freiwilliges Soziales Jahr in einer inklusiven Gärtnerei in Gruiten. Der 20-Jährige hat 2020 sein Abitur an der Friedrich-Albert-Lange-Schule abgelegt.

Denkbar ist, dass Erkelenz der letzte, alleinige Vorsitzende des Jugendstadtrats ist: Mehrere Redebeiträge der neuen Mitglieder unterstrichen, dass es künftig zu einer Doppelspitze kommen könnte. Das sei zeitgemäß, fasste Erkelenz’ Vorgänger Finn Grimsehl-Schmitz die Debatte zusammen. Erkelenz und seine Mitstreiter möchten den Teamgedanken in jedem Fall leben, besonders auch mit Blick auf den ebenfalls gewählten Vorstand, dem große Bedeutung zukommen soll. Ihm gehören an: Sinja Waldmann, Désirée Barretta, Taha Malik Kaya und Christos Konstantinidis, der auch der Vertreter im Jugendhilfeausschuss ist.

Der Solinger Jugendstadtrat steht vor einem Novum. Zum ersten Mal in der Geschichte des Gremiums findet die konstituierende Sitzung am heutigen Montag in digitaler Form statt.

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