Fronhof

Nach 16 Jahren geben neue Besitzer im Cramers den Ton an

Claudia Korp und und ihr Stiefsohn Daniel Mandelka freuen sich, mit dem Café Cramers durchstarten zu können. Foto: Christian Beier
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Claudia Korp und und ihr Stiefsohn Daniel Mandelka freuen sich, mit dem Café Cramers durchstarten zu können.

Karsten Hoitz hat sich zurückgezogen – das Team bleibt.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Claudia Korp und Daniel Mandelka sind an ihrer neuen Arbeitsstätte angekommen. Zum 1. Juli haben sie das Café Cramers am Fronhof von Karsten Hoitz übernommen. Nach „16 Jahren und zwei Wochen“ wie er sagt, hat er die Geschäfte in ihre Hände gelegt. Vor gut vierzehn Tagen haben die beiden ehemaligen Stammgäste ihre Plätze an einem der gemütlichen Tische mit Arbeitsplätzen in der Küche und im Service vertauscht und finden von Tag zu Tag mehr Gefallen an ihrem neuen Job, den beide als Berufung verstehen.

Für beide ist es die Erfüllung eines Traumes, ein eigenes Café zu betreiben. Obwohl branchenfremd, war es für die gelernte medizinische Fachangestellte, die zuletzt für eine private Krankenkasse gearbeitet hat, ein Wink des Schicksals, über Bekannte davon zu erfahren, dass Karsten Hoitz für sein Café Nachfolger suchte. Gemeinsam mit Stiefsohn Daniel Mandelka war die Sache schnell klar: „Das machen wir“. Der 27-Jährige hat sein Herz für die Gastronomie schon lange entdeckt, zuletzt hatte er in Düsseldorf seine Wirkstätte. Er freut sich, nun mit dem eigenen Laden durchstarten zu können.

Café Cramers in Solingen: Grundsätzliche Veränderungen soll es nicht geben

Es werde im Wesentlichen alles so bleiben wie die Solinger das Cramers kennen und lieben, sagt Claudia Korp, die die Atmosphäre als Gast besonders samstags genossen hat. Vielleicht peu á peu ein paar individuelle Akzente, aber keine großen grundsätzlichen Veränderungen. „Ein stimmiges und erfolgreiches Konzept sollte so bleiben, wie es ist. Kleinere Renovierungsarbeiten wurden durchgeführt. „Der Lockdown ist genutzt worden, um zum Beispiel frische Farbe an die Wände zu bringen.“ Froh ist Claudia Korp, dass sie in dem bewährten Team des Cafés zuverlässige Mitarbeiter und Lehrer haben – ein Aspekt, den sie sehr schätzen. Für Karsten Hoitz wiederum war es wichtig, dass sich für seine Belegschaft nichts ändern wird. „Meine Mitarbeiter waren immer mein größtes Pfund“, sagt er und spricht an die Adresse seiner Schwester, Petra Effert, ein besonders inniges Dankeschön aus. „Ohne sie hätte ich das hier nicht geschafft.“ Die Besucher werde er vermissen, bekennt er ehrlich. „Viele sind im Laufe der Zeit Stammgäste geworden und zum Teil sogar zu Freunden.“

Die passenden Nachfolger zu finden, habe sich als schwierig herausgestellt, erzählt er. Den Gedanken an einen beruflichen Wechsel trägt er schon seit drei Jahren in sich. Mit Corona habe das nichts zu tun, betont er. „Für solch ein Café muss man brennen, so wie ich viele Jahre, sonst fehlt dem Projekt auf Dauer die Seele. Als bei mir die Flamme immer kleiner wurde, wusste ich, ich muss was Neues für mich suchen.“ Wie weit er mit dieser Suche ist, möchte Hoitz noch  ein bisschen für sich behalten. „Aber das Ganze nimmt Gestalt an.“

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