Finanzen

Nach dem Zensus hofft Solingen auf mehr Geld vom Land

Mit dem Ablauf des Zensus in Solingen sind Dezernent Jan Welzel (l.) und Statistiker Thomas Groos zurieden.
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Mit dem Ablauf des Zensus in Solingen sind Dezernent Jan Welzel (l.) und Statistiker Thomas Groos zurieden.

Die Bürgerzählung 2022 ist abgeschlossen. Das Ergebnis soll mehr Klarheit zur Bevölkerungszahl bringen.

Von Andreas Tews

Solingen. Die Datenerhebung Zensus 2022 soll mehr Klarheit über die tatsächliche Bevölkerungszahl Solingens bringen. Damit verbindet Ordnungsdezernent Jan Welzel (CDU) die Hoffnung, dass Solingen künftig ein größerer Anteil aus den Steuereinnahmen zufällt, die das Land unter den Kommunen verteilt.

Bei diesen Schlüsselzuweisungen orientiert sich die Landesregierung an den amtlichen Zahlen des Statistischen Landesamtes. Zwischen denen und den Daten des städtischen Melderegisters klafft seit dem Zensus vor elf Jahren eine Lücke von rund 4000 Einwohnern. Damals hieß es aus dem Rathaus, dass der Stadt dadurch Jahr für Jahr 2 Millionen Euro entgehen.

Welzel ist optimistisch: „Solingen wird voraussichtlich sehr gut abschneiden“, erklärt er. „Wir erwarten, dass die amtliche Einwohnerzahl und damit auch die Finanzzuweisung des Landes steigen werden. Er hofft, dass sich die bisherige Lücke von rund 4000 Personen deutlich verringert.

Das Rathaus berichtete, dass laut städtischem Melderegister Ende Juni 163 820 Menschen in Solingen lebten. Das Statistische Landesamt meldete für die Klingenstadt aber nur 160 065 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Zahlen der Stadt beruhen auf dem Melderegister. Dies wird ständig fortgeschrieben. Dieses Verfahren birgt aus Sicht des Landes Fehlerquellen. Es hält seine Zahlen, die auf Stichproben des Zensus 2011 und darauf basierenden Hochrechnungen beruhen, für verlässlicher. Das Verfahren des Landes hält wiederum die Stadt für unpräzise und undurchsichtig.

Ergebnisse des Zensus werden für November 2023 erwartet

Ob der Zensus 2022 mehr Klarheit in diese Auseinandersetzung bringt, wird sich am 21. November 2023 zeigen. Für diesen Tag hat das Statistische Bundesamt die amtlichen Ergebnisse der bundesweiten Erhebung angekündigt.

Das Zählverfahren wurde nach Angaben der Stadtverwaltung jetzt abgeschlossen. In Solingen waren knapp 10 000 Männer und Frauen in privaten Haushalten befragt worden. Weitere 3300 Personen, die in Gemeinschaftsunterkünften lebten, wurden von den Heimleitungen gemeldet. „Wir sind mit dem Ablauf der Befragung und mit dem Ergebnis für Solingen sehr zufrieden“, sagt der Leiter der Solinger Zensus-Erhebungsstelle, Thomas Groos. Der nächste Zensus wird im Jahr 2031 stattfinden. Geplant ist dann ein Registerzensus, der ohne eine Haushaltebefragung auskommen soll.

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