Nachruf

Gabriele Racka-Watzlawek: Nicht nur die Politik verliert eine echte Kämpferin

Gabriele Racka-Watzlawek wurde 67 Jahre alt.
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Gabriele Racka-Watzlawek wurde 67 Jahre alt.

Zum Tod von Gabriele Racka-Watzlawek

Von Andreas Tews

Solingen. Gabriele Racka-Watzlawek war in vielen Fachgebieten zu Hause. In der Jugend- und Schulpolitik wie im Sozialen, in der Frauen- wie in der Integrationspolitik. Besonders lag der CDU-Frau auch die europäische Idee am Herzen. In Solingen war sie die Protagonistin der überparteilichen Europa-Union. Sie blieb stets freundlich und verbindlich. Wer die Höhscheiderin kannte, wusste aber auch, dass sie sehr hartnäckig sein konnte, wenn ihr eine Sache wichtig war. Was sie anpackte, tat sie mit ganzer Kraft. In der Nacht zu Samstag, den 15. Januar, starb Gabriele Racka-Watzlawek nach langer schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren. Sie hinterlässt ihren Ehemann und einen erwachsenen Sohn.

Ihr öffentliches Engagement habe die gebürtige Wuppertalerin der Politik gewidmet, beschreibt die Solinger CDU in ihrem Nachruf. 1976 war sie der CDU beigetreten und in der Folgezeit unter anderem stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion und Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Höhscheid. Dem Stadtrat gehörte sie seit 1994 an. Bis zuletzt war sie im Landes- und Bundesvorstand der Frauen in der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft aktiv. Überparteilich war sie stellvertretende Sprecherin des Solinger Frauenforums. Sie leitete auch den Jugendhilfeausschuss.

Politiker beschreiben sie als verlässliche und empathische Frau

Gabriele Racka-Watzlawek bekleidete in ihrem Leben zwar viele Ämter. Ihr ging es aber nicht darum, sich in den Vordergrund zu drängen. Ihr war wichtig, an geeigneten Stellen die Themen voranzubringen. Bezeichnend ist, dass nicht nur CDU-Vertreter wie Kreisvorsitzender Sebastian Haug, Fraktionsvorsitzender Daniel Flemm, Bürgermeister Carsten Voigt oder Bezirksbürgermeister Paul Westeppe beklagen, dass sie eine „gute und verlässliche Freundin“ verloren hätten. Racka-Watzlaweks verbindliche und verlässliche Art, ihr großes Wissen und ihr anderen gegenüber wertschätzendes Wesen betonen auch Vertreter anderer Parteien.

Die CDU-Spitze beschreibt es so: „Ob politische oder Vereinsaktivitäten, unsere ,Gabi´ war immer und überall präsent und für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger als Ansprechpartnerin und verlässliche Interessenvertreterin vor Ort.“ „Sie war stets für die Menschen unterwegs“, erklärt auch der Landtagsabgeordnete Josef Neumann (SPD), Grünen-Ratsmitglied Niklas Geßner beschreibt sie als „einen der aufrichtigsten und authentischsten Menschen in der Solinger Kommunalpolitik“.

Auch „ihrer“ Hauptschule Höhscheid, der letzten Hauptschule, die es in Solingen noch gab, drückte Gabriele Racka-Watzlawek bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand 2019 ihren Stempel auf. Auf die Schule, ihre Lehrer und die Schüler ließ sie nichts kommen.

Nicht nur die Politik, die gesamte Stadtgesellschaft verliert eine über Parteigrenzen hinweg geachtete Persönlichkeit und eine leidenschaftliche Kämpferin in der Sache.

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