Solingen muss zukunftsorientiert handeln

Sam Jordan entwickelt neue Wohn- und Gewerbeideen. Foto: to
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Sam Jordan entwickelt neue Wohn- und Gewerbeideen. Foto: to

Sam Jordan, Raumvision

„Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen.“ Mit diesem Zitat von Goethe möchte ich die Beantwortung der Fragen zum Immobilienmarkt beginnen. Voraussetzen möchte ich dabei, dass das Ziel einer Kommune immer darin bestehen sollte, attraktiver zu werden, wachsen zu wollen und damit für seine Bürgerinnen und Bürger ein lebenswertes Umfeld zu bieten.

Ich bin fest davon überzeugt, dass Solingen das Potenzial hierfür hat und es geht nur darum, ob Solingen sich dieser Herausforderung stellen will und dieses Ziel verfolgt oder den Zug an sich vorbeifahren lässt. In Gesamtdeutschland wird jede einzelne Kommune vor die Frage gestellt, ob sie lieber wachsen oder lieber schrumpfen will. Einen Stillstand wird es hierzu nicht geben.

„Es kommt darauf an, was gebaut wird.“

Eine Erneuerung wird in jedem Fall in zukunftsorientierten Städten stattfinden, im besten Fall geschieht diese auf eine nachhaltige Art und Weise. Hierfür müssen alle Protagonisten an einem Strang ziehen, denn dann werden wir nicht nur 1000 Einheiten, sondern vielleicht 3000 oder sogar 5000 Einheiten benötigen.

Es kommt nicht auf den Preis an, sondern darauf, was gebaut wird. Nachhaltigkeit bedeutet natürlich auch etwas höhere Verkaufspreise, doch sind diese in Solingen derzeit noch nicht bei 4000 Euro pro Quadratmeter, ganz im Gegensatz zu vielen andern Großstädten. Der reine Quadratmeterpreis sollte, wenn es irgendwann zu diesem Punkt kommt, nicht pauschal negativ beurteilt werden, sondern viel mehr aus dem Blickwinkel einer langfristigen Nachhaltigkeit heraus, wie das beispielsweise durch eine KfW 55 geförderte Immobilie geschieht.

Dies bedeutet für den Käufer zwar anfangs einen höheren Quadratmeterpreis, jedoch eine insgesamt profitablere Investition. Mehr Nachhaltigkeit, mehr Umweltschutz, niedrigere Nebenkosten sowie niedrige Renovierungsarbeiten sind nur einige von vielen Vorteilen von Neubauprojekten.

Durch die Vergabe von Neubauprojekten wird unsere Stadt zwar gestärkt, jedoch werden derzeit noch lange nicht die vielen Potenziale ausgeschöpft. Lassen Sie mich das an einem Beispiel verdeutlichen: Hierzu möchte ich das Unternehmen Kondor Wessels aufzeigen. Es handelt sich um ein topseriöses Unternehmen, welches in Solingen zurzeit viele Bauprojekte realisiert. Aber Kondor Wessels erwirtschaftet durch seine Projekte kaum langfristige Mehreinnahmen für Solingen, sondern schöpft vielmehr Geld in Solingen ab. Kondor Wessels nutzt seine eigenen Handwerker sowie Unterfirmen, welche, genau wie Kondor Wessels selbst, nicht in Solingen ansässig sind und damit hier nicht einmal Gewerbesteuer zahlen. Diese Einnahmen gehen stattdessen in die Kommunen, in denen Kondor Wessels seinen Sitz hat. Andere Kommunen wissen sich hier deutlich besser zu helfen und holen ihre lokal ansässigen Partner mit ins Boot.

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