Wald

Neubau an der Grundschule Westersburg wird Ende Juni fertig

Schulleiterin Anna Fröhlich freut sich über den Baufortschritt an der Grundschule Westersburg: links das lichtdurchflutete Treppenhaus, rechts der blaue und grüne Neubau, der sich an den Altbau und den 90er-Jahre-Anbau anschließt. Fotos: Christian Beier
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Schulleiterin Anna Fröhlich freut sich über den Baufortschritt an der Grundschule Westersburg. links das lichtdurchflutete Treppenhaus, rechts der blaue und grüne Neubau, der sich an den Altbau und den 90er-Jahre-Anbau anschließt.

Schüler ziehen am Freitag aus dem Ausweichquartier an der Wittkuller Straße wieder zurück in ihre Schule.

Solingen. In hellem Grün und Blau leuchtet der Neubau an der Grundschule Westersburg. Das Gebäude in der Lücke zwischen dem alten Schulgebäude an der Bausmühlenstraße sowie der Sporthalle und der Mensa ist baulich schon gut auf dem Weg. Zusammen mit dem hellroten bestehenden Anbau bietet er ein bunt-fröhliches Bild.

Im September 2019 war der Verwaltungstrakt der Walder Grundschule aus den 1970er Jahren abgerissen worden. „Der Neubau soll bis Ende Juni fertig sein“, erklärte jetzt Stadt-Sprecherin Sabine Rische. Für die insgesamt 740 Quadratmeter neue Raumfläche ist eine Investition von 3,5 Millionen Euro vorgesehen.

Solingen: Am Freitag kehren die Schüler aus der Dependance zurück

Schon am Freitag steht der erste Umzug an. Dann werden nämlich die zwei Klassen, die seit dem vergangenen Jahr im Gebäude der ehemaligen Grundschule Wittkuller Straße ausgelagert waren, wieder an die Westersburg zurückkehren. Jeweils ein drittes und ein viertes Schuljahr können dann ihre beiden Klassenräume in dem 90er-Jahre-Anbau wieder beziehen, die im Rahmen des Neubaus ebenfalls umgestaltet werden mussten. „Über deren Flur im Obergeschoss wird es zukünftig auch eine Verbindung in den Neubau geben“, erklärt Schulleiterin Anna Fröhlich.

Der blaue und grüne Neubau, der sich an den Altbau und den 90er-Jahre-Anbau anschließt.

Der Neubau mit einem Klassenraum im Untergeschoss, zwei kleineren Förderräumen, zwei großen Multifunktionsräumen, die ab dem Mittag auch für den Offenen Ganztag und die Übermittagbetreuung genutzt werden, Lehrerzimmer und Verwaltungstrakt wird dann nach den Sommerferien voll genutzt werden können. Verbunden sind die zwei Etagen plus Gartengeschoss durch ein lichtdurchflutetes Treppenhaus mit haushohen Fenstern.

„Es hat etwa zwei Monate Verzögerung wegen der Witterung und corona-bedingten Lieferschwierigkeiten von Material gegeben“, erklärt Sabine Rische. Ursprünglich war die Fertigstellung für die Osterferien angepeilt worden.

Das lichtdurchflutete Treppenhaus.

Zwischenzeitlich waren auch die Schüler des Offenen Ganztags in den „Roten Esel“ an der Friedrich-Ebert-Straße als Ausweichquartier gezogen. „Der Ganztag ist aber schon nach dem ersten Lockdown an die Schule zurückgekehrt“, skizziert Anna Fröhlich die aktuelle Situation der Schule, die mit zwölf Klassen komplett dreizügig ist.

Derzeit werden die 290 Grundschüler gemäß der Corona-Regelungen tageweise abwechselnd in halben Klassenstärken unterrichtet. Trotzdem sei es aktuell sehr beengt. Denn 140 Kinder der Schule nutzen den Offenen Ganztag oder die Übermittag-Betreuung. 12 bis 15 Prozent aller Schüler sind zudem in der Notbetreuung. „Da wir derzeit keine freien Räume haben, müssen diese Kinder, die eigentlich ihren Distanztag haben, mit in der Präsenz-Klasse unterrichtet werden“, so die Schulleiterin.

Deshalb freut man sich an der Westersburg sehr, wenn es mit dem Neubau endlich wieder mehr Platz gibt. Die beiden Multifunktionsräume werden statt der üblichen 60 Quadratmeter 80 Quadratmeter groß sein. So sollen sie vormittags als Ausweichraum für den Unterricht oder multifunktional und außerhalb der Unterrichtszeit als Räume für den Offenen Ganztag genutzt werden. Separate Ganztagsräume wird es ebenso wie eine separate Bücherei an der Schule nicht mehr geben.

Solingen: Schule hat bald ein „offenes Klassenzimmer“

„Dafür wird der Klassenraum im Untergeschoss des Neubaus einen Zugang zum Garten und damit ein ,offenes Klassenzimmer‘ haben“, freut sich Anna Fröhlich. Auf dem weitläufigen Schulgelände werden zudem ein neuer Schulgarten mit Hochbeeten, einem Gewächshaus und Obstbäumen angelegt. Froh ist die Schulleiterin auch über „Forscherstationen“, die auf dem Außengelände zum Ausprobieren einladen sollen.

90 Millionen Euro gibt die Stadt Solingen derzeit aus, um Schulgebäude zu sanieren, zu erweitern und neu zu bauen

Bauprojekt

Schadstoffe: Der aus den 1970er Jahren stammende Gebäudeteil mit Verwaltung, Bücherei und OGS-Räumen musste abgerissen werden, weil der Baubestand mit Schadstoffen belastet war.

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