Ein bisschen Wilder Westen in Solingen

Museum sucht zur „Knife“ das beste Bowie-Messer

Ein Bowie-Messer steht für den „Wilden Westen“. Genau diesen Geist wünscht sich der Leiter des Deutschen Klingenmuseums, Dr. Sixt Wetzler, auch für den Wettbewerb um den Messerpreis. Gezeigt wird das Gewinnerstück bei der „Knife 2022“ im kommenden Mai.
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Ein Bowie-Messer steht für den „Wilden Westen“. Genau diesen Geist wünscht sich der Leiter des Deutschen Klingenmuseums, Dr. Sixt Wetzler, auch für den Wettbewerb um den Messerpreis. Gezeigt wird das Gewinnerstück bei der „Knife 2022“ im kommenden Mai.

Am 14. und 15. Mai präsentieren sich Messermacher aus ganz Europa im Theater und Konzerthaus.

Von Philipp Müller

Solingen. Wenn am 14. und 15. Mai die „Knife 2022“ im Theater und Konzerthaus läuft, dann fiebern einige Messermacher auch einer Preisverleihung entgegen. Denn mit der Messe für Manufakturen und Einzelkönner aus Europas Welt der handgefertigten Messer ist auch die Verleihung des „KNIFE Awards 2022“ verbunden. Thema für dieses Jahr ist das Bowie-Messer. Das ist ein Messer, das typischerweise mit dem „Wilden Westen“ verbunden werde, erklärt der Leiter des Deutschen Klingenmuseums, Dr. Sixt Wetzler.

Bereits jetzt haben sich nach Angaben von Wetzler etwa 130 Messermacher angemeldet. „Wir hoffen noch auf 150 Teilnehmende und werden damit viel besser besucht sein, als das früher bei der Messermacher-Messe im Klingenmuseum der Fall war“, freut sich der Museumsleiter.

Die Idee zur Knife im Theater und Konzerthaus ist nicht neu. Sie war geboren worden, als sich das Klingenmuseum im ehemaligen Gräfrather Kloster (| Kasten) zu neuen Ufern aufmachte. Damals war klar, die Räume im Museum sind zu klein, um Wachstum auf der Seite der Aussteller zu generieren und zugleich mehr Besuchern Raum zu geben. Der Umzug ins Theater und Konzerthaus gelang nicht ganz geräuschlos. Einige Mitglieder der Gilde der Messermacher kritisierten das Vorgehen und befürchteten das Aus für die Traditionsveranstaltung.

Messerpreis: 2000 Euro für das beste Bowie-Messer

Inzwischen haben sich die Gemüter längst wieder beruhigt und die Knife konnte 2020 und 2021 nur durch die Corona-Maßnahmen ausgebremst werden. Solche Besucherbeschränkungen habe man auch aktuell im Blick, betont Sixt Wetzler. Trotzdem plane das Team damit, dass die Knife stattfindet.

Vorteil der Ausgabe 2022 sei, dass es durch das Klingenmuseum, das Theater und Konzerthaus, die Messermacher Gilde, den Industrieverband Schneid- und Haushaltswaren mit Sitz in der Klingenstadt und dem Stadtmarketing aus dem Rathaus bereits Pläne zur Durchführung gebe, sagt Wetzler: „Wir greifen auf ein schon bestehendes Konzept zurück.“ Die Durchführung der Messe selbst liegt dabei in den Händen der Kölner Agentur B. Effective. Sie wurde schon 2019 dafür ausgewählt.

Wir greifen auf ein schon bestehendes Konzept zurück.

Sixt Wetzler, Klingenmuseum

Und zur Idee der Messe gehört auch der Messerpreis. Er ist von der Stiftung Freunde des Deutschen Klingenmuseums mit einem Preisgeld von 2000 Euro dotiert. Eine vierköpfige Jury bestimmt den Preisträger. Zudem: Alle eingereichten Beiträge werden nach Angaben des Museums vom 4. bis zum 15. Mai 2022 im Deutschen Klingenmuseum in Gräfrath ausgestellt.

Der Messerpreis 2020 geht in die USA

Im Theater und Konzerthaus erwartet die Besucher an zwei Tagen nicht nur die alteingesessene Gilde. Gerade der Nachwuchs wird gefördert. Messermacherinnen und Messermacher, die nicht älter als 24 Jahre sind, sollen besonders gefördert werden. Für sie stehen fünf Tische im Theater und Konzerthaus bereit, an denen sie sich präsentieren. Noch bis zum 15. April nimmt das Deutsche Klingenmuseum dafür Bewerbungen entgegen.

Ticketverkauf startet später – je nach Pandemielage

Sixt Wetzler bittet um Verständnis, dass der Ticketverkauf aktuell noch nicht möglich sei. Bezüglich der Besucherzahl wolle man auf die Pandemielage achten. Tickets gibt es dann auch über das Vorverkaufssystem des Kulturmanagements, es ist ebenfalls Partner der Knife 2022.

Weiter wird daran festgehalten, dass Besucherinnen und Besucher zwischen dem Theater und Konzerthaus und dem Klingenmuseum pendeln können. Dazu gibt es ein Bändchen, mit dem auch der Bus der Linie 683 genutzt werden kann. Mehr Infos zum Wettbewerb und der Knife gibt es im Internet.

www.knife-solingen.de

Neues Museumskonzept startet

Die „Knife 2022“ findet in einer Zeit statt, in der das Deutsche Klingenmuseum ein neues Ausstellungs- und Raumkonzept erstellt. In den kommenden Haushaltsjahren stehen dazu 5,3 Millionen Euro bereit. Das hatten Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) und Kulturdezernentin Dagmar Becker (Grüne) im Herbst 2021 bekanntgegeben. Ziel ist es, in acht großen Themenwelten die Gesichte der Stadt Solingen in Bezug auf die Stahlwarenherstellung und die Produktion herauszustellen. Der Weltruf der Marke „Made in Solingen“ werde zeitgemäßer erfahr- und vor allem erlebbar.

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