Düsseldorfer Straße

Nach jahrelangem Leerstand: Novakovic kauft Gaststätte Alt Ohligs

Das Alt Ohligs an der Düsseldorfer Straße wurde Ende Oktober 2016 geschlossen. Seither steht es leer.
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Das Alt Ohligs an der Düsseldorfer Straße wurde Ende Oktober 2016 geschlossen. Seither steht es leer.

Nach sechs Jahren soll in das Lokal wieder Leben einkehren. Mit der Gaststätte an der Düsseldorfer Straße hat der Unternehmer viel vor.

Von Björn Boch

Solingen. Der Solinger Unternehmer Mirko Novakovic hat die Gaststätte Alt Ohligs auf der Düsseldorfer Straße erworben. Sowohl der Name als auch die Ausrichtung sollen erhalten werden, erklärt Novakovic im Gespräch mit dem Tageblatt. „Es wird eine Brauerei-Gastronomie bleiben – mit guten Produkten zu einem fairen Preis.“ Das Namensrecht sei Teil des Kaufvertrags gewesen.

Damit soll zeitnah ein langer Leerstand enden: Die Silag AG von Unternehmer Siegfried Lapawa hatte das Gasthaus Ende 2016 geschlossen, Novakovic hat es am Dienstag dieser Woche bei einem Notartermin von Lapawa gekauft.

Einen Eröffnungstermin gibt es noch nicht

Der Zustand sei sehr gut. „Es ist aufwendig und schön renoviert worden, da werden wir auch nichts verändern. Mit kleineren Reparaturarbeiten legen wir sofort los“, berichtet Novakovic.

Allerdings gebe es im Alt Ohligs derzeit keine Küche. „Wir schicken direkt Anfragen raus, aber wann da angesichts von Lieferengpässen eine neue Küche kommt, weiß ich nicht.“ Daher gebe es auch noch keinen Eröffnungstermin.

Das Alt Ohligs reiht sich damit ein in mehrere Investitionen Novakovics in Ohligs und in gastronomische Betriebe. Neben der Maku Weinbar & Café auf dem Ohligser Marktplatz wird Maku auch ein Restaurant an der Prinzenstraße betreiben. Novakovic investiert allein dort im ehemaligen Flora-Frey-Gebäude rund 13 Millionen Euro, auch in Co-Working und Start-ups.

Außerdem hat er das Gebäude an der Ecke Bahnstraße und Düsseldorfer Straße gegenüber dem Hauptbahnhof gekauft, dort soll ein modernes Café mit Rösterei und Bäckerei samt Fastfood-Angebot einziehen, auch Übernachtungsmöglichkeiten seien denkbar. Mit seiner Frau Dragana hat er außerdem die Ohligser Festhalle erworben, die in eine Stiftung überführt werden soll. Neben Platz für Kultur und Vereine ist dort unter anderem ein Café geplant.

Novakovic setzt auf Synergieeffekte, denn natürlich zähle beim Einkauf von Waren auch in der Gastronomie die Größe. Zudem erhofft er sich mehr Flexibilität etwa beim Personal, Stichwort: Fachkräftemangel. Die Betriebe könnten sich dann gegenseitig aushelfen, zum Beispiel bei größeren Veranstaltungen. „Und im Alt Ohligs könnte es dann das Brot aus der Bäckerei an der Bahnstraße geben und ein oder zwei Weine aus der Maku-Bar.“ Maku an der Prinzenstraße, das geplante Café und das Alt Ohligs blieben allerdings verschiedene Konzepte für verschiedene Zielgruppen.

Weitere Investitionen plane er – Stand jetzt – nicht. Er sei ja kein Gastronom, so der studierte Informatiker, der großen Erfolg mit den IT-Unternehmen Codecentric und Instana hatte. „Es geht mir vor allem um die Stadtteilbelebung und darum, Anreize für weitere Investitionen zu schaffen und die Lebensqualität zu verbessern“, so Novakovic, der unter anderem Senator der Prinzengarde Blau-Gelb ist und sich bei den „Ohligser Jongens“ engagiert.

Seine großen Pläne für Ohligs hatte er vor Jahren erstmals in einem Tageblatt-Interview angekündigt. „Wenn ich heute auf das Interview zurückschaue, würde ich sagen, dass die Punkte so langsam abgearbeitet sind“, sagt er mit einem Lachen.

Persönliche Beziehung zur Gaststätte

Mit dem Alt Ohligs, schreibt Novakovic in den sozialen Netzwerken, verbinde er viele schöne Abende mit Freunden, „insbesondere als Nurko es noch geführt hat“. Siegfried Lapawa teile seine Freude an der Idee, das Leben in Solingen aufzuwerten. Lapawa sei ein toller Unternehmer, „aber auch ein Mensch, dem Solingen mindestens genauso am Herzen liegt wie mir“.

Unsere erste Meldung vom 13. Juli, 17.28 Uhr

Solingen. Der Solinger Unternehmer Mirko Novakovic hat die Gaststätte Alt Ohligs auf der Düsseldorfer Straße erworben. Sowohl der Name als auch die Ausrichtung sollen erhalten bleiben, erklärt Novakovic im Gespräch mit dem Tageblatt. „Es soll eine Brauerei-Gastronomie bleiben – mit guten Produkten zu einem fairen Preis.“

Die Silag AG von Unternehmer Siegfried Lapawa hatte das Gasthaus 2016 geschlossen, Novakovic hat es am Dienstag bei einem Notartermin von Lapawa gekauft. Der Zustand sei sehr gut. „Es ist aufwendig und schön renoviert worden, das werden wir auch nicht verändern. Mit kleineren Reparaturarbeiten legen wir sofort los“, berichtet Novakovic.

Allerdings gebe es im Alt Ohligs derzeit keine Küche. „Wir schicken direkt Anfragen raus, aber wann da angesichts von Lieferengpässen eine neue Küche kommt, weiß ich nicht.“ Daher gebe es auch noch keinen geplanten Eröffnungstermin. bjb

Ausführlicher Bericht folgt

Der Unternehmer Mirko Novakovic engagiert sich seit Längerem in Ohligs: Vor einigen Monaten eröffnete er die Maku Weinbar am Ohligser Markt, an der Prinzenstraße entstehen ein Restaurant und ein Co-Working-Space. Außerdem hat er ein Haus gegenüber des Hauptbahnhofs gekauft. Besonders wichtig für die Ohligser - Mirko Novakovic hat zusammen mit seiner Frau Dragana die Festhalle gekauft und sie anschließend saniert.

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